ane grînen
stV.
‘jmdm. die Zähne zeigen’
so grinet si an der Satanat: da ist deheines leides undirlaz SüklMill
26,5;
ichn wil mich mit dem munde / niht gelîchen dem hunde, / der dâ wider grînen kan, / sô in der ander grînet an Iw
878;
ir itweder den andern ane grein, / als er in wolde bizzen Herb
10368
MWB 1 242,10; Bearbeiter: Diehl
anegülte
Adj.
in der Wendung schuldec unde ~ sîn
‘zahlungspflichtig’ (alem.):
dc wir schuldig vnd angv́lt sien hern Ruͦdolf [...] nv́nzeg march guͦtes silbers UrkCorp (WMU)
1157,22.
N399,20
MWB 1 242,17; Bearbeiter: Diehl
anegülte
stF.
in der Wendung ze ~ gëben
‘Pfand, Sicherheit’ (nur Freiburg i. Br.):
vnd gilt er in den sehs wochen nv́t, der schvltheize vnd zwene der viervndzweinzigen sv́ln mit dem kleger ze dem hvs gan vnd sv́ln ime ez ze angv́lte geben UrkCorp (WMU)
1797AB,17.
248B,28.
248B,7
MWB 1 242,21; Bearbeiter: Diehl
anegülte
swM.
‘Mitschuldner, Bürge’ (in alem. Rechtstexten):
vnd daz daz alles stæte vnd vnzebrochen belibe, so setz ich dem voͤrgenanten hern Vͦlrichen [...] ze bvͤrgen vnd, daz me ist, ze rechtem selbscholn [persönl. haftender Schuldner] vnd an gvlten hern Hainrichen von Hattenberch UrkCorp (WMU)
3314,20;
wan [...] apt Eberhart und der convent [...] dur die truwe, so sie zuͦ mir hant, [...] hinder mich sint gegangen mit ir guͦtern, angulton, burgon und brieven gen den gaistlichen herron UrkMägdeb
298
(a. 1347)
MWB 1 242,27; Bearbeiter: Diehl
aneguʒ
stM.
Messgefäß (bei der Salzgewinnung); (vgl. ane gieʒen):
vier angvzze vnder dem fvzpoͮme UrbBayÄ
90;
aber ein anguz in dem Stain ze nahst da di trager auz dem prvnn gent, gillt 6 schilling UrbBayS
4,129.
4,128
MWB 1 242,38; Bearbeiter: Diehl
anehabære
stM.
‘Urheber’ (vgl. anehebære):
sider er [der Hl. Geist] nu der anehaber ist gesin, so súllent wir ime ouch daz mittel und daz ende lossende sin MerswBrf
294
MWB 1 242,43; Bearbeiter: Diehl
1anehabe
stF.
zu ane heben? (vgl.
1anehap).
‘Beginn, Ursache’
do die zwene aposteln gut / den keiser sus gelerten / [...] wie man Silvestrum vunde, / der im des were ein anhabe Pass III
68,9
MWB 1 242,47; Bearbeiter: Diehl
2anehabe
stF.
zu ane haben 2.3.
‘Angriff’
groz wunder nam der voget darabe, / daz sie mit steter anhabe / so bereit was sinen worten / und in zu allen porten / mit ir wisheit ummesluc Pass III
641,36
MWB 1 242,51; Bearbeiter: Diehl
ane haben
swV.
teilw. Bedeutungsüberschneidungen mit ane heben
1 mit Akk.d.S. 1.1 überwiegend: ‘etw. (Kleidung) anhaben, tragen’
1.2
‘Besitz, Anteil haben an etw.’
2 mit Akk., selten Dat.d.P. 2.1
‘jmdm. etw. zuwenden’
2.2
‘jmdn. angehen, sich (mit einem Anliegen) an jmdn. wenden’
2.3
‘jmdn. angreifen’
1
mit Akk.d.S.
