b – bachhelling bächîn – backwërc bacolôn – badestubære badestube – balde baldecheit – balmunden balmunt – balsamtrôn balsamtropfe – ban, bane 1ban – banekîe banël – bänkelîn banken – bantac bant|âder – banzins banzûn – bârbrët 1barc – bârkleit barkorn – barmhërzeclîche barmhërzege – barten bartenære – base Baseler, Basler – bate bate, pate – bearbeiten bearren – bechersamenære becherweide – beckenknëht beckenkol – bedancheit bedarf (?) – bedingen bedirmen – bedrangen, bedrengen bedrât – begâben begâbunge – begelimpfen begenagen – begin begîne – beglîmen beglîmunge – begrîflich begrîflîcheit – behaft behaftec – behaltunge behandeln – beheimsuochen beheiʒen – behern behêrren – behoven behten – behuoflich behuoren – beie beie – beinîn beinîsen – beiʒe 1beiʒe – bekantlicheit, bekentlicheit bekantnisse, bekentnisse – bekerzen bekicken – beklipfen beklocken (?) – bekorunge bekorungnisse – beküelen bekumberhaft – belæren belasten – belîbelich belîben – belônære belônen – bemaln bemangen – bemurmeln bemüseln – benedîunge benediz – bennen bennige – bequâme bequæme – bërc|êrîn bërcgar – bërcphenninc bërcrëht – beredenunge beredet – 1berennen 2berennen – bërhtnaht berhtram – berillîn berîmeln – bërlich bërlîn – bernisch bërnklâ – bêrswîn bertenære – beruofære beruofen – besamentlîchen besamenunge – beschatzære beschatzen – beschemen beschemenisse – beschînen beschirm – beschouwunge beschremen – besebelicheit beseben – besetzunge besëʒ – besîtes besitzære – beslîʒen besloʒ – besnöuwen besnüeren – besprëchære besprëchen – beste bestëchen – bestiure bestiuren – bestürzen bestutten – besuochnisse besuochunge – bët betagen – bëtelære bëtelærinne – bëtemësse betemmen – bëtewîn bëtewîp – betrahtegen betrahten – betrogenlich betrônen – betrûren betrûrigen – bettemunt betten – betûchen betüemen – betwungenheit betwungenlich – bevellicheit bevern – bevliehen bevlieʒen – bevür bevürhten – bewærnüsse bewarsam – bewëlgen bewëllen – bewindeln bewinden – bezâfen bezaln – beziln bezimbern – beʒʒer beʒʒerære – bî bestân bîbilde – bíderben, bedérben biderbenen, bederbenen – bîenkar bîenswarm – bieʒenblat bieʒenkrût – bîhtât bîht(e) – bilchmûs bildære – bildoht bildunge – bilsensaf bilsensâme – bineʒ binide – birden bir(e) – birnwîn birsære – bischolf bî schrîben – bî slâfen bî|slëht – bît bitære – bittern bitternis – biurlîn biuschen – bîvilde bîvilden – bîzeichenen bî zëmen – blahsen 1blæjen – blâsehorn blæselîn – blatengîr blatenrinc – blëchhantschuoch blëchrinc – bleichvëlt blende – blîche blîchen – blîkloz blîkolbe – bliuclich bliuge – blôdern blotschen – blüemunge blüetebërnde – bluomental bluomenvar – bluotgieʒen bluotgieʒende – bluotstürzunge bluotsûgende – bobenthalben boc – bogelîn bogen – 2bolle bollen – 3bor bor-, enbor- – (borliep,) enborliep bormære – bortengewant bortiure – bote botech – bou bouc – boummate boum|öle – bôʒwurz brâ – brâ|hâr bræhen – brantlich brantreite – brâwelîn bræwen – brëhenen brëhentac – brenken brenn-, bern(e)-, birnschatz – bretsche brëtsnîdære – brieschen brievære – brionie brîsære – briulêhen briumeister – briuwe briuwe – brohsen bronie – brôthalle brôtheit – bruch bruch – bruckenambet bruckenære, bruggenære – brüeterîn brügel – brünnære brunne – brünselbërc brünseln – bruoderhûs bruoderkint – brust brust – brûtdëgen brûtdrüʒʒel – brûtsanc brûtschaft – buckel buckelære – büellîn büeʒære – buhsboum bühse – bûlslac bulzen – buoben buobengâbe – buochisch buochkamere – buoliân buollîn – buppe bur – burcgrâvenambet burcgrâvenrëht – burcmeisterlêhen burcmeisterschaft – burcstal burcstat – bürde bürdelîn – burgergemeine bûr|gerihte – Burgunder Burgunjoys – bursenære bursît – büschelîn buschoff – bütelin bûtelîn – bûvëlt bûvisch – buʒʒel
|
1bullen
swV.
‘etw. (Urkunde) mit einem Siegel versehen’, nur Part.-Adj.
