â|witzen
swV.
‘von Sinnen sein’
swenner [Saul] awitzen began / und in sin unsin ane gie, / so was mit sinir herffen hie / vor im der junge David / und stiltim guͦtlich alle zit / sine tobesuht als ê RvEWchr
24312
MWB 1 394,27; Bearbeiter: Diehl
âwürhse
stM.
→
âwasel
MWB 1 394,32;
â|würke
stN.
auch â|wërke, â|wirche.
grober Flachs, Hanf, auch der beim Auskämmen entstehende noch verwendbare Abfall:
stuppa: awirki [Laa. awirchi, awurchi, awerke
]
SummHeinr
1:326,162.
2:483,399;
stuppa: awurk VocOpt
17.009;
tumetum: awurk ebd.
17.010
MWB 1 394,33; Bearbeiter: Diehl
axt-
→ ackes-
MWB 1 394,39;
ay
Interj.
→ ahî
MWB 1 394,40;
âʒ
stN.
, selten stM. (z.B. HeslApk
11091, Hiob
8099)
‘Nahrung’ (für Mensch und Tier), nicht immer klar von âs zu trennen (vgl. âs 3):
[sie] furten sie zv danke / mit azze vnde mit tranke, / als in harte wol gezam Herb
7840;
diz sint die besten zwei korn / [...] die der mensche mac gewinnen / durch tranc und durch sinen az HeslApk
11091;
UvZLanz
3686;
wen di maze an dren dingen steit: / an aze an slafe an kleiden Brun
3731;
daz sie nie menschin gesach noch entpfieng menschlichin az JenMartyr
48;
[der Habicht] wirft si [seine Jungen] auz dem nest und pringet in kain âz, dar umb, daz si iht træg sein BdN
170,12.
– als Schimpfwort:
du maden az, was hohst du dich? HvNstGZ
2328;
HvNstVis
145.
– übertr.:
von dir sprechen daz ist wol az [
refectio
]
Brun
12316
MWB 1 394,41; Bearbeiter: Diehl
æʒe
Adj.
‘essbar, schmackhaft’
daz her an sich cleidet daz brot, / daz tuet her nicht ane not: / gut brot ist also eze / daz des niemant wirt ubereze HeslApk
3187;
graz entspringet uber al / beide uf berg unde tal / [...] eze von des touwes vlut. / den tyeren [...] ist ez eine spise Daniel
1780
MWB 1 394,57; Bearbeiter: Schnell
æʒe
stNF.
1
‘das Weidenlassen des Viehs’
2
‘Weideland, Futterfläche’
1
‘das Weidenlassen des Viehs’
von der etz. tuͦt ieman dem andern schaden pey tag oder pei nacht mit etzzen an seinem chorn [...]
StRMünch
327,16
2
‘Weideland, Futterfläche’
jr sult auch verbieten daz iemen ir [der Kitzbühler] etzze niezz mit wit oder mit waid UrkCorp
4,50;
das guͦt ze Cranmos, [...] es lage in der esse von Vͦttenhusen ebd.
649,21;
daz ich [...] han gigên [...] zwene schillinge rehter herren gúlte zi dem nidern æsse us des Stainmaiers hôve ebd.
2644,8
MWB 1 394,63; Bearbeiter: Schnell
æʒec
Adj.
‘essbar, schmackhaft’
wan der alle die edel spise hette die die welt hat, ane brot, si enwere nút essig noch lustlich noch nútzlich Tauler
280,6;
ouch sol man den burgeren allen, tuomherren, pfaffen unde rittern win geben unde allez eszich guot, da manz veile hat RbBasel
6,2
MWB 1 395,9; Bearbeiter: Schnell
æʒen
swV.
→ atzen
MWB 1 395,15;
æʒe|swîn
stN.
‘Mastschwein’
Engelschalchingen der hof giltit [...] zwæi spec swin, zwæi æse swin, zwa gense, sehs hvnre UrbBayÄ
671,a.
675,a;
aesseswin SchwäbWB
1,343
(Es. 1326)
MWB 1 395,16; Bearbeiter: Schnell
âʒgeil
Adj.
‘fresssüchtig’
hie æzet vf der hiute / div welt die tumben liute / und machet siv so azgeil / daz siv vergezzint ein teil / daz siv mit iamers leiden / von hinnan muozen scheiden Martina
275,21
MWB 1 396,3; Bearbeiter: Schnell
â|zic
stM.
‘Verzicht’
[damit] disiu sache und dir [l. dirre
] azîg stete und veste belibe UrkCorp (WMU)
171,12
MWB 1 396,7; Bearbeiter: Schnell
aʒi|gêr
stM.
→
ati|gêr
MWB 1 396,10;
azyma
F.
‘Fest der Ungesäuerten Brote, Passah’ (vgl. LexMA 1,1318f.):
in der czit waz pascha unde azima noch dem andern tage [Mc 14,1
]
EvBerl
54,22;
unde an dem ersten tage der azyma do man dy pascha opphirte [Mc 14,12
]
ebd.
55,7
MWB 1 396,11; Bearbeiter: Schnell
aʒʒeln
swV.
→ atzeln
MWB 1 396,16;
âʒ|zît
stF.
‘Essenszeit’
ein lützel nâch der ezzenzît [La. azzit
]
Tr
3507
MWB 1 396,17; Bearbeiter: Schnell |