1.1
überwiegend: ‘etw. (Kleidung) anhaben, tragen’
da vur daz sper durch den man, / als er hette niht an Herb
6366;
so sulen sî wîze hemede unde roclîne anehaben StatDtOrd
73,16;
vil guotiu kleider hêtens an / von bunt und von samîte Wig
7300
1.2
‘Besitz, Anteil haben an etw.’
an den belgen [...] sol Hannus min swager ein achteil an haben UrkFreiberg
1:52,9
(a. 1318)
2
mit Akk., selten Dat.d.P.
2.1
‘jmdm. etw. zuwenden’
der vngervͦweten vnd vngehorsamen herte vonm hirt aller vliz si angehabt [zugewandt gregi (...) attributa
]
BrAsb
2
2.2
‘jmdn. angehen, sich (mit einem Anliegen) an jmdn. wenden’
ze dienen umb ir hulde. / gewunne ich niht mêre dran, / ich wil sî der schulde / niht an gehaben MF:UvG
Leich 5b,13;
doch ze jungist muost er volgen / kunic Karlen, der in an het / mit sô kreftiger bet, / daz er im niht moht versagen Ottok
24840.
47799
u.ö.;
frovde min ledige mich uon anhabenten mich. [interl. zu exultatio mea erue me a circumdantibus me
]
PsM
31,7
2.3
‘jmdn. angreifen’
si habten in an vil sere / mit slegen ane zal Rab
430,1;
nu sind di gewerken czu kriege worden und wollen di mit dem stollen disen di lehen angehaben BgRIglau
445,30
MWB 1 242,56; Bearbeiter: Diehl
anehaft
stM.
‘Anhaften, Verbindung’
ir minne stuont mit sölher kraft, / gar âne wankes anehaft [ohne dass Wankelmut dabei war]
Parz
223,4;
UvEtzWh
4522;
der ander tac [...] hât sînes namen anhaft [trägt seinen Namen] / und heizet artificial JvFrst
1348;
alles tuvels anhaft / machtu vrowe von vns slan PassI/II
146,51;
Maxencius leite alle kraft / mit des gelouben anehaft / zun goten [auf die Götzen]
Pass III
668,24;
der anhaft machet die sele einen geist mit got [I Cor 6,17
]
Seuse
477,20
MWB 1 243,19; Bearbeiter: Schnell
anehaftec
Adj.
(vgl. aneheftec):
ein reht gelassenr mensch sol sich vier ding flizen: [...] III. nút anhaftig sin [nicht an Weltlichem hängen]
Seuse
166,25
MWB 1 243,30; Bearbeiter: Schnell
ane haften
swV.
‘an jmdm./etw. haften, befestigt sein’ (mit Dat.-Obj. oder Präp.-Obj.):
wan des menschlichen geistes fvͤsse etwenne daz ertrich ruͦrent mit der sinlikeit vnd irdenscher stoͮp im anhaftet RvBib
8,8;
ein merfisch an sinem schafte / obene ane hafte Herb
18235.
– übertr.:
[einem] rîchen man [...] kan / haften an / gît KvWLd
23,56;
allez, daz der sêle anehaftende ist Eckh
5: 109,12;
die welt und was der anhaft: guͦt oder ere Tauler
191,26;
Seuse
391,2.
–
‘an etw. hängen, einer Sache verhaftet sein’
der glǒbige man nescol irre lere nieht suchen. noch nescol werltlichen dingen harte ane haften JPhys
22,7.
– subst. ‘Anhängen, Angehören’
daz bilde, daz in dem ougen enpfangen wirt, daz enist des ougen niht [...] sunder ez hât aleine ein zuohangen und anehaften an dem, des bilde ez ist Eckh
1:269,5;
ein innesîn und ein anehaften und ein einen mit gote ebd.
2:244,7;
Parad
17,37
MWB 1 243,34; Bearbeiter: Schnell
anehaftunge
stFM.
