e – ëbenbürtecheit ëbendol – ëbenguot ëbenheilec (?) – ebenisch ëbenjunc – ëbenmenden ëbenmensche – ëbenstrenge ëbensuoʒe – ëbenwette ëbenwîch – êbrëchærinne êbrëchec – eckerich eckerlîn – edelkeit edelkint – effede effelîn – ege|sam eges|bærec – êhaftec, ehtec êhafteclîche – ehten ehter – eichermel eichgrabe – eidigen eierære – eigenerge eigengeborn – eigenschaft eigenschaftlich – einbærkeit einbærunge – einent einenthalp, einenthalben – einhalp, einhalben einhël – einlift einlifthalp – einöuge einöugec – einstirn einstrîtec – einvach einvalt – einworhte einwort, einwürte – eischtac eischunge – eiterbluome eiterbrâme – eitertrache eitervar – êkonvrouwe ekub – elfenbein elfenbeinîn – ellendeclich ellenden – elmëʒ
elne, elle – emb- ember – emʒlîche en – enbicobe enbieten – enbore enbœrec – ende endeblat – endeschaft endeslac – enein hëllen enein komen – engegenen engegengân – engelkeiserinne engelkôr – engelvürste engelwësen – englîmen englimmen – enhundert enîdrus – enklieben enklœʒen – enmitten enmittenzwei – enphrüenden enphüelen – ensîten enslîbe (?) – ent- ent|ænegen – enthalben enthalt – enthitzen enthiuten – entlegen entlêhenen – entliutern entlocken – en|toben (?) ent|ordenen – ent|rigeln ent|rîhen – entsagen entsagunge – entschîben entschicken – entsebelich entseben – entslîchen entsliefen – entspitzen entsprëchen – entsüenen entsunkenheit – entvëlhen entvëlhigen – entvliehen entvlieʒen – entwachen entwâfenen – en|twelmen en|tweln – entwësenen entwëten – envalten envar – ênzeclich enzeichenen – enzückunge enzündærinne – ephichwurz ephimera – erargen erarmen – erbarmen erbarmhërze – erbeclîche erbedienest – erbe|insigel 1erbeiten – erbelôsunge erbeman – erbeschilt erbeschrîn – erbeveste erbevîent – erbieten erbietunge – erblœʒen erblüejen – erbrogen erbrüeten – ërden-, ërtmëʒʒer ërden-, ërtvruht – erdiuten erdoln – êregîtec êregîtikeit – êrenhüetære êrenhüge – êrenvest êrenvrëch – ergëben ergëbenheit – ergetzen ergëtzen – erglitzen erglîʒen – ergrisgramen ergriulen – erharn erharten – erhogen erhœhen – eringrieʒ
erinnern – erkennelich erkennen – erklepfen erklîben – erkræjen erkrallen – erkuolen erkuolunge – erlegen erlêhenen – êrlich erlîden – ér|lôn erlônen – erlusten erlustigen – ermelzipf ermen – ernacken ernaʒʒen – ërnesthaftic ërnesthafticheit – erqueln erqueschen – errîhen erringen – erscheinunge erschellen – erschrîben erschricken – ersîhen ersiht – ersnellen ersnîden – erstandunge erstarken – erstieben erstîgen – ersuochære ersuochærinne – ërtbærec ërtber – ërtgerüste ërtgruft – ertougen ertouwen – ertücken ertumben – ervære ervâren – erviselunge erviuhten – ervreisen ervriesen – erwahsen erwæjen – erwëgen erwëgen – erwermen erwern – erwîtern erwîʒen – erzeigen erzeigunge – erziugen erziugunge – eschenbürnen ê|schillinc – esellîp eselmære – esser estel, estelîn – ëtevil ëtewâ – etzweide etzwise – êwelich ê|wëlten – ê|wise ê|worhte – ëʒʒesac ëʒʒic – eʒʒisch|türlîn
|
ermurren
swV.
