Wörterbuch
ABCDEF s.VGHIJKL
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g – gâchlîchen
gâchmuot – gagen
gagen – galander
galanderisch – 1galle
2galle – galter
galtnüsse – gamerot
gamîe – gancheil
ganclîche – ganteren
ganz – gärmic
garn – gartenhuon
gartenhûs – 3garwe
garwwurz – gastmeisterin
gastnusse – gaʒʒenspringer
ge- – gebæric
gëbærin – gëbendic
gebenedîunge – gebietære
gebietærin – gebiurischlich
gebiurlich – geböume
gebôʒ – gebrëst, gebrëste, gebrësten
gebrëstelîn – gebrûchic
gebrûchlich – gebunt
gebunt – geburst
geburt – gedâht
gedâht – gedense
gederbe – gedinge
gedinge – gedrange
gedrâte – gedünste
gedurchtriben – gegate
gegatrom – gegenkouf
gegenlëder – gegensetzunge
gegensidele – gegenwertes
gegenwertic – gegihte
gegiric – gehaʒʒic
gêhe – gehëlfe
gehëlfelîche – gehilfe
gehilfic – gehœric
gehœrlich – gehügenisse
gehugesam – geifer
geifervrâʒ – geiselrieme
geiselruote – geisticlich
geistîn – geiʒhorn
geiʒhût – gejeitschuoch
gejeitvogele – gekünne
gël – gelegede
gelegelich – gelende
1gelende – gêlîche
gelîcheit – gelîchmëʒʒunge
gelîchnisgëbende – gelide
gelidemâʒe – gêlingen
gelîp – gëlm
gëlmen – geloup
geloup – gëlte
gëltel – gelückede
gelückederat – gelüstelîn
gelustic – gemahel
gemahelbettelîn – gemæʒicheit
gemæʒiclich – 2gemeine
1gemeinen – gemeinsin
gemeinunge – gemerrede
gemêrsal – 2gemüete, gemuote
gemüetic – gemutzet
gemʒe – genâdenschüʒʒel
genâdensol – genæmicheit
genamʒôn – genemede
genende – genëserinne
genetzen – genieʒen
genieʒlich (?) – genôʒen
genôʒgeselle – gensîn
gensischen – genuhtlîchen
genuhtrîch – genuʒ
genuʒt – gephrange
gephünde – 1gerat
2gerat – gerëhen
gerëht – gereisic
gereitære – gerieme
geriemen – gerihticlîche
gerihtinsigel – geriune
1geriusche – gerouche
geröufe – gerte
gerte – gerûmiclich
gerummel, gerumpel – gêrvalke
gerwære – gesaten
gesatznissede – gescheftbrief
geschefte – geschepfnisse
geschepfunge – geschiuwede
geschoc – geschrihte
geschrîp – gesëhen
gesëhenheit – geselliclîcheit
geselligen – gesihtic
gesihticlich – gesite
gesiten – geslihte
geslinge – gesnæren
gesnarren – gespenstnisse
gesper (?) – gespræchelich
gespræchetac – gespunst
gespür – gestelle
gestellet – gestifte
gestille – gestrenglîche
gestrenze – ge|stunge
gestungede – gesuoch
gesuochære – geswerme
geswërte – gesworn
gesworne – getelle
getelôs – getougen
getougen – getreigeret
getrenke – getrüese (?)
getrügede – getwædicheit
getwædigen – gëtzen
getzsal – gevalte
gevanclich – gevëderen, gevëdern
gevêhe – geverte|lehe
gevertinne (?) – gevlester
gevlitter – gevrier
gevrist – gevülle
gevuoc – gewahsenheit
gewahst – gewaltroubunge
gewaltsame – gewar
gewar – gewe
gewëbe – gewellen
geweltigen – gewërben
gewërbic – gewern
gewërn – gewiere
gewieret – gewinnen
gewinnic – gewist
gewiste – gewonunge
geworden – gewzen (?)
gezagel – gezëmelich
gezemen – gezît
gezîte – gezoc
gezogen – gezwîen
gezwîge – giefen
giege – gifticheit
gifticlich – giht
gihtboum – gimbîʒen
gimme – gippengappen
gippentuoch – giric
giricheit – gischen
gîse – gîtigære
gîtige – 1glan
2glan – glas(e)väʒʒelîn
glas(e)vënster – gleimel
gleimelîn – gleten
glêtphenninc – glipfen
glise – glocke
glockehûs – glôriôs
glôriôslich – gluothaven
gluothert – goder
goedertieren – golf
gollen – goltgesmîde
goltgesteine – goltreit
goltrîch – golttropfe
goltvar – gos (?)
got – gotesarm
gotesbeckære – gotesmordærinne
gotesphenninc – gotgeformet
gotgelâʒen – gotmeinunge
gotmensche – gouch
gouch – goukelære
goukelbilde – goukelspil
goukelsprütze – göumütte, -mutte
göu|phâwe – grabe
grabe – grâf-
graft – gramerʒîe
gramerʒîen – gransprunge
gransprunge – gras(e)phenninc
gras(e)spier – grâvenrëht
grâveschaft – grebinc
grebnisse – gremiclich
grempære – griekech
grien – griffel
griffelære – grimmetât
grimmic – grisegrammen
grîseleht – griuslich
griuwe – groppe
gros – grôʒmüetic
grôʒmuoticheit – grüenheit
grüenlich – grunderëbe
gründic – gruntübele
gruntvestære – gruon-
gruon- – grütschîn
grutte – 1gücken
2gücken – güfticheit
güfticlich – gûlen
gülle – gumpenîe
gunderam – guotdunken
guotdunkende – guotswender
guottât – gürtelgewant
gürtellîn – gymnosophiste

