goltmasse
swF.
auch -messe stF.
‘Goldklumpen’ (vgl.
masse
stF.):
der eine [der Heiligen Drei
Könige] truch in der hant / die goltmassen wolgebrant
[...]. / der ander brahte wiroͮch
[...]. / der dritte mirren darbot Wernh
D 4636;
der eine truͦk in der hant / ein golt messe wol
gebrant ebd.
A 4028
MWB 2 852,33; Bearbeiter: Hansen
goltnâdel
stF.
goldene Nadel zur Feststellung des Feingehalts einer Goldprobe, ‘Goldnadel’
(zur Sache vgl. Krünitz 19,381ff.):
wir wellen auch, das goltnadel, stain, wag und gelöt in dem perchgericht
nieman haben sol, denn wem es der wechsler erlaubt WeistÖ
1:201,25
(a. 1346).
1:201,33
(a. 1346)
MWB 2 852,39; Bearbeiter: Hansen
goltphedel
stMN.
goldene Platte, Leiste (hier zur Edelsteineinfassung auf dem bischöflichen
Rationale, vgl. auch Anm.z.St.; zu mlat. petalum, vgl. Etymol.Wb.d.Ahd.
1,510):
darnach lagen aber drei [Edelsteine] / in æiner
streimen unden / in golde bewunden. / daz was ein charfunchel. /
[...] / ein saphirus wolchenvar / der was sein
gesedele. / in dem selben goldphedele / ein jaspis schone lachete Serv
550
MWB 2 852,45; Bearbeiter: Hansen
goltphenninc
stM.
eine Goldmünze:
‘vumfzen goltpfenninge’, / sprach er, ‘sult ir disem geben,
/ der mir hute nimt min leben’ Pass III
480,22
MWB 2 852,54; Bearbeiter: Hansen
goltporte
swF.
das Goldene Tor in Jerusalem:
‘nu gereite / und ganc rischlich hin vor / zu dem guldinen tor, / daz
also genennet ist, [...].’ ir
[Annas] gut geloube ir do riet, / daz si nach sinen
worten / quam zur Goltporten Pass I/II (HSW)
654.
622.
636
MWB 2 852,57; Bearbeiter: Hansen
goltrant
stM.
‘goldener Schildrand’
sein edel schilt ward verprant, / der porten und der goltrant
HvNstAp
10196
MWB 2 852,62; Bearbeiter: Hansen
goltrat
swF.
→
kulter
MWB 2 853,1;
goltrëht
stN.
die Goldgewinnung betreffende Regelungen:
von allirhande goltrechte [Überschrift]
UrkSchles
20,9
(13. Jh.?)
MWB 2 853,2; Bearbeiter: Hansen
goltreif
stM.
‘goldener Reif, Ring’
si bant si [die Rosen] um den golt reif / mit eime
silber drate Pass I/II (HSW)
15762.
– als Steigbügel:
beide guot und gemeit / wâren die stegereife, / breite goltreife, / gebildet
nâch zwein trachen Er
7671
MWB 2 853,5; Bearbeiter: Hansen
goltreit
Adj.
‘goldfarben und gelockt’
ir goltvarwis hare / si zesamen do gevienc / [...] /
ir golt reiden lockel / getrungen als ein trube Martina
169,22
MWB 2 853,10; Bearbeiter: Hansen
goltrîch
Adj.
‘reich an Gold’
ir aller sin gemeine / stuont an dem goltrîchen berc Reinfr
25087;
poten wurden schier gesant / in das goltreiche land
HvNstAp
13588
–
‘goldverziert, -durchwirkt’ (von Textilien):
ein goltrîcher borte Flore (S)
2831;
goltrichiu sidinlachen JTit
2849,1
MWB 2 853,13; Bearbeiter: Hansen
goltrinc
stM.
‘goldener Ring, Reif, Diadem’ (vgl. auch
goltschapël
):
aureola: goldrenc GlAnzfWK
41,17
(BStK154a)
MWB 2 853,19; Bearbeiter: Hansen
goltringelîn
stN.
‘(kleiner) goldener Ring’
wo sint die golt ringelin? / wo sint die guldin vingerlin?
HvNstVis
91
MWB 2 853,22; Bearbeiter: Hansen
goltrôt
Adj.