‘erdröhnen’
der hertte plon ermürtte / von ieren starken
yssen [Hufeisen der Pferde]
GTroj
1036
MWB 1 2020,1; Bearbeiter: Tao
ern, eren
V.
sw. erte, geeret/ gert oder st. (VIIa, vgl. 2
3Mhd. Gr. §253f.) ier, gearen/ garn; st. Präs.
arn nicht belegt. Part.Präs. auch irend (
EvAug ).
1 mit Akk.-Obj. 1.1
‘Land, ein Feld beackern, pflügen’
1.2
‘etw. (Furchen) durch Pflügen entstehen lassen’
2 ohne Akk.-Obj.: ‘ackern, pflügen’
1
mit Akk.-Obj.:
1.1
‘Land, ein Feld beackern, pflügen’
in waren ir acker gearn Herb
1860;
ich wil mich gegen der süezen minne brütten, /
[...] würd mîns meisters acker nimmer garn
Neidh
WL 6:6,3;
HeslApk
18813;
irend [Part.Präs.] sinen acker
[Lc 17,7]
EvAug
182,9;
daz lant, / daz von den ohsen wære gert KvWTroj
8223;
daz si [die Stiere] mit einem pfluoge / den wert
zehant begünden ern ebd.
8175;
die erde, dar inn is wart gesait, / wart nie gearen odir
gearbeit Pilgerf
2690;
(Part.-Adj.:)
die ecker gearn EvStPaul
418
(Mt 19,29);
von geerten velden ParzRapp
44,43.
– in Vergleichen:
Syon sal geeret werdin als eyn ackir, und Jherusalem
sal werdin eyn steynhufe Cranc
Jer 26,18.
Mi 3,12.
– bildl.:
er tunget uns, sô wir mit girde gotes wort hôren. er
erget uns, sô uns der wille unserre girde zebrochen wirt
TrudHL
123,4;
die erde dez baumes sol mit gerden / wislich zwor
gebawet werden, / mit hubschem synne gute, / [...]
und sol getunget und gearn / werden mit rechtem willen Minneb
2281;
ir habet geeret ungute und habet gemehet bosheit
Cranc
Os 10,13.
– in der Redensart den sant (Sandstrand)
~
‘vergebliche, nutzlose Arbeit tun’ (vgl. TPMA 8, S. 131f.):
swer mir nu leidet disiu bant, / der sündet sich und ert den sant
MF:UvG
Leich 2b,21.
– übertr.:
Engelhart an sînen helm / sô gar geswinde wart dô
garn [gestreift] / daz im dar abe muoste varn
/ sîn borte guot mit deme sper KvWEngelh
2607
1.2
‘etw. (Furchen) durch Pflügen entstehen lassen’
die [Drachenzähne] warf er
[Iason] unde sâte / in manic furch vil drâte, /
diu von den pfarren in den wert / was vil schône und ebene gert KvWTroj
9964.
– bildl.:
du heizest Parzivâl. / der nam ist rehte enmitten
durch. / grôz liebe ier solch herzen furch / mit dîner muoter triuwe: / dîn
vater liez ir riuwe Parz
140,18;
Rennwart die tôtlîchen vurh / mit sîner grôzen
stangen ier Wh
327,23;
dâ von warder lebns blôz: / vornân în und hindan durch, / er ier durch
in des tôdes vurch UvTürhTr
3272;
Ottok
62129
2
ohne Akk.-Obj.: ‘ackern, pflügen’
sô niemen eret noh sât noh niemen insnîdet Gen
2436;
TrudHL
123,2;
Parz
124,28;
RvEWchr
7857;
LvRegFr
2437;
wo man dy lant verheret, / da von daz volk nicht eret / und
blibt der acker ungesat Hiob
1962;
aver der da wurcht und ert, / dem wiͤrt auch beschaffen lon
Teichn
421,132;
daz si [die Stiere] zehant beginnent ern
KvWTroj
9275;
dy ochsen yren Hiob
849;
(subst. Inf.:)
arm laut die sullen neren / mit iͤr hawn und mit iͤr eren
Teichn
452,56.