‘gesiegelt’
do braht man ir itwederme die brieve über sin bistum geschrieben und gebullet
ClosChr
91,22
MWB 1 1093,23; Bearbeiter: Tao
2bullen
swV.
(zu bëllen).
‘brüllen, bellen, heulen, tosen’
– von Tieren, in Vergleichen:
daz êrst ist, daz vor dem ertpidem daz ertreich oft seust und
wispelt, sam hundert tausent slangen dâ wispelten, oder püllt und lüet sam gräuleich
ochsen BdN
108,24;
ez geschicht oft, daz ain man gepizzen wirt von ainem töbigem
hunde und daz er diu klainen hüntel denne leckt sam ain hund und püllt sam ain hund
ebd.
126,33;
der keiser büllet sam ein rint / von weinen Loheng
7231.
– von Menschen:
wa daz leithaus wirt derfuͤllet. / ayner springt, der ander pullet, /
der wil rauffen, disser stechen Teichn
126,84.
– vom Meer, Wind:
wie hœrt man bullen daz mer / von den sturmwinden? Helbl
15,758;
HvBurg
4203;
also ist der wint ein tunst, / [...] daz sein nieman
ein voll vaust / mag begreiffen, wie er pullet Teichn
404,19.
– von siedendem Öl, Art des Geräusches unklar, ‘zischen’,
‘blubbern’(?):
er hiez sey setzzen mit gewalt / in ein vaz mit ol gefullet / daz vor hitz
wiel und pullet Teichn
216,44
MWB 1 1093,27; Bearbeiter: Tao
bullieren
swV.
s. a.
1bullen.
‘etw. (Urkunde) mit einem Siegel versehen, siegeln’, nur
Part.-Adj.:
daz si erbe und aigen [...] niezzen
[...] sullen [...], alz si dar
über des selben pabsts gebuliert offen brief habent UrkLudw
190
(a. 1339)
MWB 1 1093,48; Bearbeiter: Tao
bûlôs
Adj.
‘in schlechtem Bewirtschaftungszustand befindlich, nicht
bestellt’
[wir] schullen ez [sc.
lêhen
] auch alle iar bewaren vnd stiften ze velde vnd
ze dorffe, also daz es icht pawlos werde UrkHeil
2,157
(a. 1333)
MWB 1 1093,53; Bearbeiter: Tao
bûlslac
stM.
‘Schlag, der eine Beule hervorruft’
die turlichen bulslage / gaf Widolt mit der stangin
Roth
4318;
iz were uil wol [...], /
vorde [= worde
] ime ein bolslach geslan
ebd.
4629.
1769;
weitere Belege s. DRW 2,238
MWB 1 1093,58; Bearbeiter: Tao
bulzen
swV.
‘hervorquellen, sich hervordrängen’ (vgl. Etymol.Wb.d.Ahd.
2,432f.):
wiltû einen slahen oder wunden vor zorne, daz dir rehte daz herze bulzende herûz
welle PrBerth
1:54,34;
sô dir iezuo alse zorn sî, daz dir daz herze her ûz welle pulzen vor
ungestüemekeit ebd.
1:277,24
MWB 1 1093,63; Bearbeiter: Plate
bûman
stM.
Pl. bûliut, bûliute; s.a.
ackerman
.
1
‘Bewohner’
2
‘Bauer’
3
‘Verwalter’
4 Schachfigur, Name des ersten Bauern
1
‘Bewohner’
do wir fragton vnsirn herrin fon dem
bvͦuman [
habitator
] sins
gezeltis BrEng
Prolog;
ist abir daz, daz wir irvullen daz amt des
buͦmans [
officium habitatoris
] ,
so werder [l. werden
] wir die eirben dis
himilriches ebd.
Prolog;
BrHoh
Prolog
2
‘Bauer’
nû wil ich iu sagen umbe den bûman, / waz er nâch der pfaht
solte an tragen: / iz sî swarz oder grâ, / niht anders reloubet
er [Kaiser Karl] dâ Kchr
14791;
abe deme bûman er niweht innam / mit unrehteme gedinge noh
mit neheinem gedwenge Gen
1856;
der ê diz geriute / und der ez dannoch biute, / daz was ein vrîer bûman
AHeinr
269;
sal ich ouch dese rede beduten / uch und allen guten luten, / so muz ich tun
sam der buman, / der einen wilden acker sol san [säen] , /
suzet und rodet so lange, / biz her von erbeitens drange / git der werlde bernde
vrucht Brun
9355;
bischove, vrien, greven, / rittre mit iren neven, / pfaffen, munche, voyte ho,
/ burger, betler glich also [...] ezit
[ernährt] des bumannis kint Daniel
1804.
2716.
– auch für ‘Weinbauer, Winzer’
seistu pawman gewesen, / hastu vor icht gelesen / wein, ponn oder ander
chorn, / da von deim hern ist worden verlorn / seins rechtes an schulde?
HvBurg
769.
789.
