ane mâʒen
swV.
refl. ‘sich etw. anmaßen, etw. beanspruchen’
swie ich mich anemâze / ze tihten, des ich lutzel kan EbvErf
4496;
daz ir mir die frouwen lâzt / und iuch ir guotes gar an mâzt Rittertreue(T)
770
MWB 1 258,51; Bearbeiter: Schnell
ane menen
swV.
‘vorwärts ziehen, führen’
mîn herz aldâ begunde / hin ziehen und an menen Hadam
57,3
MWB 1 258,56; Bearbeiter: Schnell
anemerkære
stM.
‘Grenznachbar, Anrainer’
von [...] den anstoßeren und anmirkeren, die an die vorgenante marke des hoves stoßen UrkMoselQ
192,3
(a. 1344)
MWB 1 258,59; Bearbeiter: Schnell
1ane merken
swV.
‘sein Augenmerk auf etw. richten’
got in di hilfe min an merke [
dominus in adiutorium meum intende
]
BrZw
9.
– Zu ane merken in Aufforderungssätzen →
ane
Adv., Präp. 1.1
MWB 1 258,63; Bearbeiter: Schnell
2ane merken
swV.
‘angrenzen’
collimito, terminum facio id est: anamarcho, anamercho, marco, merche SummHeinr
2:234,384;
ir lant diu muͤzen heizen din, / swaz uns der ane merket Rennew
33077
MWB 1 259,4; Bearbeiter: Schnell
anemerkunge
stF.
‘Verzeichnung’
haben wir dise briefe heizzen schriben und mit unsern chunichlichem insigel mit anmerchunge [
annotacione
] der undergeschriben gezuͤge versigeln MGHConst
5:540,42
(a. 1322)
MWB 1 259,9; Bearbeiter: Schnell
aneminne
Adj.
‘lieb, angenehm’ mit Dat.d.P.:
ir half Enêas, / daz ir vil aneminne was En
1260;
gehorent di haiden sine [Olifants] stimme, / si ist in nicht anminne Rol
7774;
dâ vor woltest dû uns [...] die lêre vor tragen mit dem bilde, daz si uns deste anminner wære DvASchr
341,17;
dise genâde ist mir an minner vil denn di gnâde seiner marter MvHeilFr
61;
Litan
782;
WhvÖst
1982
MWB 1 259,14; Bearbeiter: Schnell
anemirkære
stM.
→ anemerkære
MWB 1 259,22;
anemuotec
Adj.
‘anmutig’
daz er anemuͤtig mache daz antluͥt mit oley [
ut exhilaret faciem in oleo
]
PsAlem
103,15
MWB 1 259,23; Bearbeiter: Schnell
ane muoten
swV.
‘jmdn. um etw. bitten, etw. von jmdm. verlangen’
– mit Akk.d.P. und Akk.d.S.:
sy [...] tett willeklich was man sy an muͦtett Stagel
102,33;
mit willigem muote / wârn sie im dienstes undertân, / swaz er sie muote dienstes an LvRegFr
3653;
an biten und an muͤten Minneb
1168.
– mit Akk.d.P. und Gen.d.S.:
sie sprâchen sô, daz nieman / solde sie des mûten an, / daz sie aller tagelich / um ein strôfûter wâgten sich Kreuzf
4016;
daz ich si von dem selben gvͦte deheinr slahte dienstes, daz twanchsal heizet, an mvͦten vnd noten noch bitten sol UrkCorp (WMU)
1945,44.
– mit Akk.d.P. und Obj.-Satz:
da in [Joseph] sein [Potiphars] fraw anmüett, was vnerleich was, da floch er von ir Schachzb
86,174;
er mag sie wol an muten / daz sie in in irem hertzen habe Minneb
1180
MWB 1 259,26; Bearbeiter: Schnell
ane muotwillen
swV.