– mit Präp.:
erende uf dem velde [Lc 17,7]
EvBerl
105,6.
– bildl.:
[Simson:] dú retsche [das
Rätsel] wer nouh unervarn, / hetint ir nah ir niht gearn / mit
minir kalbin, dú den funt / iu rehte hat gemachit kunt [Idc
14,18]
RvEWchr
20659;
[Frau Ehre zu Frau Schande:] iuwe lasters phluoch ert
nû durch mîne klûse Kelin
3:3,10
MWB 1 2020,4; Bearbeiter: Tao
1ern
stM.
→
eren
MWB 1 2021,1;
2ern
stM.
s.a.
2arn
stM. und
erne
stswF.
‘Erntezeit’
nu was ez vor dem erne, / sô diu liute gerne / ir vîenden schaden tuont. / daz
korn ûf dem velde stuont: / daz wolten si in hân genomen GFrau
581.
– in der Datierung:
nach v́nser vrowen tult ze dem erne [Mariae Himmelfahrt, 15.
August]
UrkCorp (WMU)
2768,18
MWB 1 2021,2; Bearbeiter: Tao
ernacken
swV.
‘jmdn. entkleiden’
Jesus der wart ernacket / und vor den juden gestracket, / mit geislen gevillet
HeslNic
1653
MWB 1 2021,9; Bearbeiter: Tao
ernaʒʒen
swV.
‘nass werden’
wie billich da von ellú ogen ernassen soͤltin und ellú herzen
ersúfzen soͤltin Seuse
35,19
MWB 1 2021,12; Bearbeiter: Tao
ernde
stF.
zu
erne
stswF. mit epithetischem d (Etymol.Wb.d.Ahd. 1,305).
1
‘das Ernten’
2
‘Erntezeit’
3
‘eingebrachte Ernte’ , bildl.
1
‘das Ernten’
diz ist ein ernde zit, / die got allen liuten git. / swer nv die vermidet /
vnd niht tugende insnidet, / e daz wir hie ersterben, / der muoz dort verderben /
haben durst vnd hunger Martina
269,15;
so ist der ernde zit bereit / vnd der wercliute schar ebd.
269,26
2
‘Erntezeit’
nach óstern kómint die phíngestín. nach der érnde herbest PrAlemann
193,133;
merkent an die kleine âmeiz: / sô si den winter vor ir weiz, / si samnet in
des sumers ernde kündeclîche ir spîse Marner
1,3.
– in der Datierung, für den Zeitraum von Ende Juli bis August:
jn dem jare, do man zalte von gotz gebuͤrte [...]
nah der ernde UrkCorp (WMU)
2558,18;
an dem zîstage vor v́nsirre vroͮwen ernde [Mariae Himmelfahrt,
15. August]
ebd.
2149,18;
an sante Peters tage in der ernde [1. August]
ebd.
3045,31
u.ö.
3
‘eingebrachte Ernte’, bildl.:
uon dem himilschlichin adel / in den tugenden richen stadel / hastv selden vil
gesnitten / und der richin ernde erbitten Martina
79,84
MWB 1 2021,15; Bearbeiter: Tao
erndegarbe
F.
die zur Erntezeit als Abgabe zu liefernde Garbe (vgl. SchweizId 2,412 und DRW
3,256. 259):
darumb sol der arme man dem herren sin vasnahthuͦn geben vnd dem kneht sin
erndgarb WeistGr
4,498
(a. 1315)
MWB 1 2021,37; Bearbeiter: Tao
ernden
swV.
oder ist êrnden mit langem anlautenden Vokal anzusetzen? s.a.
ârant
.
‘bei jmdm. (Gott) Fürbitte für jmdn. tun’
sich, diu ruͦfte und schrai als lange, hinz [bis]
sich die iunger unsers herren uͥber si erbarmoton, und dc si ier erndoton umbe got,
dc er sich uͥber si erbarmete und dc er ier genade tête PrSchw
2,96
(vgl. Mt 15,22ff.)