   gemechelîn - gemeinheit    


gemechelîn stN. Dimin. zu gemach. 1 ‘kleine Bequemlichkeit’
2 ‘kleines Zimmer, kleines Gemach’
   1 ‘kleine Bequemlichkeit’ der diener underwilent in daz siechhus gie, daz er sinem kranken libe eins gemechlis gestateti Seuse 84,5    2 ‘kleines Zimmer, kleines Gemach’ swenne sie [die Knechte] die schüzzeln ûf genâmen / unt für sîn gemachelîn quâmen, / sie guzzen ûf in unt spîeten an AlexiusB 302; er [...] pat den vater fleizicleich / [...] umb ain clainez gemachelein AlexiusC 174

MWB 2 413,47; Bearbeiterin: Herbers

gemechenisse stN. ‘Abmachung, Vereinbarung’ die [den Mönchen] sulin wir wieder antwurten [...] daz alle die zu Meinze inne wonint vnd sich da inne nerint vnd gewernt diz forgenante gemechnisse stede vnd veste halden MainzFriedgI 164; jch [...] gelobe oͮch bi miner truwe an eins eides stat, dise gemechnisse iemer stete zv hande UrkCorp (WMU) 1265,16; wir [...] verjehen vnd tuͤn chunt offenlich [...] die gemêchnisse vnd lichunge, di der edel man Heinrich von Rapoltstein [...] getan hat UrkRapp 430,6 (a. 1344); UrkBern 6,28 (a. 1332). 7,128 (a. 1345)

MWB 2 413,56; Bearbeiterin: Herbers

gemechenze stF. ‘Vermächtnis’ daz [...] div edel vroͮwe vroͮ Adelheit von Rotenberc vrilich vnde vmbetwungelich vnd ane alle geverde der gemenchentze vnde dez lipgedingdes, dez v́nser herre her Dietrich von Rotenberc, ir wirt, ir hatte gemachet, an den nach genanten gvͦten verzech sich mit ir vogtes handen UrkCorp (WMU) N157,11

MWB 2 414,4; Bearbeiter: Bohnert

gemechesede stF. ‘Abmachung, Verfügung’ wir [...] firiehin dir vorgenante gemechiside vnd des gelvͥbides, alse hie vor bescheiden ist UrkCorp (WMU) N799,8