‘jmdn. mutwillig, grundlos verklagen’
vnd der in darvmb an sprichet, der sol des swern, daz er in niht an muͦtwille UrkCorp (WMU)
475AB,37,15;
so ist der chlager dem antwurter und dem gericht halb als vil schuldich dar umb, daz er in angemuͦtwilt hat OberBairLdr
22
MWB 1 259,43; Bearbeiter: Schnell
anen
swV.
‘etw. ahnen, voraussehen’
diu pein [Biene] ant vor hin an ir nâtûr, ob der tag sanft well sein BdN
289,17.
– meist unpersönl. mit Dat. oder Akk.d.P.: jmdm./jmdn. anet
‘jmdm. scheint, dünkt, schwant’
ez mac vns vbel dar vmbe komen. / mir anet harte groz leit Herb
9592.
15211;
do der geist [Gottes] in [Johannes] dort an wete / [...] / dar an wart im anende / daz Got in da waz manende HeslApk
1635;
mich anet sêre, daz er sî / verborgen eteswâ hie bî Tr
9355;
WhvÖst
733;
on anen ist der sin niht mir; / mich anet zwor in hoffens giͤr / wie mich noch trosten sulle gehuͤre, / minne, ein zertlich abentuͤre Minneb
3205
MWB 1 259,49; Bearbeiter: Schnell
ânen
swV.
1 mit Refl.-Pron. im Akk. und Gen.d.S. ‘auf etw. verzichten, etw. verlieren’
2 mit Akk.d.P. und Gen.d.S./d.P. ‘jmdm. etw./jmdn. wegnehmen, rauben’
1
mit Refl.-Pron. im Akk. und Gen.d.S. ‘auf etw. verzichten, etw. verlieren’
nu ânet iuch der heidenschaft, / und minnet mich nâch unser ê Parz
94,15;
ich möhte mich wol ânen / rîterlîches muotes: / lîbes unde guotes / der gebristet mir beider Iw
3580;
ich wolt mich ê ânen / mînes künicrîche! EnikFb
1188;
EnikWchr
26339;
swer der minne pflit also he sal zu rechte. der beheldit sin gesunt. vnde anet sich ubeler gedanken SalArz
24,30;
mag er im niht gehvldigen, so sol er sichs anen UrkCorp (WMU)
938,24.
– intr. mit Gen.d.P. ‘auf jmdn. verzichten’
ich mag ir niht ânen / mich twingent iriu bant. / si ist mir al ze verre, / diu liebiu frowe mîn SM:St
10: 2,5
2
mit Akk.d.P. und Gen.d.S./d.P. ‘jmdm. etw./jmdn. wegnehmen, rauben’
den bôsen Troiânen, / die mich wânent ânen / wîbes unde êren En
4490;
nu welt ir mich Benjamins ânen BuchdKg
20,13;
HeslApk
15932.
–
‘jmdn. von etw. befreien’
her [Gott] sendet Michaelen / mit sinen undertanen, / die sie [die irwelten selen
] / des tuveles anen, / daz sie nicht underbeligen. HeslApk
17454
MWB 1 259,62; Bearbeiter: Schnell
ane nagelen
swV.
‘etw. mit einem Nagel befestigen, jmdn. (Christus am Kreuz) annageln’
sideln unde laden die niht angenagelt sîn SpdtL
102,9;
uf daz sie / Jhesum zu dem trame hie / gezugen an zu neilen Daniel
4287;
des grimmen annegelns sins herren an daz krúz Seuse
36,16
MWB 1 260,20; Bearbeiter: Schnell
ane næjen
swV.
‘etw. festschnüren, annähen’ (vgl. Brüggen, Kleidung, S. 88 und 236):
sie tet an ein hemde kleine, / daz was wol gezieret, / [...] / ermel gestrichen, / mit der siden [mit Seidenfäden] ane genat Herb
621
MWB 1 260,26; Bearbeiter: Schnell
anenæme
Adj.
‘angenehm, annehmbar’, v.a. in Beziehung auf Gott (anegenæme erst frnhd.):
daz opfer daz ist bequeme / gote anneme Glaub
1240.
49.