MWB 1 2021,42; Bearbeiter: Tao
ernder
stM.
oder ist êrnder mit langem anlautenden Vokal anzusetzen?
‘Fürbitter’
da von gewan si mit ir scrigende und mit ier ruͤfende vil ernder und vil
bitter. und da von, saligen kint, erkanden wir [...] die
vigende und die êrnder und die bitter PrSchw
2,92;
zem dritten mal son wir ruͤfen und scrigen hinz got, dc wir unser êrnder und
unser bitter erwegen und ûf bringen ebd.
2,92.
2,96
MWB 1 2021,49; Bearbeiter: Tao
erne
stswF.
z.T. von
2ern
stM. nicht zu unterscheiden.
‘Ernte’
1
‘das Einbringen der Ernte, Erntearbeit’
2
‘Erntezeit’
3
‘die einzubringende Ernte’
1
‘das Einbringen der Ernte, Erntearbeit’
ich wil in die erne oder anderswâ KLD:UvW
4:5,14;
SM:Had
22: 1,1;
Elis
3738;
von eime dorfmanne, der hate gesniten in der erne daz her mude was
HvFritzlHl
206,34;
in der erne / pfligt man gerne / fröide und wilder sinne, /
wan da huote ist nit ze vil SM:Had
43: 2,1;
ir sult iuwer swenzel / krispen, dirne guot / (êst erne zît!),
krenzel / machen ouch ûf die vîrtage ebd.
24: 1,3;
abir lâzit si beide wachsin bis zuͦ der erne und in der zcît der erne sage ich
den snitêren: [...]
EvBeh
Mt 13,30;
wissest, wen die zit kummet der ernen, daz er sin korn samnet
Tauler
42,14.
– bildl.:
gar zitig waz irr freuden eren Minneb
80;
so wirt din freude danne zytig / von ir genaden erne
ebd.
3567;
du freuden stern, der salden ern, du bist der kern, da minn uß sprüßt
Mügeln
397,2.
122,11;
(unklar, ob hierher oder zu 2:)
ir singet dan sô vil süezzeklîche hô, / ouch ist
erne [zur Erntezeit (vgl. Anm.z.St.)?] recht
fröide ûf dem strô SM:Had
24: 1,13.
2
‘Erntezeit’
si [Ameise] samenet in der erne also
vile, / daz si al daz iar lebit mit spile Elmend
A 27;
swer der nezzel samen in der ernne gewinnet, der ist guͦt zu
manichen dinge Macer
4,22;
sam ob got ein mel butilte / von irlesenen kernen / gerifet
wol in der ernen, / also [...]
HeslApk
3252;
nu sprechit ir daz doch daz noch vire manden synt, unde denne
wirt erne adir ouwist? [Io 4,35]
EvBerl
34,18;
zu welchir zit daz were vor der ernen UrkCorp
3569,20;
ze aneganden ernen ebd.
N 816,36.
– in der Datierung für den Zeitraum von Ende Juli bis August:
diz geschach ze Nvͤwenburg in Briscoͮwe in den ernen UrkCorp (WMU)
2222,35;
an sant Jacobs abende in ernen ebd.
1447,3;
UrkWürzb
40,504
(a. 1343);
nach sant Jacobes tage der da gevellet in die eren ebd.
41,172
(a. 1345);
an santhe Pethers dage in der ernen [1. August]
UrkCorp (WMU)
3438,43;
vor sancte Stephanes tage in den ernen [3.
August]
ebd.
N406,8
3
‘die einzubringende Ernte’
groz ist ein erne erstanden ie / und ist der snyder lutzel hie EvStPaul
7706
(Lc 10,2);
so die fruht ist follenkumen, / zu handen wirt die sychel genumen / und an daz
korn er sie geleget, / so die erne sich zu nutze erweget ebd.
2957
(Mc 4,29);
sicherlîchen der erne ist vile, abir der werclûte wênik EvBeh
Mt 9,37;
darumme bittet den herren der erne daz her sende werclûte in sînen snit ebd.