MWB 2 414,11; Bearbeiter: Bohnert

gemechlich Adj. , gemechlîche Adv. auch gemach-, gemehe-, gemahe-. 1 ‘bequem, einfach’ (im Gegensatz zu ‘anstrengend’ ), Adj.
2 ‘behaglich, komfortabel’ , Adj.
3 ‘sanft’ , Adj.
4 ‘unbeschwert, ohne Widrigkeiten’ , Adj.
5 ‘sicher, beschützt’ , Adj.
6 ‘leise’ , Adv.
7 ‘allmählich, langsam, gemächlich’ , Adv.
8 von Tieren: ‘friedlich’ , Adj.
   1 ‘bequem, einfach’ (im Gegensatz zu ‘anstrengend’), Adj.: ir hætet gerne einen gemechelîchen wec ze dem himelrîche PrBerth 1:553,38; min ioch is gemechlich. inde mine burden is liͤht FünfzGrade 80v,12. – Adv.: vergebet alle an ander, so gewinnet ir antlâz iwer sunti vnde gerihtit ivch in disem chvrzim zite, daz ir iwern heilant gmahelichen enphahen muͦzzit in der andern chunfte Spec 10,13; darümb bis du [Maria] gemechlich gesezzen, / din gemach ’t is ungemezzen MarlbRh 130,11. 69,28; vnde denkit der mentsche: we, wenist du alsus gemecheliche ze himilriche komin? PrGeorg(Sch) 18,75; PrMd 18; da fragt Hestor ob der steinweg icht verre dannen were. neyn er, sprach der einsiedel, ir ritent morn biß mittentag gemehelich dare Lanc 446,7 u.ö.; RvEWh 7613. – ‘verkürzt, vereinfacht’ compendiose: gemahlich SummHeinr 2:238,436.1    2 ‘behaglich, komfortabel’, Adj.: sie kunrierten [verpflegten] sich dâ / mit gemachlîcher eise [Komfort] / nâch der grôzen tagereise RvEAlex 5697. – Adv.: auch sucht sie under allem yrm gesinde ein ammen, die Lanceloten allerbast hielt und allergemechelichst Lanc 20,35    3 ‘sanft’, Adj.: [das Jesuskind wird in der Krippe mit drei Minnefesseln (als Zeichen für die unio mit Gott) gebunden:] der erste bant was gemechelich, inde vol otmuͦdicheide Lilie 38,7; sie besah myn herrn Gawan an allen synen wunden und sprach, er hette kein wunden, sie were licht zu heilen. sie bant sie im so gemechelich und so wol das im fast wol zu muͦte was Lanc 334,35    4 ‘unbeschwert, ohne Widrigkeiten’, Adj.: myns vatter huß stet hie by uns, da mögen wir wol herbergen und gemehelich syn Lanc 368,16; der ritter furt die kind hinweg und furt sie da sie allergemachlichst waren und allerheimlichst ebd. 18,14; sie waren beid sere zu ungemach, umb das sie nicht enwústen ob sie gemehelich oder ungemehelich weren, ob sie dot weren oder lebendig ebd. 112,10 u.ö.    5 ‘sicher, beschützt’, Adj.: syn fynd enmogen keynen gewalt úber yn han da er ist, so gemahelich ist er Lanc 44,34. – Adv.: sie wolden boten senden sider, / die sie gemechliche / furten in ir riche Herb 16110;    6 ‘leise’, Adv.: er [Tristan] bewac / sich, daz er rüeren began / gar senfteclîchen dar an [an die Türe] , / er clopte gar gemechlich HvFreibTr 2779; Valerius der bischof antwertete; wan her ein alt man was unde ungesprêche sô sprach her blôdelîchen und gemechlîchen HvFritzlHl 70,12; doch mugen, dî an der tavelen sint, durch nôtdurft gemêlîche reden mit den unde kurzlîche, die dâ dienent StatDtOrd 41,26; umb die mitternacht, da er wonde das sie alle schlieffen, er stet viel gemechlich uff und stielt eim sin schwert Lanc 637,15. 282,30 u.ö.    7 ‘allmählich, langsam, gemächlich’, Adv.: diu naht gemachlîch ende nam UvLFrd 485,11. 206,21; er wapente sich allgemechlich Lanc 278,28. 430,33. – bezogen auf Fortbewegung: die [ junchêrren ] ritten neben ain ander gar / gemaͤclich, in was niht gach RvEWh 6021; alsus was Meleagant off syn roß geseßen und reit algemechlich zu wald wert Lanc 600,13; sie Phariens komen sah, da reyt er noch gemechelicher, biß er fur die porten kam ebd. 101,1 u.ö.; den hôen berc ih dô steich / vil gemechlîche nider / und quam zô mînen lûten wider SAlex 5471; einer sal dem anderen volgen gemechlîche, zu sêre gâhen sal man dâ mîden StatDtOrd 111,40. 78,6; PrBerth 1:459,15    8 von Tieren: ‘friedlich’, Adj.: doch beleip er [Joseph] von in âne schaden, / wan si [Wölfe, Löwen, Bären] gemechlîch wâren. / si begunden gebâren / den schâfen gelîche KvFuss 1385

MWB 2 414,15; Bearbeiterin: Herbers

gemechlîcheit stF. ‘Zweckmäßigkeit, Angemessenheit’ daz aber der hymel sinibel sei, dez ist driveltige sach, wizzenleich die sache der geleichlichait, und di sache der gemachleichait [ commoditas ] und die sache der notdurftleichchait Sphera 62,17

MWB 2 415,26; Bearbeiterin: Herbers

gemechte stN. gemechede2

MWB 2 415,32;

gemechtze stMN. zu gemechede2 stN. 1 ‘Arbeit, Werk’
2 ‘bauliche Instandhaltung’
   1 ‘Arbeit, Werk’ dar an du wol gesehen macht / [...] das ich nit bin von yrem geslechte / noch von yrem gemechtze [ ouvrage ] rechte Pilgerf 10241; ein gemechtze von zeher erden ebd. 5753    2 ‘bauliche Instandhaltung’ daz zweiunge was thussen den geistlichen luden [...] vnd mime neven Wilhelme, eime ritter von Randecken, der do ein faut [Vogt] ist vber daz dorf zu Lonsfeld vmme gemechze der brucken in deme selben dorfe UrkOtterb 359 (a. 1327)

MWB 2 415,33; Bearbeiterin: Herbers

gemehelîn stN. Dimin. zu gemahele. ‘Gemahlin’ ezn wart sô clein nie vogelîn / ezn sunge sîm gemehelîn Kolm(B) 3,29

MWB 2 415,44; Bearbeiterin: Herbers

gemehte stN. gemaht stF.

