e – ëbenbürtecheit ëbendol – ëbenguot ëbenheilec (?) – ebenisch ëbenjunc – ëbenmenden ëbenmensche – ëbenstrenge ëbensuoʒe – ëbenwette ëbenwîch – êbrëchærinne êbrëchec – eckerich eckerlîn – edelkeit edelkint – effede effelîn – ege|sam eges|bærec – êhaftec, ehtec êhafteclîche – ehten ehter – eichermel eichgrabe – eidigen eierære – eigenerge eigengeborn – eigenschaft eigenschaftlich – einbærkeit einbærunge – einent einenthalp, einenthalben – einhalp, einhalben einhël – einlift einlifthalp – einöuge einöugec – einstirn einstrîtec – einvach einvalt – einworhte einwort, einwürte – eischtac eischunge – eiterbluome eiterbrâme – eitertrache eitervar – êkonvrouwe ekub – elfenbein elfenbeinîn – ellendeclich ellenden – elmëʒ
elne, elle – emb- ember – emʒlîche en – enbicobe enbieten – enbore enbœrec – ende endeblat – endeschaft endeslac – enein hëllen enein komen – engegenen engegengân – engelkeiserinne engelkôr – engelvürste engelwësen – englîmen englimmen – enhundert enîdrus – enklieben enklœʒen – enmitten enmittenzwei – enphrüenden enphüelen – ensîten enslîbe (?) – ent- ent|ænegen – enthalben enthalt – enthitzen enthiuten – entlegen entlêhenen – entliutern entlocken – en|toben (?) ent|ordenen – ent|rigeln ent|rîhen – entsagen entsagunge – entschîben entschicken – entsebelich entseben – entslîchen entsliefen – entspitzen entsprëchen – entsüenen entsunkenheit – entvëlhen entvëlhigen – entvliehen entvlieʒen – entwachen entwâfenen – en|twelmen en|tweln – entwësenen entwëten – envalten envar – ênzeclich enzeichenen – enzückunge enzündærinne – ephichwurz ephimera – erargen erarmen – erbarmen erbarmhërze – erbeclîche erbedienest – erbe|insigel 1erbeiten – erbelôsunge erbeman – erbeschilt erbeschrîn – erbeveste erbevîent – erbieten erbietunge – erblœʒen erblüejen – erbrogen erbrüeten – ërden-, ërtmëʒʒer ërden-, ërtvruht – erdiuten erdoln – êregîtec êregîtikeit – êrenhüetære êrenhüge – êrenvest êrenvrëch – ergëben ergëbenheit – ergetzen ergëtzen – erglitzen erglîʒen – ergrisgramen ergriulen – erharn erharten – erhogen erhœhen – eringrieʒ
erinnern – erkennelich erkennen – erklepfen erklîben – erkræjen erkrallen – erkuolen erkuolunge – erlegen erlêhenen – êrlich erlîden – ér|lôn erlônen – erlusten erlustigen – ermelzipf ermen – ernacken ernaʒʒen – ërnesthaftic ërnesthafticheit – erqueln erqueschen – errîhen erringen – erscheinunge erschellen – erschrîben erschricken – ersîhen ersiht – ersnellen ersnîden – erstandunge erstarken – erstieben erstîgen – ersuochære ersuochærinne – ërtbærec ërtber – ërtgerüste ërtgruft – ertougen ertouwen – ertücken ertumben – ervære ervâren – erviselunge erviuhten – ervreisen ervriesen – erwahsen erwæjen – erwëgen erwëgen – erwermen erwern – erwîtern erwîʒen – erzeigen erzeigunge – erziugen erziugunge – eschenbürnen ê|schillinc – esellîp eselmære – esser estel, estelîn – ëtevil ëtewâ – etzweide etzwise – êwelich ê|wëlten – ê|wise ê|worhte – ëʒʒesac ëʒʒic – eʒʒisch|türlîn
|
erkinden
swV.
‘töricht werden’
daz dich diu minne iht mache blint. / vil wîsiu herzẹ enzündet
[La. Hs. C erkindet
] sint / von ir gewalt Winsbeckin
21,5;
daz man spricht, er sey derchindet, / daz ers [
hub und wisen
] gar zu tewer chauff, / und nympt pey der torhait auf
Teichn
352,26
MWB 1 1953,10; Bearbeiter: Tao
erkînen
stV.
‘keimen’
so têilent si aller chorne glich inzwei, daz iz von der fûhte
nerchîne JPhys
17,13;
daz ez vor fiuhte niht erchime MillPhys
119,3
MWB 1 1953,16; Bearbeiter: Tao
erkirnen
swV.
auch erkirn
Ottok .