‘rotgolden’
zvelf bovge golt rot Roth
2034;
ein scône tier geworht was, / daz was alliz golt rôt
SAlex
6003;
vil goltrôter sätele si fuorten in daz lant
NibB
268,1;
VMos
58,4
MWB 2 853,25; Bearbeiter: Hansen
goltsaz
stM.
Bed. unklar, wohl allg. ‘Goldbesitz’
ich huden yme allen sinen schatz, / alle sin silber und sinen
golt satz Pilgerf
9422
MWB 2 853,29; Bearbeiter: Hansen
goltschâpære
stM.
Bez. für goldene Widder:
goltschepper ist es [Tier] genant,
/ das ist in latein alsuß: / ‘aureum vellus’. / sein wolle ist als
goltvar, / gleyssenden und durchleichtig gar. / [...]. /
das was der junckfrauwen tier. / wol zway hundert hett sy ir HvNstAp
13314
MWB 2 853,32; Bearbeiter: Hansen
goltschapël
stN.
‘goldenes →
schapël
’
aureola: golt schappel VocClos
Au45
MWB 2 853,38; Bearbeiter: Hansen
goltschëlle
swF.
‘goldene Schelle, Glöckchen’
alse man zouh den umbehanc, / manic goltschelle dar an
irclanc SAlex
5966;
sîn wâfenroc was rîche / von kleinen goltschellen
UvZLanz
363;
RosengD
293,3
MWB 2 853,40; Bearbeiter: Hansen
goltschûm
stM.
wohl ‘Mehltau’, eine Getreidekrankheit (vgl. Twingers Glossar z.St.):
aurugo: golt schum VocClos
Au66
MWB 2 853,44; Bearbeiter: Hansen
goltslahære
stM.
Handwerker, der Blattgold herstellt, ‘Goldschläger’
Henricus pictor, goltslehere BerufeFrankf
52b;
magister Heilmannus pictor, d. goltslerere de Moguncia ebd.
52b
MWB 2 853,47; Bearbeiter: Hansen
goltsmelz
Subst.
eine Legierung aus Gold und Silber, ‘Elektron, Weißgold’ (vgl.
goltgesmelze
und ahd. smelzi stM.):
electrum: goltsmeltz VocOpt
14.035
MWB 2 853,51; Bearbeiter: Hansen
goltsmidinne
stF.
‘Goldschmiedin’
ich [Frau Anfechtung] bin
[...] die goltsmydinne / von dem hymmel hoe und die
smydynne / die macht und smydt in diesem lande / die kronen vom paradise aen schande
Pilgerf
12277.
12678.
12433;
beschaidenhait, / diu werde goltsmidinne WhvÖst
113
MWB 2 853,55; Bearbeiter: Hansen
goltsmit
stM.
‘Goldschmied’
ain krone von ir selber art: / so schone nie gemachet ward /
von goltschmides henden HvNstAp
6633;
den [
stein
] hiez er uf
einen huͦt / einen goltsmit machen schone StrKD
92,75;
wer zu der munzze
[Münzstätte] hoeret, daz sint goltsmide unde ir gesinde
StRAugsb
15,13;
PrBerth
1:147,10;
SalArz
28,43.
–
der herre [...] heiz die goltsmide
sin / zvene scho [Schuhe] silverin / ilinde giezin
Roth
2023
(vgl.
silbersmit
).
– übertr.:
ein houbetmaler reiner site, / ein goltsmit ganzer triuwe Damen
6,3
MWB 2 853,61; Bearbeiter: Hansen
goltsmitoven
stM.
Schmelzofen des Goldschmieds:
aurificina: goltsmit ofen. [...] aurificina locus, in
quo faber excoquit aurum VocClos
Au54
MWB 2 854,8; Bearbeiter: Hansen
goltsmitte
swstF.
‘Goldschmiede’
swer von golt und von silber wuͤrchen chan, der sol
in goltsmitten wuͤrchen [...]. und sol niemant
fuͤrbaz daz hantwerch in haͤwsern, in staedeln, in staellen oder in
den wincheln wuͤrchen StRMünch
459,9;
stain und raiff guldin / daz bilde so
bevritten [fassten es ein] , / uz maniger goltsmitten /
was diu kunst getriben WhvÖst
13998;
aurificina: goltsmitta VocOpt
9.013;
MüOsw
2630
u.ö.
MWB 2 854,11; Bearbeiter: Hansen |