Mt 9,38
MWB 1 2021,57; Bearbeiter: Tao
ernëcken
swV.
‘(Eier) ausbrüten’ (?):
Jacobes tohter Dina tet sam diu getelôse henne / diu in dorf
gêt lekcen [= legen
] dei eier dei si spâte scol ernecchin [
oͮz nichen
GenM 68,5] , / giench after gouwe dei lantwîb scowen
Gen
1595
MWB 1 2022,42; Bearbeiter: Tao
ernehten
swV.
‘etw. ergründen, durchdringen’
ernehten und erkirn / begund er
[...] des landes site unde phâht Ottok
18818
MWB 1 2022,47; Bearbeiter: Pfefferkorn
erneiʒen
swV.
‘jmdn./etw. bedrängen, (be-)schädigen’
so beschebt er [
schatzer
] witiben und waisen. / wie ers immer mag dernaisen, / er macht als daz
arm und ploz, / daz da ist sein haus genoz Teichn
408,20;
daz sint die misgemuten, / [...] /
die gotes hus irneisen, / ir eben cristen vreisen HeslApk
13305
MWB 1 2022,50; Bearbeiter: Pfefferkorn
ernelîn
stN.
Dimin. zu erne, eine Var. von
ârant
stM.
‘kleines Geschäft, Kleinigkeit’
do sante er umme ein ernelin Vät
21676
MWB 1 2022,57; Bearbeiter: Pfefferkorn
ernelôn
stM.
‘Erntelohn’
swem ze muote / nâch dem guote / sî der ernelœne, / der
bereite sich, des ist zît SM:Had
43: 1,3
MWB 1 2022,60; Bearbeiter: Pfefferkorn
ernëmen
stV.
1
‘etw. vernehmen’
2
‘etw. (Berg) aushöhlen’
3 refl. ‘sich zusammennehmen’
1
‘etw. vernehmen’
‘da gedench ich zuͦ diner milt, / dattuͦ mich [
vrouwe
] , willes nemen.’ – / ‘und ließ ich dich dan dyn vrunt ernemen, / en
were hen lichte lief nyt.’ MinneR 239
120
2
‘etw. (Berg) aushöhlen’
dô er in den berc was kumen / der was erhouwen und ernumen / über des risen
lenge JSigen
162,2
3
refl. ‘sich zusammennehmen’
so grimmet [La. ernimit
] sich ze ware der arme suntare AvaJG
9,6
MWB 1 2022,63; Bearbeiter: Pfefferkorn
ernen
swV.
‘ernten’
do es was drú jar und sechs manode das es nút enregente und
man weder seien noch ernen enmochte Tauler
305,7;
so erteilich in iares viercehen naht zuͦ howenne, viercehen naht zuͦ ernenne
vnde viercehen naht zuͦ herbstenne UrkCorp (WMU)
360,14
MWB 1 2023,8; Bearbeiter: Pfefferkorn
ernenden
swV.
1
‘(zu etw.) Mut fassen / haben, sich (etw.) trauen’ . 2 refl. mit Gen. ‘etw. wagen’
1
‘(zu etw.) Mut fassen / haben, sich (etw.) trauen’.
– ohne Erg.:
sô si [Eva] ez [
obez
] ze dem munde bôt oft siz wider zôch. / ze lezzest si ernande
Gen
353;
die cristen dô renanten, / die haiden si an ranten
Kchr
11258;
helde, ir sult ernenden Wh
44,20;
Ottok
98506;
Krone
11080.
– mit Gen.:
Bertram dô strîtes ernande Wh
42,1;
nu muoz ich vrâgen [...] / wer
vehtens welle ernenden ebd.
320,9;
Ottok
26518.
–
an jmdn./etw. ~ :
dô diu küneginne Secundille /
[...] / mit minne an in ernante Wh
279,19;
vil choume sin überwunden, / daz er an die vart ernande Serv
965;
als einem herren töhte, / der daran ernande, / daz er sich
fremder lande / underwinden wolde Ottok
1677.