1
‘etw. vervollkommnen’
2
‘etw. enthüllen, offenbaren’
3
‘etw. vollständig darstellen, vollenden’
4
‘etw. erkennen’
5
‘etw. ergründen’
1
‘etw. vervollkommnen’
daz werch [das Rationale, der bischöfliche
Schulterschmuck] was so erchirnet, / daz man ez wol muose loben
Serv
556;
sie [Rhetorica] besnidet alle wort /
und erkirnt sie uf ein ort HvNstGZ
844;
der fantasien spur problem / wart sus und so gezwirnet, / zu gelicher art
erkirnet [die rätselhafte (problem) Wirkung
(spur) der Einbildungskraft (hier wohl: Liebe) wurde so und so
verdoppelt und zu gleicher Vollkommenheit gebracht (Anm. z.St.)]
SchülerB
88
(möglich auch zu 2)
2
‘etw. enthüllen, offenbaren’
der süeße luft / mit sîner tuft / hât erkirnet sîn geschicht,
/ daz man vil bernder blüete sicht SM:Tu
6: 2,10
3
‘etw. vollständig darstellen, vollenden’
ir [Medeas] kunst vremd unde wilde / mit rede ich
niht erkirne KvWTroj
7447;
daz mer man e versiudet / und allez sin geslehte, / e man din lop ze rehte /
biz an den grunt erkirne KvWGS
47;
milter Krist vil guoter, / wer nu diner muoter / lop wol künde erkirnen unde
berihten! MarGr 10
23,5;
Martina
3,9;
die rede ich gern erkirne / die ich zu dinem lob rede
WhvÖst
2120
4
‘etw. erkennen’
an des kunigs gemüete / moht man dheine güete / prüeven noch
erkirn. / daz herze und sîn hirn / in tobsuht begunde wallen Ottok
91373;
man sach dâ meniger [mehr] fiwer /
ûf dem gevilde brinnen, / als ich in mînen sinnen / nach wâne mac erkirn, / denn
allez daz gestirn, / daz man an dem himel sach ebd.
28202;
sin liecht, daz ist sin gestirne, / (di sunne da by irkyrne!)
/ di luchten uber alle lant. / also hat sy got gewant Hiob
13812
5
‘etw. ergründen’
swer sie [
die rede
] von grunde erkirnen solde, / swie gern ich sie bediuten wolde, / so
sag ich iu daz ichs niht enkan LvRegFr
4937;
nv erkirne / minen sin vnd miniv wort Martina
150,76.
185,40.
210,60;
ernehten und erkirn / begund er, sô er beste moht / des
landes site unde phâht Ottok
18818;
sag an, westu von meisterschaft! / wer hat gelegt den
winkelsteyn, / der beyde wende helt ineyn? / wo werstu, Job, irkirne, / da mich der
metten gestirne / gemeynlich lobten offenbar [vgl. Iob
38,6-7]
Hiob
14119
MWB 1 1953,20; Bearbeiter: Tao
erklaffen
swV.
1 intr. ‘anfangen zu klappern, krachen’
2 refl. 2.1
‘sich unterhalten’
2.2
‘sich äußern’
1
intr. ‘anfangen zu klappern, krachen’
der mich des nachtes rútelt als ein irre thúr, / das mir die zene erklafften
in dem munde Neidh (S)
2,76 c30:8,5;
uf den estrich si in swanc, / daz er muoste struchen ane danc / und im der lip
erklaffet BMisstr
383
2
refl.
2.1
‘sich unterhalten’
diu süeze und der jungelinc / hâten sich erklaffet, / die wîl iht anders
schaffet / diu juncfrowe diu mit in dar / komen was Reinfr
3755;
ez [das Schiff] ist so wol dar zu gemacht / daz
reine wip an uͤberbracht / mit guter geselschafft alhie / sich erclefften
MinneR 410
70
2.2
‘sich äußern’
wer si sig von geslehte, / waz und wie si sige
geschaffen, / ich muͦs mich erklaffen / ain tail nach minem sinne
SHort
5828
MWB 1 1953,63; Bearbeiter: Tao
erklagen
swV.
1 tr. (intr. nur WhvÖst
4615 ) 1.1
‘(über etw.) klagen, etw. beklagen’
1.2 rechtsspr. 1.2.1
‘etw. durch gerichtliche Klage erlangen’
1.2.2
‘jmdn. gerichtl. belangen; etw. einklagen’
2 refl. 2.1
‘sich über etw. beklagen’
2.2
‘klagen, jammern’
2.3
‘etw. (Sünde) klagend bekennen, sich anklagen’ , mit Gen.-Obj. 2.4
‘sich gerichtlich über jmdn. beschweren; etw. einklagen’
1
tr. (intr. nur WhvÖst
4615)
1.1
‘(über etw.) klagen, etw. beklagen’
ich hatte e / sache daz ich stille min we / in mir
irclaite, aber nu / han ich gewisse al dor zu / sache zu sagene / und mit gedult
zu clagene / dorumme daz mich bescrien / myne vrunt und mich des czyen / daz ich
sy von minen schulden / also kumen zu unhulden Hiob
9245.
– (intr.:) ‘zu Ende klagen’ (vgl. 2.2):
daz ir liezzet mich erclagen / und danc dem fuͤrsten Loga
sagen / maniges dienstes WhvÖst
4615.