‘Verbindung, Verhaftetsein’
sô sich ein iegelich geist ie geringer machet von der anehaftunge aller irdenischer dinge DvAOff
42;
so der mensch [...] hat einen anhaftung, haftende inwonung mit freuden seins pildes, daz got ist, dan er hab ein beleiben an im selber Eckh (J)
45,36;
dilectio adhesionis, daz sprichit ein rechte anehaftunge, [...] also daz schussin [zwischen] mir und ume eine veste aneheftung ist, daz mich nicht fon ume gescheidin mac Parad
88,6;
so auch:
PrGeorg
132,7.
132,10
MWB 1 243,53; Bearbeiter: Schnell
ane hâhen
stV.
1 tr. 1.1 mit Akk.d.S. ‘etw. befestigen, anhängen’
1.2 mit Akk.d.S. und Dat./Akk.d.P. ‘jmdm. etw. anhängen, aufbürden’
2 intr. ‘an etw. hängen’
1
tr.
1.1
mit Akk.d.S. ‘etw. befestigen, anhängen’
mit anderen den ingesigelin, di hir bevuͦrin sint ane gehangen UrkCorp (WMU)
59,14;
sô getriu ist nû kein man, / er hâh ein mortmezzer an [er hängte sich nicht ein Mordmesser an den Gürtel]
Helbl
2,1254
1.2
mit Akk.d.S. und Dat./Akk.d.P. ‘jmdm. etw. anhängen, aufbürden’
der dich die êre an hæht Ottok
63660;
wie si chent den rechten man, / so haecht sis doch dem reichen an Teichn
136,46;
[wenn der Teufel jmdn. verderben will] so hacht er im ein ampt an ebd.
349,20.
– im Sprichwort (vgl. TPMA 7,77):
wen der veint wil schenden / dem haecht er ein langen mantel an Teichn
365,53
2
intr. ‘an etw. hängen’
wat die nuwe schale veit / der smach ir iemer ane heit MorantGalie
46
MWB 1 244,1; Bearbeiter: Schnell
anehalt
stM.
‘Halt, Stütze’
o hiemelische vrowe gut / [...] der cranken staf der sichen trost / [...] dv crankes mutes ein anhalt PassI/II
147,69;
[dem Teufel] valsche sinne / sin der gelust ein anhalt Pass III
475,65;
vor erst sult ir doch daz wyzzen / daz under vier elementen / dy erde [...] ist steter wan di andern. / wan di andern uf ir wandern, / wazzer, luft und vuer balt / han zu der erden anehalt. / wan sy der werlde center ist Hiob
7208.
–
‘Einfluss’
und dy cleinen an gewalt / irslet des nydes anehalt [
et parvulum occidit invidia
]
Hiob
1746;
und dorumme, wi groz bynam / si des tuvels anehalt / und wy groz si sine gewalt, / doch mac er nicht gebruchen ir, / nur sam iz behaget mir ebd.
15045
MWB 1 244,17; Bearbeiter: Schnell
anehanc
stM.
1
‘Angehöriger, Verwandter’
2
‘Gefolgschaft, Anhängerschaft’
3
‘Begleitung, Begleiterscheinung’
4
‘Feuchtigkeit, die sich in der Nacht an Pflanzen niederschlägt’
5 rechtl. ‘zugehörige Liegenschaft’
6
‘Verhaftetsein mit der Welt’
1
‘Angehöriger, Verwandter’
ich bin nuͦ siech und kranck / und haun mængen anhanck, / weib und kint und ander maugen Teichn
510,52;
also sint och vier winde, unde het ieglicher zwene anhenge oder zwene knechte [ z.B. sind die anhenge des Nordwindes dessen Nebenwinde Nordost- und Nordwestwind]
MNat
9,25
2
‘Gefolgschaft, Anhängerschaft’
sît wâriu milte dir gebôt / sô manecvalden anehanc Parz
297,21;
dor noch quam [...] / diz rich und sin anehanc [Bewohner] / Dyonisio zu handen Hiob
6138
3
‘Begleitung, Begleiterscheinung’
di crefte sint ein anehanc und ein aneval des wesines der sele Parad
99,9;
idoch wart er [Adam] geswachet / van der sunden anehang HistAE
151;
wan der hoe got im herab / wazzer gab, da er getrank. / er starb mit gotes anehank [Beistand]
ebd.