835;
ein mensche, ein hufherre, gewie [
=
gevie
] / zu buwe einen wingarten. / mit eime zune
bewarte yn / vnd eine kelter dar in grub / vnd einen turn dar inne erhub / vnd
aller bu da wol gedech. / bumannen er yn darnach lech / und fur uf sine
wallefart EvStPaul
742
(Mt 21,33);
bavmann des wingarten EvAug
170,17
(Lc 13,7).
– bezogen auf Gott:
dâ got selbe was bûman waz mahte dâ ubele wuocheren?
Gen
1862;
dar nah sprach unser herre zuͦ sinen iungeren: ich bin diu ware
winrebe und min vater ist ein buman EvPass
211,12
(Io 15,1);
EvStPaul
13675;
WernhMl
12657.
–
der ubile ~
als Benennung des Teufels:
so aber wir uns zu dem unrehtin kerin, so kumit der ubile buman der tivel,
der alliz daz zestorit, daz zu gutin dingen horit PrMd
21.
–
bûmannes reht
‘Rechtsverhältnis zwischen Herr und Abhängigem’ (vgl. DRW 1,
1303f.; FWB 3, 274):
daz der erberig abbt [...] vnd di samnvung
[...] den hof datz Waltenperg gelihen habent ze
pâwemans reht UrkCorp (WMU)
989,9.
1677,19.
– als Bestandteil von Personennamen:
Johannes der buman, der brotpeke UrkCorp (WMU)
3018,21.
1897,9.
1673,17
3
‘Verwalter’
ein mensche rich / hatte einen
buman [
villicus
]
EvStPaul
8940
(Lc 16,1);
du solt zu rechenunge kumen / um dinen bu. du enmaht niht me / gewesin ein
buman als e! ebd.
8947
(Lc 16,2).
8975
(Lc 16,8)
4
Schachfigur, Name des ersten Bauern:
der êrst der ist ein ackerman, / der ander vend der ist ein smit, /
[...] Xerxes der diz spil ervant, /
[...] der hiez den venden snîden, wie? / als ir in
sehent gebildet hie / nâch eins gebûren forme gar. / er hiez im eine houwen
[Hacke] dar / snîden der gerehten hant, / sîner
lenken er dô sant / ze trîben einen langen gart, / des sol der bûman sîn bewart
HvBer
3929;
durch daz sol man den bûman lân / vor dem gerehten roche stân ebd.
9552.
10347
MWB 1 1094,5; Bearbeiter: Tao
bûmeister
stM.
Beauftragter, Verwaltungsbeamter einer Gemeinschaft, Stadt, Herrschaft oder einer
kirchlichen Instanz für unterschiedliche Aufgaben (vgl. DRW 1,1304ff.)
1 im Bereich der Landwirtschaft 1.1
‘Hofverwalter’
1.2
‘Beamter, Aufseher über Gemeindeland’
2 im Bereich des Bauwesens 2.1 (Pl.) ‘Baubehörde einer Stadt’
2.2
‘Aufseher über kirchliche Bauten’
3 für sonstige Aufgaben 3.1
‘städtischer Rentmeister, Finzanzbevollmächtigter’
3.2
‘Burgvorsteher’
3.3
‘Hilfsbeamter (für niedere Dienste)’
1
im Bereich der Landwirtschaft
1.1
‘Hofverwalter’
ein abt von Prume sal kiesen vorster, vischer ind bumeister in allenn
hoeuen WeistGr
2,517
(a. 1298 kopial)
1.2
‘Beamter, Aufseher über Gemeindeland’
diz ist der saz, den globet hant di Duͦzen hern, di edeln
luͦde und di burger gemeinlich zuͦ Winheyn zuͦ
buͦven in deme velde und in der mark und hant da zuͦ korn
zuͦ buͦmeistern ein buͦmeister von deme Duͦzen
huͦse, Hertwic Creysen den edeln man und Heylmanen von Smardendal
StRWeinheim
386
(a. 1323)
2
im Bereich des Bauwesens
2.1
(Pl.) ‘Baubehörde einer Stadt’
ez sint gesetzet paumaistere. und swer ainen unpau tuͦt in der stat
und dem die pawmaistere [...] gebietent, daz er den
abraume NüP
139.
138
u.ö.;
2.2
‘Aufseher über kirchliche Bauten’
super eligendis et statuendis inter nos procuratoribus sive magistris, qui
vulgariter bumeystere appellantur operis beate Marie virginis UrkFrankf
1,231
(a. 1284);
dem buͦmeistere uͥnser froͮwen UrkBasel(S)
16,23
(a. 1339);
bumeystere zuͦ unser frauwen der parre UrkFriedb
165
(a. 1348)
3
für sonstige Aufgaben
3.1
‘städtischer Rentmeister, Finzanzbevollmächtigter’
die zwen bumaister die disiu stat alliu iar haben sol
[...] si suͤllen auch fuͤrbaz
ewiclich allweg zwir im iar widerraiten, [...] von
allen dem guͦt daz si diser stat einnement und uͦsgebent
StRAugsb
77,9
(vgl. auch Anm.z.St.);
haben wir [...] gesetzzet ze phande der burger
hovs [...] vnd ander gvlte in der stat, divͤ die
stat vnd die gemaine an gehoͤrt, die die bowmaister in nement
UrkCorp (WMU)
2445,18
3.2
‘Burgvorsteher’
die bumeistere in der burg und die burgermeister in der stad
UrkFriedb
128
(a. 1334).