– von der Totenklage, mit resultativer Nuance:
er wart berichtet mit allen cristenlichen dingen, und kurzliche hina
schiet di sele van sime libe. clagen und jamerz waz da vil und genuge. do der
lichame gar waz erklaget [später von einem Korrektor in
ver- geändert] , ein lange wile nach deme dode
di sele quam wider ze libe HlReg
32,16.
–
‘etw. klagend vorbringen’
der gab den brûdrin disin rât, / daz sî [...]
imputtin hin in dûtsche lant, / [...] und irclaitin
dâ dî nôt, / dî sich Prûzinlande bôt NvJer
7545.
–
‘etw. (Sünde) klagend bekennen’
daz her sine sunde da [in der
Kirche] irclagete Ägidius
1106
1.2
rechtsspr.
1.2.1
‘etw. durch gerichtliche Klage erlangen’
svaz denne div vorgenanten schydlyute in irteylent, des sint si den
Turriglen sculdich als eynes guͦtes, daz erclaget ist UrkCorp (WMU)
1082,29.
N408,25.
– oft mit vor gerihte, mit rehte/ urteil (u.ä.)
und/ oder ûf jmdn.:
syn gut, daz her erclait hette vor gerichte StRFreiberg
274,6;
vmb sehs tusent mark silbers, die der erzhebischof Heinrich von
Mêntze [...] hatte erclaget mit rechte vor
kv́ninch Rvdolfe selige UrkCorp (WMU)
1729,19.
N408,24;
vmb die saghe vnd die vorderunge, die der vorgenante erzhebischof
Gerhart vor vns erclaget hat mit rechte vf die burgere vnd vf die juden
von Mêntze ebd.
1729,40.
–
~ und erwinden / erwinnen / erlangen:
UrkCorp (WMU)
1729,31.
1729,30;
UrkWetzl
1,478
(a. 1330);
UrkWittelsb
2,369
(a. 1340)
1.2.2
‘jmdn. gerichtl. belangen; etw. einklagen’
[...] den
[Delinquenten] sal man vor denselben gerihte, da
daz inne geschet, irclage unn ervordere also lange, biz daz her geehtiget
wirt UrkArnst
89
(a. 1347);
ez ist auch beredt, waz vesten oder gute deheim vnter vns vorgenanten
herren angeuallen ist, oder angeuellet [...], hette
darvf ieman iht erclaget, dem sollen die andern herren vnter vns der clag
vnd des krieges niht zulegen UrkHohenz
3,199
(a. 1349)
2
refl.
2.1
‘sich über etw. beklagen’
do by von erst er sich irclayt / daz man ym unrecht tu
dar an, / unde wil [...] bewisen synen vrunden /
[...] daz er werde vunden slecht / und allerdinge
gar gerecht Hiob
9210
2.2
‘klagen, jammern’
swer zu liebe gewan ie sin, / der hoͤrt von liebe gern
sagen / und liep gein liebe sich erclagen WhvÖst
7422.
–
‘zu Ende klagen’
do sprach zuͦ der claren / der vraidiger
[die Mörder] vrævellich / daz si mit kurtzen
worten sich / erclagte swie si wolte, / und den tot do dolte
WhvÖst
4623;
als ich mich also klagette / und sij [Gottes
Gnade] bat und mich erclagete Pilgerf
11602
2.3
‘etw. (Sünde) klagend bekennen, sich anklagen’, mit Gen.-Obj.:
daz div selbe porte, div ze himele get, niemin enphahit
wan den, der sich siner sundin hie erclagit hat, der si gebuͦzzit hat
Spec
71,1;
daz ich mîn bîht sicherlîch / tuo und mich mîner sünt
erklag, / lieber herr, an disem tag EnikWchr
A II,1023;
durch daz er sîner sünden sich / gein gote erclagete
inneclich HvFreibTr
3168;
PrMill
521.
– mit Ersparung des Gen.-Obj.:
da von endarf da [im himmlischen
Jerusalem] nicht sin / tempels, daz wir uns irclagen, / als
ob wir dan sunde tragen / und von unsen got da siner genaden biten
HeslApk
22281
2.4
‘sich gerichtlich über jmdn. beschweren; etw. einklagen’
wir [...] tuen kunt
[...], daz [...] her
Haynreich von Reichenbach [...] czu uns quam
[...] unnd tet unz kunt unnd erclaget sich von dem
von Swarczburg [...] und seim brudir
[...], daz dy weren komen czu dez stiftes
[...] aldem eygen czu Arnstet unnd heten daz
gekouft, [...] wider seynen willen UrkArnst
74
(a. 1335);
so mag er sich des an dem reich erclagen UrkMühlh
500
(a. 1348)
MWB 1 1954,14; Bearbeiter: Tao
erklammen
Part.Prät.
→
erklimmen
stV.
MWB 1 1955,33;
erklæren
swV.
1 tr. 1.1
‘etw. reinigen’
1.2
‘etw. hell, glänzend machen’
1.3
‘etw./jmdn. verherrlichen, verklären’ , von Gott gesagt 1.4
‘etw./jmdn. offenbaren’ , von Gott gesagt 1.5
‘etw. verständlich machen’
2 refl.: ‘sich selbst erklären, aus sich heraus verständlich sein’
1
tr.