MWB 2 415,47;

gemeierscheften swV. ‘Verwalter sein’ gip rechenunge wider dîner meierscaft, wan du macht îczunt nicht gemeierscheften EvBeh Lc 16,2

MWB 2 415,48; Bearbeiterin: Herbers

gemeilic Adj. zu meil stN. ‘befleckt’ lœse gemeiliges lefses schulde [interl. zu solue polluti labii reatum ] PsM H 74,1

MWB 2 415,51; Bearbeiterin: Herbers

gemeinde stF. vgl. auch gemeine stF. ‘Gemeinschaft, Gesellschaft’ 1 allg.
2 in rechtl. Zusammenhängen
2.1 gebietsgebundener Personenverband mit Befugnissen der Selbstregelung (z.B. Stadt- und Dorf-, aber auch Kirchen- und Ordensgemeinschaften, vgl. LexMa 4,1209ff., 2 HRG 2,47ff.)
2.2 ‘Gemeinbesitz, Gerechtsame’
   1 allg.: vil harte si in stouten [drohten] , den friunten si drouten. / si taten im daz ze leide, si namen im die gemeinde AvaLJ 98,2; die gygante, die wider got [...] einin tûrn hin zi himele zimberin woltin, die verlûrin die gemeinde einir zvngin Spec 74,19; die gemeinde der heiligen cristenheite Lucid 69,8; diu gemeinde under uns drîn / diun mac niht langer gesîn Tr 16607; daz man die gemeinde halde unde sunderlicheit vermîde StatDtOrd 117,20; von der gemeinde vollebracht / wart endechteclich gebet Elis 9460; doch wil ich uf ein selec heil / kurzliche ruren ir [Elisabeth] ein deil / unde in gemeinde setzen ebd. 10477    2 in rechtl. Zusammenhängen    2.1 gebietsgebundener Personenverband mit Befugnissen der Selbstregelung (z.B. Stadt- und Dorf-, aber auch Kirchen- und Ordensgemeinschaften, vgl. LexMa 4,1209ff., 2HRG 2,47ff.): div gemainde der stat [ universitas civitatis ] von Chostenze UrkCorp (WMU) 970B,3; mit willen [...] der gemeinde vnsers dorfes ebd. N713,5; unser schultheize, [...] der buͦrgeremeister, [...], der rat und die gemeinde [Bürgerschaft] gemeinliche WüP 7f,11; gemeinden und samenunge Ammenh 16903; von der gemeinde unde der gesellschaft der brûdere StatDtOrd 28,13    2.2 ‘Gemeinbesitz, Gerechtsame’ pascuarum communio, quod gemeinde dicitur UrkÖsterrErbl 80,27 (a. 1239); umme die gemeinde zu Stuͦtbach an holtz, an eckern und an wisen vercihen wir uns gentzlichen und gar aller ansprache UrkHohenl 2:26,18 (a. 1312). – ‘Anteil’ (auf der Basis einer Gemeinschaft): das diu linwat sin aigen si, und nieman an der linwat kain gemainde habe, wan der aine seshaft burger ze Kostenze sie UrkStVerf 347 (a. 1289); die von Mullis, die teil vnd gemeind hattend in der alp ze Winchlen UrkGlar 188 (a. 1344). und gelobete daz er [...] di gemeinede [gemeinsame Regel] an ezsen und an drinken halten welde HlReg 42,18

MWB 2 415,54; Bearbeiter: Diehl

gemeinden swV. gemeinen1

MWB 2 416,30;

gemeinder stM. gemeiner

MWB 2 416,31;