128
(a. 1338);
welhe zwen ritter auch bumeister weren DRW
1,1306
(Böhmer-Ficker; a. 1337)
3.3
‘Hilfsbeamter (für niedere Dienste)’
und soll den stocke ein bumeister machen [...]
und soll ihn [den Galgen] ein bumeister machen
WeistGr
1,726
(a. 1338 kopial);
sie [...] sollent har schicken dugen
[Fassdauben] zu einer badbütte, die soll binden
ein bumeister ebd.
1,729
(a. 1338 kopial)
MWB 1 1095,4; Bearbeiter: Tao
bumez
stM.
→
bimʒ
MWB 1 1095,50;
bûmiete
stF.
‘Heiratszins (für die Erteilung der Heiratserlaubnis)’
[die Wendinnen
] geben ir bûmête irme herren,
als dicke als sie man nemen SSp(W)
3:73,3
MWB 1 1095,51; Bearbeiter: Tao
bündec
Adj.
1
‘fest verbunden’ , präd. mit werden, sîn 2
‘gefesselt’
1
‘fest verbunden’, präd. mit werden, sîn:
mit im [ dem in die Zeitlichkeit eingetretenen
Logos] wart bündic sigenunft / in dir, du griffic, sichtic, immer
gebendez icht [d.h. Hostie]
Frl
2:1,7
(vgl. FrlWB, S. 49);
wie gar fründig, bündig / sint durch liebe zwei
Mügeln
333,6
2
‘gefesselt’
o reine meit, in unsers herzen tigel / drück unde smelz der
tugende ingesigel, / e uns des fluches igel / für bündig in des todes
schrann [Gericht]
Mügeln
130,12
MWB 1 1095,55; Bearbeiter: Tao
bündel
stN.
‘Bündel, Büschel’
nim ein buntel des peteresiles et nescelen et ringelen InnsbArz
77
MWB 1 1096,1; Bearbeiter: Tao
bündellîn
stN.
‘kleines Bündel, Büschel’
dar under ainer der groͤste [Schmerz] was, /
[...] das Jhesus Crist, ir kint gemait, / ward tot in
ir schoss gelait. / do wont zwúschen iren brústen / [...]
das bitter púntellin mit mirren KvHelmsd
2263;
als sÿ spricht in der minne buͦch: / ‘min trut wont als ain
púntellin / von mirren in dem hertzen min ’ [vgl. Ct
1,12]
ebd.
2267;
an der naht do er sterben wolt, [...] da sach ein
[...] swester in eim geistlichen gesiht, daz die
heiligen komen und trugen puntlin in der hant. do wart ir ze versten geben, ez wer
der groz dinst [...], von dem er ewigen lon solt haben
EbnerChrist
41,19
MWB 1 1096,3; Bearbeiter: Tao
bunden
Part.-Adj.
→
binden
stV.
MWB 1 1096,16;
büne
stF.
hauptsächlich bei KvW belegt; fast immer im Reim auf
süne (Ausnahmen Craun ,
Staufenb ).
1
‘Brett, Latte’
2
‘Gerüst von Holz mit waagerechter Fläche’
2.1
‘(erhöhter) Fußboden, Bühne, erhöhter, hervorgehobener
Platz’ (vgl. Schultz, Höf. Leben 1,74) 2.2
‘Dach, Decke’
2.3 (im Schiffbau:) ‘Verdeck’
1
‘Brett, Latte’
ein trâm [Balken] ist grœzer denne ein büne, / ein
berc ist grœzer denne ein hûs Renner
8358;
die heten breter unde bünen / ab der brücken dô genomen, / durch daz kein
heiden möhte komen / dar über mit gewalte KvWPart
20502
2
‘Gerüst von Holz mit waagerechter Fläche’
2.1
‘(erhöhter) Fußboden, Bühne, erhöhter, hervorgehobener
Platz’ (vgl. Schultz, Höf. Leben 1,74):
daz er ûf des sales büne / vür sich besante sîne süne / und er mit in dâ
redende wart KvWTroj
18503.
26466;
vater, swaz sô mir geschiht, / ich lâze mîner verte niht; / ich muoz
benamen in die büne [„ich will bei den Herren sitzen”
(Anm. z.St.)]
Helmbr
363;
sus gingent sü suͦchende von eime bette zuͦm andern und
huͦbent daz strou uf untz uf die bune ClosChr
87,25;
wir haten töhter noch süne / und sazen uf einer büne / und haten guote
vische / ob unserem tische DreiFrauen
106.