1.1
‘etw. reinigen’
die kreftich edil steine, / die stoendne in dem boirne
reine, / ercleirde [l. erkleirden
] so die suesse locht / [...] dat rümen
moiste das venyn [Gift] , / und wan der born seir
claren schyn MinneR 497
1019
1.2
‘etw. hell, glänzend machen’
die gingen, e dan wurde erclert / der dag, zu sime grabe dar [
quae ante lucem fuerunt ad monumentum Lc 24,22]
EvStPaul
10640;
(Part.-Adj.:)
in liehter wede schone erclert [
in veste fulgenti Lc 24,4] / in bi gestunden zwene
man ebd.
10560.
–
‘etw. (Gedanken) erhellen, erleuchten’
erlúhte min verstentnússe mit dem liechte dins waren
geloͮben, enbrenne minen willen mit diner suͤzen minne, erklere min húgnisse
mit diner vroͤlichen gegenwúrtikeit Seuse
303,22
1.3
‘etw./jmdn. verherrlichen, verklären’, von Gott gesagt:
‘[...] den namen, vater, din ercler [
clarifica tuum nomen
] !’ / ein stymme quam von hymel zu: / ‘ich han geclert und aber nu
/ wie daz [ebenso (vgl. Anm. z.St.)] ich sol ercleren
dich.’ EvStPaul
13263-66
(Io 12,28);
daz er yn des bewysen wolte, / mit welchem dode daz er solte / ercleren
got ebd.
14720
(Io 21,19).
13704.
13953;
(Part.-Adj.:)
Jhesus erclert / hat sich der welt menschlichen offenbert FrlSuppl
8:210,9
1.4
‘etw./jmdn. offenbaren’, von Gott gesagt:
diz ist der zeichen anefang, / die Jhesus hat gewirket da / zu Galileen in
Chana, / daz er sin ere erclerte [
manifestavit gloriam suam Io 2,11] / und alsus
uffenberte EvStPaul
11141;
ey herre, was ist dan geschehen, / daz wir dich selber sollen sehen / also
vor uns wol geuffenbert / und wirdest niht der werlde erclert? ebd.
13629
(Io 14,22)
1.5
‘etw. verständlich machen’
dhes sone war herzoge Bernart, / als u hirnach wirt irclart
BraunschwRchr
2566
2
refl.: ‘sich selbst erklären, aus sich heraus verständlich sein’
disiu rede erklêret sich selber, dar an mügent ir alle disen sin verstân
Eckh (Pf)
591,21
MWB 1 1955,34; Bearbeiter: Tao
erklecken
swV.
Ansatz unsicher.
‘krachend bersten’
als ob daz ertrîch über al / erbibente unde erkrachte [Konjektur;
La. erklahte
] , / sus huop sich unde machte / von vanen ein geriusche grôz / und
ein sô krefteclicher dôz, / daz den von Troie grûsen / wol mohte von ir sûsen
KvWTroj
25183
MWB 1 1956,9; Bearbeiter: Tao
erklengen
swV.
auch erklenken.
1 tr. ‘etw. erklingen, ertönen lassen, machen’
2 intr. ‘erklingen, ertönen’
1
tr. ‘etw. erklingen, ertönen lassen, machen’
waz man tambûren ruorte / und busîn erklancte!
Wh
29,23;
UvEtzWh
1551.
ebd.
7774;
ErnstD
4719.
5073;
ir wart dâ manic seiten spil / ze prîse erclenket lûte KvWTroj
15143;
mit guldîn schellen kleine / vor iewederm beine / wârn die
stegreife erklenget / unt ze rehter mâze erlenget Parz
122,5;
diu vogellîn, / diu gedœne lûte erklenkent
KvWLd
20,6;
KvWEngelh
5339;
die krie lut erklengen der Grahardois begunde JTit
4759,1;
mit hurteclîcher rabbîn / wart dâ manc ors ersprenget / und
swerte vil erklenget Parz
60,26.
380,14;
Wh
380,24;
Rennew
21373;
Helbl
13,62;
PleierMel
8579;
alrerst wart erklenget der helme don vil wite JTit
4771,1.
–
der Wâleys [...] gap ûz sîner kamer in / allen
tuoch, daz brâht an êren im gewin, / swâ manz von im mit mæren kunde
erklengen [d.h. wo man es immer erzählt]
Loheng
5970
2
intr. ‘erklingen, ertönen’
als er daz ors ersprancte, / sîn krôn vil schôn erklancte
EnikFb
1234;
do liez der walt ir clagestimm erklengen / zu kunde wol die virre: ein cleiner
don kan sich in walde lengen JTit
5138,3.
–
mit etw.:
die minnende sele getorst einest nút
gemuͦten [begehren] , daz
er [Gott] sich ir erzoͤigte oder daz er zuͦ ir
keme, si batt in alleine, daz er mit einem don siner worten in ir hertz
erklankti Seuse
425,3
MWB 1 1956,15; Bearbeiter: Tao
erklepfen
swV.