gemeine stF. vgl. auch gemeinde . ‘Gemeinschaft, Gesellschaft’ 1 allg.
2 in Rechtstexten
2.1 ein gebietsgebundener Personenverband mit Befugnissen der Selbstregelung (z.B. Stadt- und Dorf-, aber auch Kirchen- und Ordensgemeinschaften, vgl. LexMa 4,1209ff., 2 HRG 2,47ff.)
2.2 ‘Allmende, Gemeinbesitz’
   1 allg.: sô ist er unreine, sô nehât er gemeine / mit hêligen chinden Gen 425; si wurden gelæubige und chomen zuͦ der gemein der heiligen christenheit PrOberalt 148,35; ich giebe ir mine gemeine / vnde allez, daz ich ie gwan / vnde swaz ich geleisten kan, / vnde wil sie haben zv einer e Herb 11296; der sun, der vater sint in ein, / der heilige geist in der gemein. / in drin personen ein vater got HvNstGZ 4782. – euphemistisch für Geschlechtsverkehr: sint du daz kint gebære, / bit alle du wære / luter unde reine / van mannes gemeine MarldA 15. – ‘Gesamtheit’ diu gemæine der pfafhait vnd der dienstman vnd alles getygens [d.i. gedigene Bürgerschaft] von Salzbvrch UrkCorp (WMU) 1377,41; die selben leut sehend die stern ze aller zeit, der gemain wir die perinne haizzen oder den himelwagen KvMSph 14,27; die gemain der leute ebd. 50,28. BdN 242,21. ~ hân mit präp. Erg. ‘mit jmdm. (gemeinschaftlich) verbunden sein, teilhaben an etw.’ an allen guoten dingen hân ich wol gemeine Walth 70,33; habt ouch ir mit mir gemeine: / fröide ensol niht wesen eine, / man sol friunden fröide geben KLD:BvH 6: 3,9; ein kinne an gruben kleine, / daz hat mit hazze gemeine Physiogn 272; diu kirche solte niht mit sîmônîe / gemeine hân noch mit der hêresîe RvZw 128,8. in einer ~ ‘als Gesamtheit, gemeinsam’ wir schüllen nu sagen von den slangen und des êrsten in ainer gemain BdN 259,26. – als adv. Gen. gemeines ‘insgesamt’ ir [der Bienen] aller arbait ist gemaines nütz in allen. ir nutz und ir fruht ist in allen gemain BdN 287,32    2 in Rechtstexten    2.1 ein gebietsgebundener Personenverband mit Befugnissen der Selbstregelung (z.B. Stadt- und Dorf-, aber auch Kirchen- und Ordensgemeinschaften, vgl. LexMa 4,1209ff., 2HRG 2,47ff.): daz wir der gemain vnser lieben burgær von Nappurch gestætiget haben [...] ir burchreht UrkCorp (WMU) 2383,41; die zwelif gesworne und die gemain der purger UrkPölt 223 (a. 1308); und sin vͤberein chomen mit dem grozzem rate, mit dem chlainem rate und mit der gemaine der stat uͤberal StRAugsb 58,17; hantvest di man steten geit oder einer gemain [...], di sint ewich StRBrünn 400; wir Cvͦnzo der schultheize [...] vnde die gemeine des dorfes von Greswilr UrkCorp (WMU) N177,17; die gemaine der juden MGHConst 8:416,12 (a. 1347)    2.2 ‘Allmende, Gemeinbesitz’ swer in der [...] stat einen turnen inne hat [...] oder ein hofstat uf der gemein in der strazze StRMünch 253,24; chain person sol nicht kraut noch hew nemen in einer fremden wiss, es sey dan auff der gemain [ super pratis communis ] StatTrient 154. – ‘Anteil’ swa aber der vater vnd dvͥ kint eine gemeine vnd eine geliche gewer hant an dem guͦte SchwSp 191a

MWB 2 416,32; Bearbeiter: Diehl

gemeine swM. ‘Mittelsmann, Schiedsmann’ (vgl. gemeine1 5.3 ): dien gap min herre, der abbit von Oͮwe, zwene gimaine man [...] die vor ginanten schidelivte vnd die gimainen, die kamen vber ain mit ain ander gimainlichen vf ir ait UrkCorp (WMU) 1293,24; so sun sie einen gemeinen nemen, ald der rat sol inen einen geben uf ir eit, das si uber ein komen, wie dem burger sin schade gebessert werde StRZürich(B) 168,29 u.ö.

MWB 2 417,25; Bearbeiter: Diehl

gemeine stN. ‘Sinnen, Trachten’ (zu 2gemeinen, vgl. gemeine2 ): in godes namen si daz det, / wande alles ir gemeine / was edele und reine, / zu gode wol gerichtet Elis 761. 1365. 1539; swer dich [Maria] hie lobet, der êret in / und sînen hôhen gotes sîn; / êst ein gewin, / ein minne und ein gemeine, / ein stæter wille und ein gewalt LobGesMar 38,8