– im Vergleich:
der plân der wart erschellet / von ir kunft reht als ein büne
KvWTroj
35917.
– bildl.:
dar [zum Fest Jupiters] kam der künic
Prîamus / von Troye und zwêne sîner süne, / die sâzen ûf der tugende büne /
schôn unde werdeclîche enbor KvWTroj
1094
2.2
‘Dach, Decke’
[von Priamus’ Palast: ] ir sülnt gelouben, daz
sîn büne / mit golde wol gezieret schein / und daz vil manic edelstein / dar ûz
vil schône lûhte. / sîn esterich der dûhte / von marmel ûzer mâze fîn
KvWTroj
17526;
wie ein fuͦß durh die büni kam ob dem tysch Staufenb
Überschrift vor 1037.
1055;
sü kundent vinden niena loch: / durch die büny waz kein schrantz, / der
sal waz worden wider gantz ebd.
1081;
er [Engel] zögte im aber die schœne guldîne
stat und fuorte in nâhe dar zuo. [...] und was der
estrîch in der stat und diu büni und die siule, daz was allez von dem aller
schœnesten golde PrNvStr
266,24.
– bildl.:
zehen süne / die vil hôher êren büne / het überdaht mit flîze
KvWEngelh
230;
wan im für schande was ein dach / gewesen ie der êren büne
KvWPart
19571;
dû bist vür sorge ein obedach / und vür trûren mir ein büne
KvWTroj
18629;
diu zehende schar gemachet / wart sus von im
[Hector] ân allen haz / und mit gezierde
michel baz / gegestet und bereitet. / schôn über si gespreitet / wart sînes
hôhen herzen büne ebd.
30357;
der keiser hât die hulde sîn / vil gar von mir
geleitet / und über mich gespreitet / sîner ungenâden büne
KvWHvK
463;
swenne ich bin / ze ritternôt geleitet / und über mich gebreitet /
wirt vil hôher sorgen büne KvWPart
18863
2.3
(im Schiffbau:) ‘Verdeck’
vernemet in welher ahte / er daz schif mahte
[...]. / alumbe an ietweder want / dâ borte man
dannoch / durch die büne manec loch Craun
646
MWB 1 1096,17; Bearbeiter: Tao
bünec
Adj.
vgl. enbünic
Krone
10764.
– wohl ‘gesinnt, gewillt’ (vgl. F. Bech, Zu Heinrich
Frauenlob, Germ. 29 (1884), S. 7; FrlWB, 49):
kan dich die minne machen [...] zu milte bünic
Frl
5:25,15
MWB 1 1097,9; Bearbeiter: Tao
bunge
swF.
‘Trommel, Pauke’ (vgl. Eitschberger, Musikinstr., S. 170f.;
Schiller/Lübben 1,451):
mit dramne [= drabene
] recht sam zu
tantze, / in sprungen und in sprantze / und gar hochverteclich iz
[Pferd] get / wan man uf di phertpueke slet. / iz wil
wesen ungedrungen / so iz hort slan di bungen [vgl. Iob
39,19-25
]
Hiob
14560
MWB 1 1097,13; Bearbeiter: Tao
bunge
swM.
eine Pflanze, ‘Bachbunge’ (? vgl. Marzell 4,1056ff.):
nim den gepulveroten pungen, sagin [= sâg
in
] an di wundun, so heilet siv Ipocr
153
MWB 1 1097,20; Bearbeiter: Tao
bunnen
V.
Ansatz unsicher, Bed. unklar:
daz lieht der claren, waren sunnen, / diu elliu lieht enzundet, di sunder sine
kraft von nieman brunnen [La. di sine kraft von nieman
bunnen
]
JTit
6060,4
MWB 1 1097,23; Bearbeiter: Tao
bunt
Adj.
bei nicht-attributivem Gebrauch vom Subst.
bunt
stN. nicht klar zu trennen.
1
‘(schwarz/ grau-weiß) gefleckt, gestreift’ , vom Pelzwerk 2
‘rot-weiß gestreift’ , vom thüringischen Wappen
1
‘(schwarz/ grau-weiß) gefleckt, gestreift’, vom
Pelzwerk:
guotiu kleider hêtens an / von pfelle, roc unde dach; /
gefurrieret man darunder sach / lûter veder die wârn bunt Wig
7404;
ein rîlich belz, vêch unde bunt, / wart an ir blôzen lîp geleit KvWTroj
9086;
Lancelot [...] slug einen bunten
mantel umb sin heubt Lanc
606,3;
die [Maria] hette an ir vergult gewant / vnde was
mit bunte vmmegeben. / [...] wer gehorte ie mere / von so
richeme cleide / mit buntem vnderscheide PassI/II
134,10;
von zobel bunt, von hermîn vêch / wârn diu wâpenkleit bezogen Reinfr
17141;
eine guldine krone / schon uf irme houbte stunt, / und ir kleidir warin
bunt [mehrfarbig, bunt?] ]
PfzdHech
190,11.