‘etw./jmdn. in Schrecken versetzen’, nur Martina und stets im
Reim mit entschepfen:
Alexander der so schier / die maget hiez enschepphin / vnd wande da mit
erclepphin / ir muot nach wibis brœdekeit Martina
58,52;
da het in [den Teufel] svnde / also gar
entschepphet, / daz er die selen erclepphet, / daz si stete zittirnt ebd.
148,74.
200,32.
217,55.
276,6
MWB 1 1956,43; Bearbeiter: Tao
erklîben
stV.
‘stecken bleiben, umkommen’
geschenket wart in schôn nâch iren êren. / niht langer sie
aldâ [in Mainz] beliben. / man sagt, daz vor durst die
schifliut niht erkliben [vgl. DWB 3,877: „sie hatten genug zu trinken
(...) ”] , / dô sie ab zugen, die minren und die mêren
Loheng
6735
MWB 1 1956,51; Bearbeiter: Tao
erklieben
stV.
‘sich spalten, in Stücke brechen, zersplittern’
1 intr. 2 refl.
1
intr.:
iz muͤzen schilde clieben [La. erclieben
]
JTit
2897,3
2
refl.:
ein ander si dâ trâfen / sô vaste mit den scheften, / daz von ir stiches
kreften / die lanzen beide sich ercluben / und in diu wolken ûfe stuben / die
schivern und die sprîzen KvWTroj
3933.
32145
(vgl. Bartsch, Troj. z.St.);
daz [...] er [der Schild]
in stücke sich erkloup ebd.
34938.
–
sin hertz wolt sich erclieben / vor jamer und zer rizzen
WhvÖst
6780
MWB 1 1956,58; Bearbeiter: Tao
erklimmen
stV.
s.a.
erkrimmen
.
‘ein Tier (mit den Krallen) packen’, von Greifvögeln:
in disen hôhen êren troumte Kriemhilde, / wie si züge einen
valken [...], / den ir zwêne arn erkrummen [
erchlummen Hs. A]
NibB
13,3;
daz die fuße [des Adlers]
erclummen / min und han verkrummen, / daz niemant clemt die clowen uffe
Minneb
5081.
– Part.Prät. auch erklammen statt erklummen:
hiet der sparber nicht den
chramen [Krampf] , / er hiet vogel vil derchlamen
Teichn
316,24
MWB 1 1957,4; Bearbeiter: Tao
erklingeln
swV.
wohl intr.: ‘Töne von sich geben’
die zwerg triben grosser froͤde vil / taͤglich mit ritterlichem spil, / mit
turnieren, stechen, / die sper mengclich zerbrechen, / darzuͦ tanntzen unnd
springen, / mange kel mit gesang erklinglen FrSchw
2602
MWB 1 1957,14; Bearbeiter: Tao
erklingen
stV.
1 tr. 1.1
‘erklingen, ertönen; erdröhnen, klirren’
1.1.1 von Musikinstrumenten, Schellen, Glocken 1.1.2 von Waffen und Rüstungen 1.1.3 von Stimme, Ton, Gesang, Lied usw. 1.1.4 mit sonstigen Subjekten 1.2
‘widerhallen, von Klang, Schall, Geräuschen erfüllt sein’ , von Berg, Burg, Wald 2 tr. s.a.
erklengen
‘etw. erklingen lassen, machen’
1
tr.
1.1
‘erklingen, ertönen; erdröhnen, klirren’
1.1.1
von Musikinstrumenten, Schellen, Glocken:
waz busîne vor im erklanc! Wh
382,13;
sin harpffen er do gevie, / die vor den junglingen /
begunde so süsse erclingen GTroj
16672;
dô im der seiten dœnen sô süezlîch erklanc, / die
stolzen ellenden sagtens Volkêren danc NibB
1834,3;
RvEGer
5983;
ein guldîn schelle dran [am
Sperber] erklanc Parz
163,10.
286,28;
SAlex
5966;
ein grôz glock diu lût erklanc
EnikWchr
26390
1.1.2
von Waffen und Rüstungen:
daz swert im erchlanc / uil suze in der hant
Rol
5106;
daz svert her also vaste sluͦch, / daz iz von deme
slage irclanc GrRud
Kb 24;
NibB
1976,3;
Parz
739,22;
Herb
1364;
UvZLanz (K)
2065;
mit slegen er die arme erswanc, / sîn swert durch
herte helme erklanc Parz
207,16.
197,27;
Wh
73,2.
346,30;
waz iteniuwer swerte ûf sînem helm erklanc!