–
in etw. ~ :
do er [Jesus] uze sines uater
lande / vil gestorticliche irnande / in daz sware ellende Litan
849;
daz er sîne triuwe erkante / und in mîne helfe ernante
Wh
460,10;
Ottok
980.
–
uf jmdn./etw. ~ :
do ernande der Dietrîches man, / [...] / ûf
Sindolt den wîgant Bit
10346;
wie harte / die gotes êwarte / ir recht geturren brechen /
[...], / daz si ûf sînen zorn sô balde ernendent
Priesterl
442.
– mit Inf. (ze):
dar ab mîn Herze erschricket, / sô daz ich ze sprechen kûme ernante
Hadam
60,4;
Wernh
D 2599.
– mit Obj.-Satz (daz):
die [Fürsten] iuch
[König] bekanten / und ungern ernanten / daz si
iuch ze herren in erkürn Wh
145,24
2
refl. mit Gen. ‘etw. wagen’
ein ieglich man ist geleites vrî, wil er sich sînes guotes ernenden
SchwSp (W)
167,1
MWB 1 2023,14; Bearbeiter: Pfefferkorn
ernennen
swV.
1
‘etw. völlig aufzählen, anführen’
2
‘jmdn. benennen, nennen’
1
‘etw. völlig aufzählen, anführen’
wer mac irnennen / unde irkennen / die wunder halb, die got der wunderere /
gewundert hat an den vier elementen Meissner
5:4,1
2
‘jmdn. benennen, nennen’
ain engel drug von liechtem gold ain kronne, [...]
Luczifer / ist er ernand Kirchenl
434,4
MWB 1 2023,44; Bearbeiter: Pfefferkorn
ernererinne
stF.
‘Retterin’
habit ir vorgezzin der, di uch irzogen hat, und habit
betrubit uwir irnererinne Jherusalem Cranc
Bar 4,8
MWB 1 2023,51; Bearbeiter: Pfefferkorn
ernerigen
swV.
‘jmdn./etw. erretten, bewahren’
uns enwelle got ernergen GenM
70,3;
si [Gedanken] irrent uns mit flize /
des sule wir uns nerigen / welle wir di sele irnerigen VMos
38,27
MWB 1 2023,54; Bearbeiter: Pfefferkorn
ernern
swV.
Part. Prät. auch ernart ( Boner ).
1
‘jmdn. / etw. retten, schützen, bewahren’ , mit Akk. 2
‘jmdn. heilen’ , mit Akk. 3
‘jmdn./ etw. (den Leib) / Tiere / Pflanzen ernähren, mit Nahrung versorgen’
1
‘jmdn. / etw. retten, schützen, bewahren’, mit Akk.:
wie haben wir, hêrre trehtîn, / den vînt vür den vriunt
ernert Tr
10379;
er wil erneren disen man, / der mir den schaden hât getân
Parz
412,7;
ich wil me gedencken wie ich myn arme sele mög erneren
Lanc
25,27;
niuwan sîn lieht wîcgewant / daz ernerte den degen Bit
9245;
er must sich kempflich weren, / ob er den leib wolt erneren
HvNstAp
5010;
so hat auch mich vil offt dernert / daz ich pozz gesellschaft
liezz Teichn
229,26.
– mit Akk. und Dat. d. P.:
ir habt ernert mir ditze wîp / und Oransche dise burc
behalten Wh
231,14;
sy [Maria] mocht den leip dir
[Jesus] nicht ernern, / du wolt selbe dich nicht
weren HvBurg
3623;
BuchdKg
65,4.
– mit Akk. und Gen.:
arzât noch arzâte list / ernert dich
[Tristan] niemer dirre nôt Tr
6945.
– refl.:
sus ernerte sich der degen: / und hêt sîn got niht
gepflegen, / er wær ze tôde dâ verbrant Wig
7019;
der sturm ward so herte: / wer sich da ernerte, / der
macht got sagen danck HvNstAp
3261.