– in der Wappenbeschreibung:
sîn schilt mit siben strichen was / vil wol bedecket
überal, [...]. / von kelen viere wâren rôt, / und wâren
drî vêch unde bunt KvWTurn
643.
– von der Hautfarbe eines Menschen:
dô schouweten disen bunten [La.
puncten
] man / al die wunders kunden jehn, / die
mohtenz dâ mit wârheit spehn: / Feirefîz truoc vremdiu mâl Parz
758,2 (
vgl.
er truoc agelstern mâl ebd.
748,7;
s.a. buntgevar).
– von Tieren:
man beizet mit dem raben und mit der bunten kra Frl
5:37,1;
da sach ich hermelyn bont und grys / und ander dierchen swaers und wys
MinneR 497
861
2
‘rot-weiß gestreift’, vom thüringischen Wappen:
ir wâpencleit lâzûrblâ, / dar uf der bunte lewe dâ / was geströut wol
lusticlich [vgl. Anm. z.St. und Herb
1329f.
]
Kreuzf
902
MWB 1 1097,27; Bearbeiter: Tao
bunt
stM.
1
‘etw. zum Binden’
1.1 eigentl. 1.2 übertr. ‘Fessel, Zwang, Gewalt, Macht’
2
‘Art des Einwickelns’
3
‘Verknüpftes, Verbundenes, Bündel’ , bildl. 4
‘Bürde, Last’
5
‘Bindung, Verbindung, Vereinigung’
5.1 allgemein 5.2
‘Verbindung der Steine in der Mauer’
5.3 (Würfelbrettspiel:) ‘Vereinigung von zwei oder mehreren Steinen auf
einem Feld’ (eine vor gegnerischem Schlag sichere Stellung, vgl.
DWB 2,517 und buf
2 ) 5.4
‘Verpflichtung, Vertrag, Vereinbarung; Bündnis’ (s.a. DRW 2,566f. mit weiteren Belegen) 6
‘Verschlossenes, Geheimnis, Rätsel’
1
‘etw. zum Binden’
1.1
eigentl.:
–
‘Verband einer Wunde’
deheines arzâtes bunt, / swie rehte wol er binde, / mirn frumet niht
HartmKlage
1815.
–
‘Band, Fessel’
der punt [
des schildes, die
Schildfessel] was durch den spitz getzogen Suchenw
3,132
1.2
übertr. ‘Fessel, Zwang, Gewalt, Macht’
unde wil got den menschen villen / unde [...] mit
suͤche en beguzet, / nymant ist der [...] tu en
gesunt / der suche widir gotis bunt Hiob
4660;
er [Gott] ist uß bunde der
naturen fri Mügeln
4,2.
289,8;
Pilatum nam des wunder / daz Jesus [...] dâ stûnt
/ ûf des letzten urteils punt / zû sterben und ze leben / und wolde im doch
nicht geben / antwort gên der vrâge sîn JvFrst
7652.
–
bunt der minne, minnen bunt:
mich bant der minne bunt SM:Had
13: 2,9;
daz ist warer minnen bunt, / wenne kus ist vrunde
zeichen HeslApk
4366;
och schaffet dik der minne punt / das vil zits glich wirt als ain
stund KvHelmsd
3221;
HeidinII
1144.
–
bunt der helle, des tiuvels, der sünden, des tôdes:
diu kerge schuof den êrsten mort, der manigen brâht
hât in der helle bünde SM:JvR
1: 15,13;
so vergeit in got ir suͤnd / und chuͤmpt iͤr
vreunt auz dez teufels pund Teichn
90,30;
in den bunden / der houbethaften sunden / gebunden
HeslApk
4465;
Mügeln
369,5;
wan vur in [Christus] erstûnden / von des
tôdes punden / di tôten di erkucket heten / vor langer zît di prophêten
JvFrst
10345;
Mügeln
168,3.
–
sloz und bunt u.ä.:
sit dv [Gott] bist sloz vnd bvnt / der
tieff, der breit ein selden port, / der svͥnde ein heil, der sele
hort TürlArabel
*A 2,14;
di hie ir trewͮ prechen / an der minne, den werd chunt / der
schanden sloz und auch ir punt: / all rain vrawn sein im gehaz!
Suchenw
24,297.
–
‘Heilkraft’
di salbe sal habin den bunt / daz si mache gesunt PfzdHech
318,37.
– eher umschreibend:
ich weiz wol daz du
[Christus] gotes kint / bist an alles zwifels
bont HvNstGZ
3433;
er bolt [= wolt
] nymmer sunten /
und nur puezzen in staeten punten Teichn
150,16.