NibB
1940,2;
Ottok
21351;
Nibelunges swert daz guote vil lûte ûf Dietrîche
erklanc NibB
2348,4;
Wh
424,30;
mit vil vngefugen slein / der herte stal da erklanc
Herb
13185;
GTroj
6530;
ja erklanc ir allez ir gewant NibB
462,4;
und frumt im einen swanc / anz houbet, daz der helm
erklanc Parz
294,12;
UvLFrd
277,27
1.1.3
von Stimme, Ton, Gesang, Lied usw.:
Muse da so svngen, / daz ir stimme erklungen / vber
manige mile Herb
17877;
RvEWchr
10989;
der [der Sänger] dôn sô hell
erklinget Wh
31,15;
man sol hœren süezzez singen / in dien ouwen uberal, /
lobelichen sang erklingen, / sunder von der nahtegal SM:JvW
1: 1,3;
den [
sanc
] hœrt man in diu ôren suoze erklingen KLD:GvN
48: 1,6;
daz süezeste gesanc, / daz mannes ôren ie erklanc
RvEBarl
12418;
sibenstunt an dem tage sol / dir lop von mir erklingen
LobGesMar
54,10;
sus was ir lop erklungen verre uber elliu riche JTit
1639,1;
sîn liet erklang im schône, ie hôher und ie baz Kudr
380,1;
man hœrt dike an tenzen hôhe singen / und dur boume
erklingen / süezzeklîch der vogel schal SM:Had
29: 2,8;
wol dem wunneclîchen maere [der
Freudenbotschaft] , / daz sô suoze durch mîn ôre erklanc
MF:Mor
4: 3,2;
wir bitten umb unser schulde dich, / daz dû uns sîst genædeklich, / sô
daz dîn [Marias] bete erklinge / vor der barmunge
urspringe [Christus]
Walth
7,35
1.1.4
mit sonstigen Subjekten:
si warf in ûz dem bette dâ bî ûf eine banc, / daz im
sîn houbet lûte an einem schamel erklanc NibB
668,4;
manc hurte dâ vil lûte erklanc Parz
378,8;
von sîden und von golde / was sîn geistlîchiu wât gezieret, / mit
gimmen wol geparrieret. / diu wât erglaste unde erklanc LvRegFr
4921;
ir pfert hête einen senften ganc, / von golde
erglenzete und erclanc / gar allez ir gereite HvFreibTr
4472;
vil dicke wurden trahene von ougen da geswungen, / den wangen nach
zetwahene, uf der liehten wæte wol erklungen JTit
5055,2;
es doͤnet baz in minen oren ein inrlichs betrahten,
denn ein lob allein von worten, und ein herzklichs súfzen erklinget baz,
denn ein hohes ruͤfen Seuse
306,17
1.2
‘widerhallen, von Klang, Schall, Geräuschen erfüllt sein’, von Berg, Burg,
Wald:
unter diu wart ain michel scal, / daz di berge uber al /
erchlungen unt erbibeten / sam si alle lebeten Rol
6681.
318;
zwenzic tusent engelschar [...] sungen, / daz die
berge alle irclungen Brandan
800;
daz al diu burc dâ von erklanc Parz
567,18;
gar hôhe er ûf spranc / daz al daz hûs erklanc Mai
234,28;
ich hœr von der vogele singen / den walt erklingen Neidh (HW)
13,27.
– mit ez als Subj.:
nahtegal / suozze singet, / daz ez in dem walde
erklinget SM:KvL
11: 1,9
(vgl.
Tannh
15,13
in dem tal ûf dræjet sich / sô rîlich gedœne / von den
vogelîn, / daz ez ob den bergen gedœne / von den vogelîn, / daz ez ob den
bergen erklinget SM:UvB
1: 1,4
2
tr. s.a.
erklengen
‘etw. erklingen lassen, machen’
er hub vff vnd wolt singen / vnd sinen don erclingen FuchsRabe
104;
mit trumbin und mit seiten spil / zúhtecliche singinde, /
gotis lop irclinginde RvEWchr
27928;
‘sis willekvmen, Maria!’ / wart dicke da irclvngen MarHimmelf
1596;
wie hant ir einen so hohen muͦt, wie erklinget úwer stimme so
vroͤlich diz gesang: [...]
Seuse
246,22;
die vogel erklungent ire kel Suchenw
46,44.
– hierher oder zu
1.1.3
:
in der luft horte man / die engele schone singen / und iren galm erklingen
Pass III
48,42
MWB 1 1957,20; Bearbeiter: Tao
erklopfen
swV.
s.a.
erklupfen
.
‘beginnen zu klopfen, erzittern’
als er in die kemenâten trat, / grôzes leides wart er sat. / die juncvrouwen
er weinunde vant. / daz herze erklophte im zehant. / Alexium er niender sach
AlexiusA
338;
daz dv [Gott] diner minne regen / mir sendest einen
troppfen. / la mich niht ercloppfen / gein dem helle welfe Martina
111,18.
– hierher auch:
driv dinc vertribet [l. vertriben
] / dem [l. den
] man vnd niht belibet [l. beliben
] / in dem huse lazin. / [...] daz ander ist
ein trunpfe, / dar abe ich selbe erclunpfe [l. tropfe:
erclopfe
] . / swenne div tächir triefent [...]
Martina
131,108
MWB 1 1958,42; Bearbeiter: Tao
erklûben
swV.