3645;
swo der mensche guͦte vnd rechte ding tvͦt, die sin gote anneme PrLpz(L)
130,33;
di gnâde [...] machit annême vor gote alle des menschen werke HvFritzlHl
142,3.
124,17;
daz iz [die Chronik] werd gezême, / prîslich und annême / gote, Marîen und dem meistir NvJer
212;
wer diz ticht allen luten / anneme, daz wer mir lieb. / uz dem latin ich ez hieb, / als ez an den worten stat Daniel
8301;
pin und jomerkeit, die sol dem menschen willig und anneme sin [in der Christusnachfolge]
Tauler
163,10
MWB 1 260,31; Bearbeiter: Diehl
anenæmecheit
stF.
‘Dankbarkeit’
gieb zv dinen gabin die annamekeit SalHaus
41,14;
die heligen neigent sich [...] vor gotte in vliessender minne und wunnenklicher gerunge mit vlizeklicher annemekeit. so danken si gotte, das inen sine gabe [...] was so minnenklichen bereit Mechth
7: 52,18.
5:25,17.
6:39,17
MWB 1 260,45; Bearbeiter: Diehl
anenæmelicheit
stF.
‘das Hängen an irdischen Dingen’
ein boͤse verborgen angel ist in dem menschen, ein leit ougenschalk, das ist ein annemlicheit unde eine valsche nimlicheit, die alle ding an sich trucken wil Tauler
112,11;
wan unser ichtikeit [Geschöpflichkeit] und annemlicheit die hindert Got sines edelen werkes in uns ebd.
205,11
u.ö.
MWB 1 260,52; Bearbeiter: Diehl
ane næmen
swV.
1
‘etw. akzeptieren’ (überw. in Rechtstexten) 2
‘etw. übernehmen’
1
‘etw. akzeptieren’ (überw. in Rechtstexten):
dat [...] si bit disen vorworden dit haue van vns geannomet also, alse selue her na schriuet UrkCorp (WMU)
111,19;
SSp
74,8;
UrkEls
2,159
(a. 1338);
in hette ez Got nicht fon un geannamit Parad
105,17
2
‘etw. übernehmen’
daz er von den selben achzen hvben sal geben von der zit, als er sie annamete UrkCorp (WMU)
777,14
MWB 1 260,59; Bearbeiter: Diehl
aneneigec
Adj.
‘zugewandt’
wenn sich der sunnen schein widersleht auf dem stain [Saphir] , sô gibt er ainen prinnenden schein von im und ist den himelkreften allzeit annaigich BdN
457,25
MWB 1 261,4; Bearbeiter: Diehl
ane neigen
swV.
‘anlehnen’
dy fuchse dy haben ere holre unde dy vogele der hemele ere nest, abir des menschyn sun hat nicht do her syn houbit an geneyge [
reclinet Lc 9,58
]
EvBerl
13,27.
– Part. Prät. ‘konkret’ (vgl. abe ziehen):
von der götleichen drivaldichait, dâ der vater und der sun und der hailig gaist ain lauter ainvaltig wesen sint der gothait, und mag man niht gesprechen mit abgezogner red: diu väterlichait ist diu sünlichait oder diu sünlichait ist die hailigaistlichait. aber man spricht wol mit angenaigter red: der vater ist der sun und der sun ist der hailig gaist BdN
482,16
MWB 1 261,8; Bearbeiter: Diehl
ane nëmen
stV.
1 tr. mit Akk.d.S. ‘etw. (Kleidung, Waffen) anziehen, anlegen’
2 refl. 2.1 mit Gen.d.P. oder Akk.d.P. ‘sich jmds. annehmen, sich um jmdn. kümmern’
2.2 mit Gen.d.S. oder Akk.d.S. ‘etw. aufnehmen, an sich nehmen’
2.2.1
‘etw. (Eigenschaften) annehmen’
2.2.2
‘etw. auf sich nehmen, sich auf etw. einlassen’
2.2.3
‘sich einer Sache annehmen, sich etw. zu Herzen nehmen’
2.2.4
‘sich etw. zutrauen, anmaßen’
2.3 mit Obj.-Satz 2.3.1
‘sich etw. vornehmen’
2.3.2
‘sich etw. vorstellen, einbilden, anmaßen’
1
tr. mit Akk.d.S. ‘etw. (Kleidung, Waffen) anziehen, anlegen’
vremediu kleider nam ich an / als ein listerîcher man RvEBarl
6409;
do nam der pose Silvian / ains andren ritter wappen an, / das man in nicht erkande HvNstAp
19981;
als siu den mantel an genam, / al umbe und umbe err rehte kam UvZLanz
6019
2
refl.