–
‘bindende, zwingende Beweiskraft (einer Rede, eines
Arguments)’
wan vol ist myns herzen munt / rede, di hat craft unde bunt
Hiob
12126;
damit bewiset offenbar / ist, das nature nam ir nar / uß gotes tugent
[...]. / die red und ouch der rede bunt / macht
keisern, künigen, fürsten kunt [...], / das die
natur ist gar ein troum, / wo sie nicht fürt der tugent zoum
MügelnKranz
2273;
von der wîsen rede punt / di si von im
[Jesus] hôrten / ûz der schrift bewêrten
worten JvFrst
8686
2
‘Art des Einwickelns’
Nicodemus ouch dar kam, / [...] und bewante in
[den Leichnam Christi] an der stunde / mit dem lînîn
nâch dem punde / als di juden phlâgen JvFrst
11202
3
‘Verknüpftes, Verbundenes, Bündel’, bildl.:
drivalt inein gedrungen unde einlich indriu geflohten / bist
dû: der stric hât allen sin werlichen übervohten; / nie gedanke mohten / gebrechen
in die bünde sîn KvWLd
32,8;
durch tagalt wolte ich gerne / mit einer schiehen hinden / schalclîchez rîten
lerne, / diu schalkes bünde kunde wol verbinden / und ouch der widerloike meister
wære Hadam
491,4;
ich han ungelukches pund / oder dez gelukches hauffen
Teichn
443,4;
der selige Job geziret, / mit tugenden durch floriret
[...]. / [...] Job, der
tugende bunt Hiob
273
4
‘Bürde, Last’
hât iemen sorgen swæren bunt, / den trûric muot bestricket hât, / der strîche
wîplîch güete dar Winsb
15,7;
ich han einen swaͤren punt / der mir aller hertist leit, / daz ich
nicht wizzen chan die zeit, / wann mich der tod greiffet an Teichn
20,4;
zu welchir zit der sunder / irsufzit in herzen ger / leidende groze sunde, /
bichtende ire bunde, / alzuhant er werden sol / ledic siner sunden
mol [= mâl
]
Daniel
5678;
Hiob
5127;
Teichn
383,52
5
‘Bindung, Verbindung, Vereinigung’
5.1
allgemein:
er wart für uns geletzet / dô er am kriuze wart verwunt. /
lop habe der drîer bunt KLD:Kzl
2: 16,19;
eine persône hete Christ / in zweir natûre punde JvFrst
9259;
merket dise bünde [die feste Verbindung von tugent
und maze
]
Frl
5:90,11;
[eine Rippe] die nie entsloz den ersten bunt
[verwendete Gott für die Erschaffung der Frau; gemeint: die
Bindung der Frau an den Mann hat nie aufgehört (FrlWB)]
ebd.
8:20,5
5.2
‘Verbindung der Steine in der Mauer’
des gezimt wol der stein [der siebte Edelstein
krisolitus
]
[...] in
dem tiefen vullemunde [der Himmelsstadt, vgl. Apc
21,19f.] , / wen her heldet wol zu bunde / daz werk daz her
heldet, / daz iz nicht enspeldet HeslApk
21864;
daz ieslich quader sinen bunt / ober ein mochte wol halden ebd.
22032;
wie ho ein man sin zimmer richt, / an [=
âne
] künste bunt doch muß es fallen nider
Mügeln
1,10
5.3
(Würfelbrettspiel:) ‘Vereinigung von zwei oder mehreren Steinen auf
einem Feld’ (eine vor gegnerischem Schlag sichere Stellung, vgl.
DWB 2,517 und buf
2):
swenne ichz ie mê verbieten [den Gegner
überbieten] wil, sô sul ich nemen der bünde war
WernhSpr
65,12
(vgl. Anm. z.St.);
Aristôtiles was kunt / diu mære von dem agetstein
[...]: / des gwan er beide wurf und ouch den punt /
vor aller pfaffheit Wartb(S)
163,3;
daz êrste spil ist buf genant; / daz flôr der prinze, er brach die bunde
sâ zehant; / des gab er leben unde lant KLD:Schulm
1:2,5.
– übertr.:
sist [
si sc. div vil ewige
sicherheit (die dritte der fünfzehn himmlischen
Speisen)] fri vor valscher lage. / si hat wurf vnde bunt,
/ vnstetekeit ist ir vnkvnt Martina
261,45;
du haltest ein verlornes spil, / din bunde sint zertrennet, / du
kriegest unreht, wann din gespil / die warheit baz erkennet
HeinzelJoh
21,2
5.4
‘Verpflichtung, Vertrag, Vereinbarung; Bündnis’ (s.a. DRW
2,566f. mit weiteren Belegen):
daz si di sættz vnd di bvnde alle stæte halten UrkCorp (WMU)
482,43;
swelhes bundes od swelhes gelubes min herr, bischof Gotfrid, mit mir
ennain wirdet ebd.
573,27;
dâvon er im müest tuon / zuo der selben stunt / etlicher gelubde bunt
Ottok
40968;
du solt Tarsiam schone han, / und setz ir auff disen
punt: / ‘er gebe goldes ain pfundt / wer ir den magtum well nemen!’