9862;
wer eine hütte, do man sich inne ernern mag, zerbrichet oder verbürnet
StrassbP
179.
–
von etw. ~ :
dâ spranch ein scôner brunne. / daz chint si gelabite, von
deme tôde ernerte Gen
913;
das wir enkunnen̄ wissen wie / wir unnser leben sullen
nweren / und von des hungers not erneren HvNstAp
1000;
du hast ernert / die diet von Pharaonis joch
Mügeln
126,3.
–
vor etw. ~ :
ob er / in vor dem tôde welle ernern
KvHeimUrst
739;
niemen mohte sich sîn
[Drache] erwern / noch vor sînem stanke ernern
Wig
6451;
dein trost, dein edle guͤte / sein sel vor arger pein erner Suchenw
3,192.
–
mit jmdm. ~ :
wes hæte ich danne den gezigen / der an mir triuwe nie zerbrach, / sô ich
mîn siechez leben swach / mit sînen kinden wolte ernern KvWEngelh
5527.
–
durch etw. ~ :
waz ob diu gotes güete / in durch sîne triuwe ernert
Wig
5267
2
‘jmdn. heilen’, mit Akk.:
her mochte in [den Kranken] alse wole
irneren / alse her die erden hieze beren Ägidius
125;
sus wart daz kint gar gesunt. / diu muoter sprach sâ zestunt: / ‘sun, wer hât
dich ernert nû?’ LvRegFr
4602;
disiu wurz sol in [einen verwundeten
Ritter] wol ernern / unt al sîn unkraft erwern Parz
517,7;
dar nâch über manig jâr / der selbe hirt gevangen wart, / der den löwen hât
ernart / an sînem vuoz Boner
47,76.
– mit Akk. d. P. und Gen.:
ir sît manlîcher êren schiech, / und an der werdekeit sô
siech, / kein arzet mag iuch des ernern Parz
316,15;
ús haut got ainer starken suht / ernert und wol bekeret
SHort
3223.
–
mit etw. ~ :
hie mitt hernertte daz wib / vil manges werden ritters
lib GTroj
14907;
mins hertzen lip, der sele sin / haben lebens sich
erwegen, / sit si niht andrer liebe pflegen / denne wie si dich mit lieb ernern
WhvÖst
9807.
–
von etw. ~ :
dâ ich mîn vrouwen mite / von ir kumer möht ernern UvZLanz (K)
7285
3
‘jmdn./ etw. (den Leib) / Tiere / Pflanzen ernähren, mit Nahrung versorgen’
ich vürhte ich müeze daz hûs lân. / etewie ernert ich den
lîp, / wan daz ich sorge um mîn wîp Iw
2835;
anders fuoters bin ich arm. / wir sulenz
[Pferd] doch harte wol ernern Parz
458,19;
vort wil ich sagen unverspart, / wi Moises geboren wart, / sint wi er wart
unirveret / irzogen und irneret HistAE
1100.
– refl.:
wie sich Tristan unde Îsôt, / die zwêne geverten / in
dirre wüeste ernerten Tr
16812;
wie mag auz ainerlai erd in dem selben garten mangerlai
kraut gewahsen und sich dar inn ernern BdN
379,15;
he sprach: durch sulchin andin / den tu tust den landin / roube ich uf dem
mere, / daz ich mich irnere PfzdHech
186,36;
EnikWchr
1252.
– mit Gen. d. S.:
ouch sollit ir wissen: wenn der frouwen man zo gewest ist, das er sich der
vorgnanten sachen unde stucken irneren muste, so ist alles erbe RbMagdeb
297,32.
–
von etw. ~ :
si bouten daz daz ertrîch truoc / in wald, in veld, in
wert, / daz sich diu werlt dâ von ernert EnikWchr
1388.
–
mit etw. ~ :
ich bin ein vil armes wip, / ich muz stete minen lip / mit minem spinnen
ernern / und mich da mit des hungers wern Erz III
34,73;
hies tu legen an dein fewer stuppe, / mist oder harn /
[...] / und woltest da mit dein vihe ernern
HvBurg
847;
daz wir uns hân gelabet / mit wazzer und uns hân ernert /
mit krûten, die wir hân verzert HvFreibTr
3501
MWB 1 2023,58; Bearbeiter: Pfefferkorn
ernësen
stV.