MWB 2 417,34; Bearbeiter: Diehl

1gemeine Adj., Adv. selten gemeinde, auch verstärkt durch al-. 1 ‘gemeinsam’ (überw. präd.)
2 ‘zusammen, (ins-)gesamt’
3 ‘allgemein, verbreitet’
4 ‘üblich, gewöhnlich’
5 in rechtl. Zusammenhängen (vgl. lat. ius commune )
5.1 in Bezug auf Besitz und Rechte ‘allgemein, alle betreffend’
5.2 bei Münzen, Maßen u.ä. ‘ortsüblich, gängig’
5.3 gemeiner man ‘unparteiischer Dritter, Schiedsmann’ (vgl. 7 und gemeine swM.)
6 ~ vrouwe, gemeineʒ wîp u.ä. ‘liederliche Frau, Prostitutierte’
7 ‘von niedrigem Stand, arm’
   1 ‘gemeinsam’ (überw. präd.): al daz wir eigin daz sî gemeine Gen 1615; Hochz 391; es wundert mich cleine, / was ir nôt gemeine / und ir leit ungescheiden Tr 14326. 13474; nieman enmac auch sunderlîchen hirten haben dâ er dem gemeinen hirten sîn lôn mit geminder SpdtL 209,12; die koste vnd den schaden sv́ln si gemeine tragen UrkCorp (WMU) 1648,28. 1954,1; geist vater sun gemeine KLD:Kzl 2: 17,8. und jach ir aller gmeiner munt, / in wurd nie bezzer ritter kunt UvZLanz 2259; Wig 9924; si da sprachin alle / mit gemeinem schalle RvEWchr 23528. – in der Wendung ~ wërden ‘übereinkommen’ des wurden arm unde rîch / alle samt in ein, / si wurden alle gemein, / ez wær der stat, den liuten guot EnikWchr 20224. 3135. – in der Wendung jmdm. ~ sîn ‘jmds. Besitz, Fähigkeit sein’ zuht und êre ist ir gemeine KLD:MvH 2,8; diu kunst von astromy ist dir gemeine Loheng 103. – in Verbindung mit rât: mite gemeinem rate / giengen si uf einen buͦhel gruͦne Rol 1167; NibB 218,1; Wh 452,3; dar zvͦ so binden wir vns vnd vnsir nachkomin mit gemainime rate vnd vnsir gotteshus ewecliche UrkCorp (WMU) 325,27; UrkWürzb 40,191 (a. 1338)    2 ‘zusammen, (ins-)gesamt’ der patriarche do gebot / grozen unde cleinen / allen gemeinen GrRud D 51; Herb 18359; des in der künec gewerte, / unt daz volc al gemeine Parz 430,23; Rol 7744; bruͦder Anshelm inde der gemeine convent van Covelenze UrkCorp (WMU) N223,12; wan die gemeinde stat von Frankenvord uz sal faren UrkFrankf 2,151 (a. 1321); daz sach er algelîche / von edelem golde rîche, / von silber und von gesteine / ervüllet algemeine RvEBarl 6042    3 ‘allgemein, verbreitet’ der almehtige got durch die gemeinen svnde der werlte Konr 1,27; sünde ist sô gemeine, daz lützel ieman lebt gar sünden vrî RvZw 88,3; epidemia: gemeinre dot VocClos Ep16; nim saf uon den cruten di da gemeine sint SalArz 81,6; der stain wær löbleicher, wær er sô gemain niht, aber man vindet sein gar vil BdN 432,4; serpens vulgaris haizt ain gemaineu slang, die wir oft sehen ebd. 281,5 u.ö. daz wart ein gemeiniu sage / von al der mässenîe Parz 668,28; diz mære wart gemeine / über al die stat ze Develîn Tr 7692. – in Verbindung mit spruch ‘Sprichwort’ von dem spricht der gemain spruch: junger engel, alter tiefel BdN 231,28    4 ‘üblich, gewöhnlich’ czu dem erstin von eppil vnd von birboum noch der gemeynen seczunge vnd gewonheit Pelzb 117,13; iz daz ein armer um ein gemaineu [nicht näher spezifizierte] wunten uwerwunden wiert StRBrünn 363. – adv.: der brunne was gemeine bedecket mit eineme steine Gen 1267; so get gemayne di sage HvNstAp 14858    5 in rechtl. Zusammenhängen (vgl. lat. ius commune)    5.1 in Bezug auf Besitz und Rechte ‘allgemein, alle betreffend’ die keiser und die künige die habent ditz ze gemeinem rehte gemachet SpdtL 124,7; nach dem alten vnd den gemainen rechten, daz vnser bvrgær vnd die stat hat UrkCorp (WMU) 1975A13,11. der vurweser ist dez volches [...], schol weisleich wetrachten und besargen allez daz, daz seinen undertanen czu gemeinem und auch czu aigem nucz chomen mag StRBrünn 377; durch gemein frumen nutz richer und armer luͦte WüP 89,4. 