2.1
mit Gen.d.P. oder Akk.d.P. ‘sich jmds. annehmen, sich um jmdn. kümmern’
kvnic, ritter, sine man, / wes nem ich mich an Herb
6172;
daz sich [...] wîp noch man / neme deheinen gast an ûzerhalp dem bürgetor Iw
6146;
ez was ein vil guoter man, / der drîer vriunde nam sich an, / die begunder minnen RvEBarl
4776;
Jôsaphât, der guote man, / nâm sich ouch sînes meisters an ebd.
11044;
vrowe, ich ger niht mêre / wan so vil [...], / daz ir iuch mîn næment an SM:UvS
32: 3,5;
ein weide man; / der nam sich gute hunde an StrKD
7,2;
ein junger man, / der nam sich ein freundinn an / dw im geviel unmazzen wol. / er waz des gelauben vol, / im woltz der vater eleich geben Teichn
69,30
2.2
mit Gen.d.S. oder Akk.d.S. ‘etw. aufnehmen, an sich nehmen’
2.2.1
‘etw. (Eigenschaften) annehmen’
si hæten sich alle an genomen / eine wunneclîche unmuoze Tr
17364;
ob niun und niunzic man / sich grôzer riuwe næmen an RvEBarl
4352;
sô nim der kristenheit dich an / und sage, dû sîst ein kristenman ebd.
7999;
lop erwirbt der man / mit triuwe und ouch mit stæte, / nimt er sich dâ bî tugenden an KLD:Kzl
2: 6,13;
augen vil gra und vollekumen, / die hant sich hochvart an genumen Physiogn
174;
der godis sun [...] da he di menschit ane nam WildM
4,15.
–
[er] nam sich grôzer siecheit an [erkrankte] . / vil sêre er klagen sich began RvEBarl
7471.
– als Part. Prät.:
Êlamîe hiez diu maget; / der was diu milte an geborn; / [...] / angenomen milte schiere zergêt Wig
10805;
únser angenomenú túfellicheit von vriem muͦtwillen Mechth
5: 16,6.
7:17,30.
– als subst. Part. Präs. ‘Annehmen’
in dem annemende der eigenschaft Tauler
94,29
2.2.2
‘etw. auf sich nehmen, sich auf etw. einlassen’
do div rede was getan do newas da dehein man / der sichz [Übertritt zum Heidentum] wolde an nemen; gernor liezzen si sich e marteren GenM
69,22;
sô lât mich erkennen daz, / wie der dienest sî gestalt, / den ich mich sol nemen an KLD:UvL
33: 2,5;
dise âventiure nem sich an / ein sô künstiger man Wig
11653;
er nam sich ir senede leit / vil inneclîche mit ir an Tr
1434;
sus leit er von im zehant / sîn rîchez vürstlîch gewant / und nam sich grôzer armuot an RvEBarl
5947;
nim dich mit dem vremeden man / niht sô vil gespræches an ebd.
7101;
der hiez im bringen schiere / sînen liebesten man, / der sich nam sînes râtes an ebd.
7640.