HvNstAp
15630;
er gab dem fride ainen punt / und kußt sy an iren roten
mund. / aller erst ward der frid gantz ebd.
5823;
wie Cristus und die kirche stan / in kuntschaft nach des
rechtes bund Mügeln
89,8
6
‘Verschlossenes, Geheimnis, Rätsel’
das word ist got in allen seinen pünden, / das ewig word kan niemant hie
durchgründen. / war got, das ist das ewig word, / der sin, der ist verslossen
FrlSuppl
10:203,16;
Clingesor, der âventiure bunt / mache den vrouwen und dem Dürgenherren kunt /
und sage in, waz sie hiez der ritter [Subj.] mîden, / wan
der âventiure grunt daz mîden gar besliuzet Loheng
2274;
daz ist auch der worhait ploz. / si hat nyndert chainen punt, / si stet dem
menschen vor dem munt Teichn
330,65.
–
‘Rätsellied’
beid still und auch gar lisen / sliess ich üch uff hie disen bunt, / hie
wirt üch kunt / gesanges grunt / in siben künst geleit FrlSuppl
8:214,18
(vgl. Anm. z.St.).
– unklar, ob hierher (vgl. DWB 2,517):
land euch den bunt / dez rehten meres [
=
mæres
] kuͤnden HeinzelJoh
18,5;
hie hebt alrerst dez meres bunt ebd.
41,1
MWB 1 1097,59; Bearbeiter: Tao
bunt
stN.
s.a.
bunt
Adj.
ein kostbares Pelzwerk, häufig in der Verbindung grâ und bunt.
„Als grâ oder grâwerc werden die Felle vom Rücken des
grauen Eichhörnchens bezeichnet; die weißen, mit dunklen Rändern gesäumten
Bauchfelle des Tieres heißen bunt oder buntwerc”
(Brüggen, Kleidung, S. 60 mit Belegsammlung Anm. 166):
si trûgen grâ unde bunt SAlex
6069;
Serv
137;
dô gap man sînen degenen ze kleidern grâ unde bunt
NibB
59,4;
Kudr
156,2;
KarlGalie
13530;
MorantGalie
399.
–
grâ, härmîn unde bunt u.ä.:
ouch was dâ gereit / wol drîer hande cleit, / grâ, härmîn,
unde bunt Iw
2193;
Wig
1703.
9077;
Eracl
1952;
ouch kouften si dâ / bunt, hermîn unde grâ Ottok
73106
u.ö.
–
vêhe unde bunt:
ein bette [...], / dâ man grôze rîcheit sach: / mit
samît überdecket, / [...] dar obe lac vêch unde bunt
Schlegel
692.
– zusammen mit hermelîn genannt:
die ermel werdent underzogen / mit hermelîn und mit bunt Ottok
25280;
guetter chlaider tausent par, / die under czogen wern gar / mit hermel und mit
punden Seifrit
2727;
dusent vederen de warent bunt / ind dusent de warent hermelin KarlGalie
8260.
– zusammen mit phellel, samît, ziklât etc. genannt:
phellil unt bunt LAntichr
335;
vil guotiu kleider hêtens an / von bunt und von samîte
Wig
7301;
ciglat, purper, samit, punt, timit, rosat, palkin JTit
1451,2;
HvNstAp
5899
MWB 1 1100,10; Bearbeiter: Tao
buntbrief
stM.
‘Vertrags-, Bündnisurkunde’
ouch hant die von Basel, von Costentz, von Zu̍rich
[...] in dirre gelu̍bde und buntnu̍sse in
selben us behebt ir erren eide und buntnu̍sse nach den gelu̍bden als
ir erren buntbrieve stant ane alle geverde UrkBasel
4:107,21
(a. 1333)
MWB 1 1100,38; Bearbeiter: Tao
buntgevar
Adj.
wie
bunt
Adj. 1, vgl.
buntvar
:
aldâ der heiden [
Feirefîz
] bunt gevar /
saz Parz
764,14
MWB 1 1100,44; Bearbeiter: Tao
büntnisse
stFN.
‘Vertrag, Abmachung’
daz ich mich vnd all mein erben der vorgeschriben puntnuͤsse han
verpunden UrkCorp (WMU)
2169,29,26;
das sú stet habin die buntnuse, die wir dauor getan habin fur vns vnd fur
vnser nachkomen UrkHohenz
1,110
(a. 1301 kopial);
daz auch di vorgenant suͦn, richtigung, tæding und puͤntnuzze,
di zwischen uns gemachet sint stæt [...] beleiben
MGHConst
5:232,37
(a. 1315).
–
‘Bündnis’(?):
ich rât ouch sî [sc. wercman
]
[...] sich des sunderlîch bewarn, / daz sî dhein büntnuss
under in / iht stiften, wan ir ungewin / und ouch der stat sich dâ von mêrt
HvBer
9618.
– weitere Belege s. DRW 2,571
MWB 1 1100,46; Bearbeiter: Tao |