11,5; StatDtOrd 46,11; HvHürnh 11,5. vergenglich ist ein ieglich rich / und herschaft, die gemeines gut nicht schirmet Mügeln 23,8; UrkCorp (WMU) 346,17; wir vergehen [l. verjehen ] , [...] daz der selbe sê v́nser vnd der vorgenanten stifte ain gemain aigen ist UrkFürstenb 2,94 (a. 1326); vmb den gmeinen holzhow sol man zuͦerst den meyer, darnach die gnossen bitten WeistGr 1,168 (a. 1303? kopial). wir han im oͮch das selbe guͦt mit gemeiner hant vf geben vnd geuertigot UrkCorp (WMU) 1031,29; UrkBasel 3:45,7 (a. 1292). – phras.: swelch wise ist gemeine, / der gras ist gerne kleine Freid 120,27    5.2 bei Münzen, Maßen u.ä. ‘ortsüblich, gängig’ achtodhalbs vnd sehzig pfunt pfenningen gemeiner mv́nze UrkCorp (WMU) 1645,25; umb fuͤmphe und trizzeich phunt Auspurger phenninge, die do gemain waren ebd. 3556,12; 30 pfennig, also der gemein louff ist DRW 4,117 (HagenauStatB.; a. 1348); auch sol man das korn [...] offenleich auf dem marke verkauffen mit dem gemeinen maz RbHohenlohe 26; geschet iz [der Totschlag] ane vorrathe he schal halden eine gemeyne buze vor sich vnd eine gemeyne buze vor den gast StRNordh 1,72    5.3 gemeiner man ‘unparteiischer Dritter, Schiedsmann’ (vgl. 7 und gemeine swM.): der rihter sol vrâgen umb ein ieglîch sache gemeine liute. daz mein ich alsô, daz er niht bî dem êrsten vrâge der liute mâge oder ir vriunde SpdtL 168,15; jch, her Vͦlrich von Klingenberg, der vorgenande, gemeiner schidman beidenthalb genomen UrkCorp (WMU) 3272,7; vnd sol ich einen man oder zwene kiesen vnd die vorgenanten von Winsperch oͮch einen oder zwene, vnd suln die einen gemenen man weln ebd. N733,42    6 ~ vrouwe, gemeineʒ wîp u.ä. ‘liederliche Frau, Prostitutierte’ er sprach daz si [Maria Magdalena] ware ein gemeiniu sundare AvaLJ 80,5; ir tragt fail ewrn leib / als ain gemaines freuwelein HvNstAp 215; da was si vierczehen iar ein gemæines wiͤp allen den, die si wolten Konr 9,4; ez sol kein gemeine fröuwele keinen frouwenmantel noch kursen niht tragen noch an keinen tanz gên dâ bürgerîn oder ander êrbare frouwen sint StRMeran 425; StRAugsb 190,24; frevelen mit slahenne [...] an den gemainen frowen in dem gemainen huse DRW 4,93 (DiessenhofenStR.; a. 1350). – präd.: hat aber ein varndez frewelin, diu allen luten gemein ist, ein chint StRAugsb 190,21    7 ‘von niedrigem Stand, arm’ ist er edel, so sol man ym abschlahen daz hauptt [...]; jst er aber ein gemainer man, so sol man in verprennen StatTrient 124; aber gemain läut, die wênik wizzent, slahent manger langen wârhait ainen snellen kahtz [Lachen] BdN 106,15. 107,17; KvMSph 36,16; alsó, dc vnser gemeinen burgere niht da mitte wurdent gearmert vnd die gewaltigen gerichert UrkCorp (WMU) N2A,12; das saget uns die hystory das yn das gesinde und das gemeyn volck hieß der schön jungling Lanc 34,12. 246,11; Tr 15636; sô gebe man in gemeiner knehte spîse StatDtOrd 81,28; allen menschen, nút allein den guͦten, sunder den gemeinen armen Tauler 223,6. 223,10. – subst.: der rich und der gemeine Mügeln 324,14