‘etw. aufsammeln’, übertr.:
alle dis rede von den czehen geboten, als si gescriben sint, hat bruder
Johannes von der Ygla gelesen und erclaubt aus der hailigen schrift und hi czu
einander bracht JelinekWB
235
(Ioh. v. Igl. = Johannes von Iglau)
MWB 1 1958,55; Bearbeiter: Tao
erklüegen
swV.
1 refl. ‘sich etw. ausdenken, etw. ersinnen’
2
‘jmdn. kluoc machen’
1
refl. ‘sich etw. ausdenken, etw. ersinnen’
hie mit in niht genvogte, / noh baz er sich erklvogte, / als noh tuont die
bosen Martina
54,112
2
‘jmdn. kluoc machen’
also hiet auch got den man / wol in aim wort derchlueget /
daz im hiet chain tur gefuͤget, / daz er tawsent mawrn dikch / hiet durch varen in
aim plikch / ungetailet sel und glider Teichn
564,507.
–
ich ward gevragt, wie sich daz vuegt / daz dw herren sind
derchluegt, / daz sew chiͤrger [geiziger] sind dann
e, / und nu ist golt und silber me / den noch ie pey chainer stund
Teichn
135,2
MWB 1 1958,61; Bearbeiter: Tao
erklumen
V.
‘zu klappern (knirschen?) beginnen’
so du dich rensest vnde den krammen hast, vnde di uinger
geswellent vnde der hals vnde der munt, vnde dir di speichel vz dem munde rinnet
vnde di lefse ameizen, vnde di zene erclumen, so wizze, daz tu eiter in dir hast
SalArz
73,27
MWB 1 1959,9; Bearbeiter: Tao
erklumpen
swV.
1
‘zusammenschrumpfen’
2
‘verstummen’
1
‘zusammenschrumpfen’
sin kraft vor dinen mechten / zittert, daz sie gar erklumt. /
sin sproch in sinem mund erstumt, / daz er wirt aller witze ein gast
Minneb
2099
2
‘verstummen’
die sproch mir in dem munde erklumpt, / so ich mit ir reden
sol Minneb
4852
MWB 1 1959,15; Bearbeiter: Tao
erklupfen
swV.
s.a.
erklepfen
.
1 intr. 1.1
‘erschrecken (vor etw.)’
1.2
‘in Staunen geraten’
2 tr. ‘jmdn. in Schrecken versetzen’
1
intr.
1.1
‘erschrecken (vor etw.)’
do daz horta sant Pêter, do erclûft er PrWack
18,22;
ich sah enmitten dur den plan / [...] / einen
roten see von blvͦte gan, / dez vͥnden waren so grvͥlich, / daz ich erklupfte
sicherlich JvKonstanz
174.
1650.
– mit Gen.d.S.:
des erclupften die geste, / wan er zwei scharpfiu
mezzer truoc UvZLanz
1118.
– mit Präp.-Gruppe (von, durch):
ich von der red erklufte SHort
4120;
der minne strâle, / von der ich zie [= ze ie
] dem mâle / erklupfe und erschricke, / swenn sî mit sendem
blicke / mich girdeclîchen schiuzet Reinfr
3441.
24062
1.2
‘in Staunen geraten’
durch sînen wünneclichen schîn / vil maneger dâ begunde / erklupfen an der
stunde, / der in ze wunder ane sach KvWPart
17266
2
tr. ‘jmdn. in Schrecken versetzen’
daz herze ist ze herte daz nit gelindret wirt von únsers herren guͤti noch nit
erklupphet von der ewigen wisse PrGeorg
56,23
MWB 1 1959,21; Bearbeiter: Tao
erknëllen
stV.
‘erschallen’
dô was daz getemere grôz, / dicker dan ûf anebôz / der smide
slege erknellen, / hôrte man dô hellen / die slege ûf helme herte
RvEAlex
12361;
werdest underdrungen gar, / sô lâ swertes knopf ûf brust
erknellen; / slah die stahelbîzzen dar, / daz die kolmerhüete ûf köpfe erhellen
SM:Go
1: 3,8.
1a: 3,8
MWB 1 1959,40; Bearbeiter: Tao
erknûren
swV.
‘hart, zu Stein (knûr) werden’, als göttliche Strafe (vgl. DWB
5,1366 s.v. knauern):
manegem ritter wonent mit / vil kint unde nœtikeit, / der sîn tohter niht
verseit / dem selben gebûren [dem bäurischen
Emporkömmling] . / sô er müez erknûren! / des wünsch ich
Helbl
8,228
MWB 1 1959,47; Bearbeiter: Tao
erkoberen
swV.
vgl. lat. recuperare, afrz. recovrer (Palander, S.
110).
1 tr. 1.1
‘etw. (zurück)gewinnen, (gerichtlich) erlangen, zugesprochen erhalten’
1.2
‘sich für einen erlittenen Schaden Entschädigung verschaffen’
1.3
‘etw. wiedergutmachen, sich von etw. erholen’
1.4
‘eine Schar zusammenhalten’
2 refl. 2.1
‘sich (von etw.) erholen, etw. überwinden’
2.2
‘sich bessern’
3 intr. 3.1
‘sich erholen (von etw.)’