‘jmdn. retten’
den du, herre, wil bevriden, / der ist behalden unde irneren
SüklV
655;
si [die Seele] waz ernesen StiftStBernh
145
MWB 1 2025,16; Bearbeiter: Pfefferkorn
ërnest, ërnst
Adj.
1
‘verbindlich, aufrichtig, nicht scherzhaft’ , fast ausschließlich in der
Wendung: jmdm. ernest sin / werden 2
‘entschlossen / bereit (zu etwas)’
3
‘streng, hart’
4
‘schwerwiegend, wichtig’
1
‘verbindlich, aufrichtig, nicht scherzhaft’, fast ausschließlich in der
Wendung: jmdm. ernest sin / werden:
sun, sô enwil ich dich niht mê / sûmen vür dise vrist / (ich sihe wol daz dir
ernest ist) Greg
1734;
ob es iu âne valschen list / ernest wirt ode ist, / sô muoz
er wol ir hulde hân Iw
7902;
‘ei juncherre, ez ist iuwer spot.’ / ‘mir ist ernest, wizze
Krist.’ Eracl
1019;
RvEGer
4584.
– mit Gen. d. S.:
er sprach: ‘mir was ê wol kunt / daz diesem trügenære / der rede niht
ernest wære’ Greg
3062;
daz im der suone ernest ist Ottok
4899.
– ohne Dat. d. P.:
du solt wesen mit dinen undertanen und bruͦdern
minnenklich vroͤlich oder guͤtlich ernest und erbarmherzig solt du sin úber alle
ir arbeit Mechth
6: 1,10;
ernst si din will, / das du dem wibe helfest mit dem kinde
Mügeln
46,11
2
‘entschlossen / bereit (zu etwas)’
Wâlwein sprach: ‘mîn œheim / sol den wîzen hirz jagen.’ / dô er in daz begunde
sagen, / dô was in ernst und gâch UvZLanz (K)
6699;
do erzeigte der wirt und der gast, /
[...], / daz in beiden ernest was. /
[...], / zen swerten griffen sie sân, / sie fuortens ûz
der scheiden Eracl
5034;
StrKarl
11020.
– mit Gen. d. S.:
so solten wir spat und fruͦ / den guten werchen ziehen
zuͦ. / des solt uns sin vil ernst StrKD
102,103.
– mit präp. Erg. (ze):
die brüeder folgten im nâch, / in was ernest unde gâch / ze allen guoten
dingen LvRegFr
1469;
den gerehten menschen den ist alsô ernst ze der gerehticheit Eckh
1:103,1.
2:47,5.
2:47,2;
dem menschen solte also ernest sin zuͦ gotte das er
enkein gemercken solte haben uf alle die ding die beden siten fúr slahent an
einige usflússe Tauler
37,23.
– mit Inf. (ze):
da sie horten das hern Phariens so ernst was Claudas zu
helffen, da erferten sie sihs allesampt Lanc
77,30
3
‘streng, hart’
do sprach er [toter Laienbruder in einer
Vision] : ich wiste min antlize ernst den, die minen willen nit
taten Mechth
7: 49,12;
dô gienc der Jordân ûf ze berge unde gienc ein zaher niht dar nider, sô gar
ernst was in der almehtige got unde sô vînt was er in PrBerth
1:184,15.
– mit präp. Erg. (ûf):
nû seht, ir hêrschaft alle samt, wie ernst dem almehtigen got ûf die siben
leie liute was, ûf diu siben volk PrBerth
1:184,20.
1:184,19
4
‘schwerwiegend, wichtig’
daz duhte in vil lihte nút also ernest daz ich ime darumbe schriben solte
MerswBrf
308
MWB 1 2025,19; Bearbeiter: Pfefferkorn |