MWB 2 417,42; Bearbeiter: Diehl

2gemeine Adj. ‘geschätzt, geliebt’ (zu meinen swV., vgl. auch gemeinen / noch geminnen Tr 13915. 1111): ein zwelf jâr alter jungelinc, / stille, zühtic, dienesthaft, daz sint driu houbetdinc, / diu des urkünde gebent, daz man sich vürbaz mac an im versehen, / ob er kome an diu zwênzic jâr / daz er gemeine unt ouch geminne werde RvZw 200,5; sus schieden sich diu zwei gemeinen / mit bescheidenlichen sitten, / doch muoston siu sich ê vereinen, / daz si sich nit lange mitten SM:Te 7: 3,7

MWB 2 419,44; Bearbeiter: Diehl

1gemeinen swV. selten gemeinden. 1 ‘teilhaben an etw., Gemeinschaft haben mit jmdm.’ (intr.)
1.1 mit Dat.
1.2 mit Gen.
1.3 mit Präp.
2 ‘jmdn./  etw. zusammenbringen, etw. mit jmdm. teilen, jmdm. mitteilen’
2.1 tr.
2.2 refl.
   1 ‘teilhaben an etw., Gemeinschaft haben mit jmdm.’ (intr.)    1.1 mit Dat.: ein gehîter [verheirateter] läie ist in dem gibot, / wil er dem gotes tische gemäinen, / daz er sich ê sol räinen / mit sîner chiusche wol fumf tage Priesterl 268    1.2 mit Gen.: daz hivte [am Gründonnerstag] dehein cristen mennische si, iz gemeine hiute des heiligen vlêisches unde bluͦtis unsirs herrin Spec 51,17; daz sich got dar inne [im Gralstempel] wil gemeinen / des menschen sele zu werdem hus genoze JTit 528,2    1.3 mit Präp.: daz sie wole mochten gemeinen / in der hiemilischen schare Ägidius 1017; also sere / bat er in durch sin ere / ime sine not erscheinen, / er wolte dar an gemeinen TristMönch 790. – überw. mit: si waren unreine / njeman ne solde mit in gemeinen Glaub 1400; mit den guten und mit den reinen / mit den mac ich wol gemeinen HeslApk 7374; di ivden gemainent niht mit den samaritanys EvAug 216,21; DvAOff 31. – bezogen auf Geschlechtsverkehr: der nezzel same mit wine getrunken hilfet den man, der mit sinem wibe nicht wol mac gemeinen Macer 4,18    2 ‘jmdn./  etw. zusammenbringen, etw. mit jmdm. teilen, jmdm. mitteilen’    2.1 tr.: wolt si mir gemeinen / ir werden gruozes meinen KLD:Namenlos a,46,120; si gemeindin / ir sinne und vireindin / ir rat gemeinlich daran RvEWchr 26461; daz uns geoffinbarit worde fon gode, daz solde wir fort gemenin den di ez nicht blozlich inphahin und di doch der selbin nature sint Parad 66,15; sît dir got hât witze und kunst gemeinet, / sô loese der âventiure haft Loheng 1063    2.2 refl.: glichü dinge, wan si sich gemeinent [ communicant ] in einer formen unde nach einer rede ThvASu 232,4; dû bist daz edeliste guot, daz sich alsô gemeinen mac und mite geteilen den dû wilt, daz dû doch in dir selben belîbest ungeminnert unde gänzlîchen unverwandelt DvASchr 366,36; daz ist och verborgen allem dem, daz er selber nit ist, denn allein dien, den er sich wil gemeinden Seuse 189,4; nu vernement, hoͤrent wie / diu rede sig [l. sich ] gemainet [verbreitet] RvEWh 9757

MWB 2 419,55; Bearbeiter: Diehl

2gemeinen swV. meinen

MWB 2 420,34;

gemeiner, gemeinder stM. Ableitung zu ahd. gimeinî bzw. gimeinida. ‘Teilhaber, Mitberechtigter, Mitglied einer rechtl. begründeten Vereinigung (Schwurgemeinschaft)’ (zur Sache vgl. 2HRG 2,54f.) 1 allg.
2 in Rechtstexten
   1 allg.: gîtekeit gemeinder hât / in burg, ze dorf und in der stat. / der vogt, der schultheiz und der rât / [...] / si lebent alle in gîtekeit Boner 9,35. 45,30; ein geziuc und ein gemeinder / des hôhen zeichens heilecheit / der vereinten gotheit WvRh 3327. in dez mittel ist ain puncte, davon alle lengen gefuͤrt an dem umbkraizze geleich lank sint. und der punct haizzet centrum oder der lengen gemainer KvMSph 7,4    2 in Rechtstexten: quilibet socius operis, qui vulgariter gmainer dicitur UrkPrüf 245 (a. 1290); swer hintz Lantzsperch [...] vert [...] mit saltz, der sol ze Muͤnichen, er selber, sein geselln noch sein gemainer oder diener [...] chain saltz chauffen StRMünch 229,7; SchwSpM 328; an dem brif, [...] dar inne ich zuͦ einem selbscholen vnd gemeiner [Mitschuldner] des geltes, daz an demselben brif stat, geschriben bin UrkHohenz 3,120 (a. 1344); wir Johan der Ringreve, Endres [...], Wernhere, Sifrid und Gyselbret [...], gemeinere [in Bezug auf Burgeigentum ‘Ganerbe’] , die zu dem ubersten hus horen des Ringrevenstein UrkWorms 2:158,28 (a. 1328); MGHConst 8:495,14 (a. 1348)

MWB 2 420,35; Bearbeiter: Diehl

gemeines Adv. Gen. gemeine stF.

MWB 2 420,62;

gemeinheit stF. 1 ‘Allgemeinheit, Gesamtheit’
2 ‘Gemeinde, Bürgerschaft’ (vgl. DRW 4,182f. mit zahlreichen nd. Belegen)
   1 ‘Allgemeinheit, Gesamtheit’ daz wir daz werke der fürbereitunge mügen betrahten in zweier hande wis. ein wis: in einer teillichi [ in particulari ] . [...]. in einer andern wis so mag betrahtet werden daz werk der fürbereitunge in einer gemeinheit [ in communi ] ThvASu 286,4; aber die minne sieht an daz guot in der gemeinheit, ez si daz man ez habe oder niht enhabe ebd. 272,18; Eckh 2:386,1    2 ‘Gemeinde, Bürgerschaft’ (vgl. DRW 4,182f. mit zahlreichen nd. Belegen): wyr [...] syn eyntrechtig worden [...], mit rade der gemeynheit, mit rade der hantwerkin meistirn StRHeiligenst 21

MWB 2 420,63; Bearbeiter: Diehl