3712
4
‘Feuchtigkeit, die sich in der Nacht an Pflanzen niederschlägt’
walt und ouwe, daz gevilde / hât bedecket rîfe und anehanc KLD:KvK
4:1,1;
îs und anehanc / hât der vogelîne sanc / gar gestillet in den welden Neidh
WL 25:2,13;
sne vnt anehanc Warnung
1929.
– mit Gen.-Attr.:
und so ez uz den luͤften / wirt nibeln und tuͤften / mit frostes anhange Minneb
4295;
der bliclîchen bluomen glesten / sô des touwes anehanc erliuternt MF:Wolfr
6: 2,2
5
rechtl. ‘zugehörige Liegenschaft’
das ich [...] den Swinberc mit sinem anhange besuͤhtes und unbesuͤhtes mit aller ehaft ie han gegeben [...] den erberen herron UrkCorp (WMU)
1870,20
6
‘Verhaftetsein mit der Welt’
dú sele gelichet sich ainer lichten flumvedren: so dú enkeinen anhang hat, so wirt si gar lihte [...] gegen dem himele hoh uf gefuͤret Seuse
309,21
MWB 1 244,31; Bearbeiter: Schnell
ane hangen
swV.
intr.; Präteritalformen sind nicht belegt (vgl. ane hâhen).
1
‘(an etw.) befestigt sein’
2
‘jmdm./einer Sache angehören, jmdm. anhängen’
1
‘(an etw.) befestigt sein’
disen brieff mit vnserm anhangenden jngesigel UrkCorp (WMU)
2299,22;
vnd sint zivg die, der jnsigel hie an hangent ebd.
N692
2
‘jmdm./einer Sache angehören, jmdm. anhängen’
also sint och vier winde, unde het ieglicher zwene anhenge [...] dise winde unde ir anhengende winde MNat
10,5;
Daniel
7725;
in welher wîse der mensche mac nemen, als im gebürt, zarte spîse und hôhiu kleit und vrœlîche gesellen, als im die anehangent nâch gewonheit der natûre Eckh
5: 255,6;
hangent den an die Gotte anhangent Tauler
50,21.
421,29;
ist der nicht ein arm man / dem ein siechtum hanget an Teichn
289,2
MWB 1 245,1; Bearbeiter: Schnell
1anehap
stM.
zu ane heben (vgl.
1anehabe):
sante Peter sprach [...] / daz er den anhap hede [den Anfang mache] / vnde got zv ersten bede MarHimmelf
857
MWB 1 245,16; Bearbeiter: Schnell
2anehap
stM.
zu ane haben 2.3 (vgl.
2anehabe):
als pald und er den pruder sach, / do was daz sein anhab [Vorwurf] / daz er die frawen schuldig gab Teichn
565,61
MWB 1 245,20; Bearbeiter: Schnell
ane harn
swV.
‘ansprechen, auffordern’
ein engil chom ze Bethlehem; / Joseben er anharte, / daz er daz kint bewarte Wernh
D 4811
MWB 1 245,24; Bearbeiter: Diehl
ane harpfen
swV.
→
ane
Adv., Präp. 1.1
MWB 1 245,27;
anehebære
stM.
‘Urheber, Anstifter’ (vgl. anehabære):
die schulde ze anden / unde rechen die gevære, / der er was selbe anhebære Ottok
67278;
nû ist ein frâge, ob ez den anhebern unde den sündern ouch geben werde? Eckh (Pf)
361,6
MWB 1 245,28; Bearbeiter: Diehl
anehebærinne
stF.
‘Urheberin, Anstifterin’
als digke fellet das fúrlosenne wip mit dem man in dotsúnde, wenne das fúrlosene wip ist sin ein ursache und ein anhebberin gesin MerswNF
51,30;
MerswKn
101
MWB 1 245,33; Bearbeiter: Diehl
ane heben
stV.