8230;
ich weiz ir zwêne, und ouch niht mê, / [...] / die sich sô starke arbeit / durch mich armen næmen an Iw
4091;
er sich spottes an nam, / der nie stætem man gezam UvZLanz
2905;
nemt iuch lieber fröiden an [gebt euch hin] ! / diu da trüebe herzen reinent SM:KvL
19: 5,5
2.2.3
‘sich einer Sache annehmen, sich etw. zu Herzen nehmen’
er hât sich alsô vaste / unser swære an genomen Iw
4771;
alliu guotiu werk sint verlorn, wan sich got ir niht anenimet Eckh
5: 414,10;
dem cofent was ze ainem mal schad beschechen, und des nam sy sich an, und hie von wart sy betruͤbet Stagel
38,14
2.2.4
‘sich etw. zutrauen, anmaßen’
ê daz wir uns dehein maisterschaft an nemen, daz wir unsern lerærn undertan schuln sein PrOberalt
28,27;
waz hât ir iuch an genomen / mit iuwer reise dâ her? Iw
6100;
ich bin ein wîp: næm ich mich an / ze râtenne als ein wîser man ebd.
7851;
waz hâstû dich an genomen [was willst du unternehmen] ? / wiltû dich mit unrehte / bieten ze vehte Tr
11322;
ketzer, die sich in laienweis ân all weih an nement peiht ze hœren BdN
217,11;
die läut, die sich mêr an nement wan si volpringen mügent ebd.
219,31
u.ö.
2.3
mit Obj.-Satz
2.3.1
‘sich etw. vornehmen’
wander sichz het an genomen, / er müese die nôt vor bestân Iw
2482;
wie lange wil dv ein lacherin vnd ein chlaferin sin? nim dich an, daz dv gerne betest PrBerthKl
5,19;
Karle an sîn gerihte quam / und aber sich des an genam / daz er dô wolte rihten KvWSchwanr
408;
es ist vil lihte angenomen, das man vor den lúten guͦt si Mechth
5: 11,49;
ez was ein vil rîcher man, / der nam ze kurzewîle sich an, / daz er ein rêchkälbelîn / zôch in dem hove sîn RvEBarl
6522
2.3.2
‘sich etw. vorstellen, einbilden, anmaßen’
swelher sich daz nimet an / daz er der beste sî von in Iw
1850;
dû hâst dich angenomen, / dû künnest worte arzât sîn RvEBarl
638;
er nam sich an, er wære got Eracl
4540;
HvNstGZ
5132
MWB 1 261,20; Bearbeiter: Diehl
anenëmheit
stF.
‘Beschäftigung mit etw.’
etliche werdent verdobt [taub] mit iren eigenen ufsetzen und iren annemheiten in sinlich wúrklicheit Tauler
192,10
MWB 1 262,50; Bearbeiter: Diehl
anenëmlich
Adj.
1
‘zur Annahme geeignet’ , in Bezug auf die menschliche Natur durch Gott (Übers. v. assumptibilis , vgl. anenëmunge ) 2
‘bereit, anzunehmen’
1
‘zur Annahme geeignet’, in Bezug auf die menschliche Natur durch Gott (Übers. v. assumptibilis, vgl. anenëmunge):
ez ist zesagen, daz etliches heizet annemliche von dem, daz es dar zuo gevellig ist, daz es angenomen werde von der gotlichen naturen ThvASu
40,25.
42,10
u.ö.
2
‘bereit, anzunehmen’
sus sin wir aber mit gotte vereinet in annemelicher liebin und demuͤtiger dankberkeit Mechth
7: 7,13
MWB 1 262,54; Bearbeiter: Diehl
anenëmunge
stF.
‘Annahme’, v.a. für das Annehmen der menschlichen Natur durch Gott:
niht uon der uerwantelunge dere goteheite in die lih halt uon der annemunge [
non conversione... sed assumptione
] dere mennischeite in got WindbCant
144;
wan denne diu selbe natûre [...] sun des êwigen vaters worden ist von der annemunge des êwigen wortes Eckh
2:382,1.
2:380,3;
daz er der erste und eingeborne sun ist nach der úbertreffenden annemunge [menschlicher Natur] in die selbsheit der goͤtlichen persone Seuse
339,11;
daz getragen wirt in dem worte der annemunge zwei ding: daz ist daz beginne der tat unde daz ende ThvASu
34,7.
52,1
MWB 1 262,63; Bearbeiter: Diehl |