3.2
‘sich sammeln zu etw.’
1
tr.
1.1
‘etw. (zurück)gewinnen, (gerichtlich) erlangen, zugesprochen erhalten’
daz daz [das Haus] der erber man, her Sifrit
Kvssephenning, [...] erkoberte mit rechtem vrteile vor
gerichte UrkCorp (WMU)
611,17;
wanne Conrad erkoberd vnd behalten habe vor deme riche
[...] alle sine gewer vnd sin reth ebd.
N408,27;
gewinnen und erkobern
UrkWürzb
40,342
(a. 1340);
die burg was syn trost, das er alles syn lant da mit solt
erkobern Lanc
12,17.
18,2;
die ere die ir verlorn hant und die byderbekeit die ir
versumet hant, die mogent ir nymer me wiedder erkobern ebd.
537,3.
– mit ûf ( ‘auf etw., gegen jmdn.’):
alle die erkoverunge [...], die er vf den hof
erkouert hete UrkCorp (WMU)
785,35.
3222,6.
3391,1;
alle ander vorderunge vnd ansprach, die wir
vf [gegen] în vnd vf sinu guͦt erkobert hetten vor
gerihte ebd.
3222,10.
–
ane, von jmdm.:
daz wir dise [...] vnser manne der manschaft
ledig sagen sollen, wanne ein ercebyschof [...] daz
[die Lehensübertragung] erkoberet an den herren,
da die lehen her rurent UrkCorp (WMU)
1919AB,24;
swanne wir [...] die eygenschaft Rotingen burg
vnd stat [...] von dem stifte ze Fulde gehaben vnd
erkobern mugen UrkWürzb
41,161
(a. 1345)
1.2
‘sich für einen erlittenen Schaden Entschädigung verschaffen’
mag er sich niht gerechen an deme, der die getat het bigangen, mag er vnd
wirt ime statte, er erkobert sinen schaden an [von]
gines magen den nehisten innewendig vnd v̂zsewendig dirre stat UrkCorp
(WMU)
N238A,12
1.3
‘etw. wiedergutmachen, sich von etw. erholen’
han ich myner frunde keinen verlorn, da mit han ich
schaden genomen den ich nymer erkobern mag; han ich aber gut verlorn,
[...] ich mag es me wiedder gewinnen
Lanc
490,4.
485,18
1.4
‘eine Schar zusammenhalten’
die degen unervorht / Pârîs und der bruoder sîn, / Dêîfebus
[...] erkoverten daz her, / daz si strackes fluhen
niht KvWTroj
45072;
wist, wo junge welffe / nach einem hirtzen schone / her
jagen in sußem done, / daz den gar dick bruchig wirt, / ob ir meister daz
verbirt, / daz er sie niht erkobert Minneb
1641
2
refl.
2.1
‘sich (von etw.) erholen, etw. überwinden’
dâ bekoberten [La. erkoberten
] sî sich Iw
3733;
[von den guten Speisen] er schiere wider kam / und
erkovert sich an sîner kraft UvZLanz (K)
1857;
doch erkobert ez [das Pferd]
sich schier WhvÖst
11811;
do erkoberten sich die sine Herb
10029;
KvWTroj
43586;
hey hadde verloren also / van guden luden [...],
/ dat hey sich erkoueren neit enmochte Karlmeinet
534,66.
– mit Gen.:
die herren ouch dâ gebeten / varendem volk
[...]. / der êt durch êre guot nam, / der wart
mit rîcheit geladen / und erkovert sich alles schaden, / des im armuot ie
getet UvZLanz (K)
9196;
sie haben e den shaden genomen / des sie sich nit
erkobern muͤgen Rennew
22751
2.2
‘sich bessern’
mer doch endarf der mensche umb susliche
ding [solche lässliche Sünden] nút zuͦmole
lossen [nicht ganz und gar darauf verzichten, zum Empfang der
heiligen Kommunion zu gehen] ; get man zuͦ, man ensúndet nút
domitte, so es deme menschen leit ist, moͤhte sich wol erkobern des nehsten
tages Tauler
128,26
3
intr.
3.1
‘sich erholen (von etw.)’
vil dik vielent sú da nider / und erkovertent des wider
WernhMl
7064
3.2
‘sich sammeln zu etw.’
alsus erkoberte daz her / der brûdere aber zû der wer LivlChr
7925
MWB 1 1959,53; Bearbeiter: Tao
erkoberunge
stF.
‘(auf dem Rechtsweg erworbener) Anspruch, Rechtsanspruch’
vnde gap minem herren [...] sine clage wider vnde
alle die erkoverunge wider, die er vf den hof erkouert hete UrkCorp (WMU)
785,34;
wan im her Johannes von Loͮbegassun alles daz reht vnde die erkouerunge wider
hete geben, die er erkouert hete vor gerihte ebd.
785,37
MWB 1 1960,58; Bearbeiter: Tao |