(mit sw. Prät. BdN 278,31 )
‘(mit etw.) anfangen; beginnen, etw. zu tun’ (teilw. Bedeutungsüberschneidungen mit ane haben)
1 intr. 2 tr. 2.1 mit Akk.d.S. 2.2 mit Akk.d.P. und Gen.d.S. ‘jmdn. veranlassen, mit etw. anzufangen’
3 refl. ‘beginnen’
4 in myst. Texten das Part. Präs. in der Wendung anehebende liut, mensche
‘am Beginn des myst. Weges stehend’ (vgl. ane vâhen 2.1 ) 5 subst. ‘Anfang’
1
intr.:
in sines vater wise / hvb er vil lise / an, vnde sanc ReinFu
K,511a;
swenn ich an hebe, sô hœret mir und alse ich hürne, als hürnet ir Tr
3195;
maniger hebt an und schreibt KvMSph
2,18.
–
‘seinen Anfang nehmen’
eya, du geistlicher man, / blibe swie der orden an / gehaben ist zum ersten! Daniel
2765.
– mit Gen.d.S.:
daz beide [...] / bî iren zîten huoben an / wîplicher fuor mit reiner scham HvBer
1469
2
tr.
2.1
mit Akk.d.S.:
die menschen, die daz niden an den füezen anhebent, daz si an dem haupt sölten anvâhen BdN
122,22;
sîn niuwez ambet huober an / mit vlîzeclîchem ruoche Tr
3564;
iedoch hân ich ain klain angehebt ze spinnen [erzählen] von der lieb an ainer andern stat BdN
278,31.
– mit Akk.d.P. und Akk.d.S.:
die zwêne ungevüegen man / die huoben in den strît an [begannen den Kampf mit Iwein]
Iw
6718
2.2
mit Akk.d.P. und Gen.d.S. ‘jmdn. veranlassen, mit etw. anzufangen’
swaz man ouch von den sîden / und von der woll gewürken kan, / der lêr wolt er sî [seine Töchter] heben an HvBer
1523
3
refl. ‘beginnen’
ein grimmer strit hup sich do an Herb
6350;
nu hebet sich ditz buoch an SpdtL
79,27;
hie hebent sich ane die gesetzede der brûdere des dûschen hûses StatDtOrd
57,1;
von den, der nam sich ze latein anhebt an ainem a, dar nâch an ainem b BdN
119,24.
– im Hinblick auf räumliche Erstreckung:
das ander vegefúr das ist [...] also gros, das es sich anhebet vor der helle munt und endet vor der himmelporte Mechth
6: 8,22;
die viertail des tyrkraizzes, die sich anheben an den vier puncten KvMSph
36,29;
daz ertrîch, / daz dû dort sihest sweben, / in dem wazzer an heben. [aufsteigen] / da solt dû varn ûf mit grôzer nôt EnikWchr
19526.
–
‘sich auf den Weg machen’
ze Rôm wil ich mich heben an EnikWchr
27275
4
in myst. Texten das Part. Präs. in der Wendung anehebende liut, mensche
‘am Beginn des myst. Weges stehend’ (vgl. ane vâhen 2.1):
dise begerunge ist drier leige in drier leige lúten [...]. die erste ist in anhebenden lúten, die ander ist in zuͦnemenden lúten, die dritte in den die volkommen lúte heissent Tauler
51,13.
29,29
u.ö.;
Eckh
5:211,11
5
subst. ‘Anfang’
in dem anhebende der messen Tauler
11,30;
dy ersten acht vers dy haben als ein aneheben von dem aleph [interl. zu versus incipiunt
]
PsMb
25(Glossar);
hetten sij die schuͤler nit bewarnet / und huͤtte sij [das Gedächtnis] yn nit ir anheben, / das sij wissent und gelernet haben [das seit dem Anfang bereits Gelernte]
Pilgerf
4816
MWB 1 245,38; Bearbeiter: Diehl
aneheftec
Adj.
‘einer Sache anhängend, zugehörig’ (vgl. anehaftec):
Symon prufte an sime sun / daz er wol strite solde tun, / wand er was starc unde creftic / dem gelouben wol anheftic Macc
6338
MWB 1 246,28; Bearbeiter: Diehl |