Wörterbuch
ABCDEF s.VGHIJKL
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a – abebrëchære, âbrëchære
abe brëchen, âbrechen – abe drumen
abe|ein – abe ertwingen
abe ervëhten – abegezogen
abegezogenheit – abe houwen
abehouwunge – abelæge
abe lantscheiden – abe lœsen
abelœsunge – âbentganc
âbenthan – âbentsunnenschîn
âbenttanz – aber|æhter
abe rechenen, abe rechen – aber|schâch
abe rücken – abe schieʒen
abeschiht – abeslac
abe slahen – abe stîgen
abestôn – abetragære
abe tragen – abe vâhen
abeval – abe wahsen
abe wæjen – abe weschen
abeweschunge – abe ziehen
abeziehunge – âbrëchære
âbrëchen – achter-, ahter-
achwent – ackervruht
ackerwërc – adellich, adellîche(n)
adelmuoter – âderslahen
âderstôʒ – affensmalz
affenspil – afterbier
afterblunder – aftermuoder
aftermûre – afterwort
afterzal – agleister
agleistervar – ahselrote
ahselspange – ahtehalp, ahtodehalp
ahten – âhui
ahzec – alamande
alanc – alde
aldê – algorismus
alheit – allergotesheiligentac
allerhalbe – allersamen, allersam, allersamet
allersêlentac – allwent
Alman, Almân – alp
alpha – al|tagelich
altære, altâre, alter – alters|eine
alterstat – altmæʒec
altmüede – alwaltecheit
alwaltende – ambahtære
ambahte – âmehte
âmehtec – ametiste
âmezûber – amt
âmügel – anderheit
anderleie – andorn
andouge – ane bereiten
ane bërn – anebot
ane botwarn – ane draben
ane dræhen – ane errâten
ane ersëhen – anegedenken
anegedenklich – anegeslaht
anegeslöufe – anegrîfunge
ane grînen – aneheftec
ane heften – aneinander
ane jagen – ane komen
ane koufen – aneleitrëht
aneleitunge – 2ane merken
anemerkunge – ane phîfen
ane phlanzen – anerüeftec
ane rüeren – aneschouwede
aneschouwelich – anesidel, anesedel
ane sîfern – ane sniudeln
ane snöuwen – ane springen
anespruch – ane strîten
ane stroufen – ane trëten
ane trîben – anevëhtigunge
anevëhtlich – anevluʒ
ane vordern – ane weigen
aneweigunge – anewîsunge
ane wonen – angelisch
angeln – angestnôt
angestsam – ankesmër
anlamin – antlæʒec
antlâʒen – antsmër
anttac – antwîch
antwürkæreknëht – apfelrîs
apfelrôt – ar
âr – arc|haft
arche – ardell
ardîse(n) – armbendec
armbouc – armiure
armlëder – arnebote
arnen – art
art – arzâtîen, arzedîen
arzâtîn – âsblâsende
ascalamus – â|schildes
aschlouch – aspentier
aspindê, aspindei – astronomierre
astronomus – atrament
atte, ette – avelen
âventiurære – â|witzec
â|witzen – âʒ|zît

   anetkrût - anevanc    


anetkrût stN. ‘Dill’ (vgl. tille): anetum haizt anetkraut BdN 381,28; dû scholt auch niht gedenken noch wænen, daz anetkraut aneiskraut haiz, wan daz ist ain ander kraut ebd. 382,10 u.ö.

MWB 1 290,56; Bearbeiter: Diehl

anetrac stM. ‘Anschlag’ ich trag grosser beschwaͤrde dol: / Got von himelrich, du erkennst wol / disen antrag unnd diß groß unrecht FrSchw 473

MWB 1 290,60; Bearbeiter: Diehl

anetragære stM. zu ane tragen. ‘jmd., der etw. anbahnt’ swer auch dez [Entführung eines Kindes zur Verheiratung gegen den elterl. Willen] antrager ist, frowe oder man, der sol ligen in dem turne funf iar NüP 170

MWB 1 291,1; Bearbeiter: Diehl

anetragærinne stF. zu ane tragen. ‘Frau, die etw. herbeibringt, Kellnerin’, übertr. ‘in die Wege leitet, Anstifterin’ den wirt der lôn weder oben ûf dem himele noch hie niden [...]. daz sint die trüllerinne [Kupplerinnen] unde die antragerinne, der nieman mêr ze keiner bôsheit geruochet PrBerth 1:335,32; das ist die spiserynne / und die andregerynne / hie in dem huse und ansetzerynne. / sij gibt der selen zu essen Pilgerf 13164

MWB 1 291,6; Bearbeiter: Diehl

ane tragen stV. 1 ‘etw. (an sich) tragen’ (meist Kleidung, auch Rüstung, Schmuck)
2 ‘herantragen’
2.1 mit Akk.d.S. ‘etw. herantragen, herbeischaffen’
2.2 mit Akk.d.S. und Dat.d.P. oder doppeltem Akk.
2.2.1 ‘jmdm. etw. antragen, anbieten’
2.2.2 ‘jmdm. etw. zufügen’
3 ‘etw. anstiften, in die Wege leiten’
   1 ‘etw. (an sich) tragen’ (meist Kleidung, auch Rüstung, Schmuck): einen goden waphen roch trocher an Roth 1118; swaz der ritter ane truc, / ez [das Geschoß] fur durch in san, / alser nicht en hette an Herb 4500; knecht, gebur, koufman / mvsten ysen [Rüstung] tragen an ebd. 9860; wir enkvnden von der gezirde / nimmer gesagen vollen gnvc, / die die frauwe ane truc ebd. 628; die selben wallenden man / die truogen unde hæten an / lînkappen unde solhe wât, / diu wallæren rehte stât Tr 2630; zwêne brîsschuoch [Schnürschuh] er an truoc Wig 1434; vil maniger grawes [graue Mönchsgewänder] ane treitt / und hat verwandelt sein leben HvBurg 32    2 ‘herantragen’    2.1 mit Akk.d.S. ‘etw. herantragen, herbeischaffen’ den schaz man ane zale nam. / vnde trogin allez daz an. / vz des kuningis kameren Roth 789. 3111; der gebûr rief dem wîbe sâ; / er sprach ‘nu trac den harnasch an: / wir suln von dem walde dan / balde varn ê ez tage.’ Wig 5459. – mit Ersparung des Obj.: fraw, nu haist tragen an. / [...] da trügen sy dy saümschrein / an das schef, prot und wein Hawich 3845. – selten mit Akk.d.P. ‘jmdn. herantragen’ dâ wart der arme Tristan / mit maneger clage getragen an / vil tougenlîche Tr 7346; sus swebeten sîne sinne / in einer ungewissen habe: / trôst truog in an [führt ihn ans sichere Ufer] und zwîvel abe. / ern vant niht stætes an in zwein ebd. 892    2.2 mit Akk.d.S. und Dat.d.P. oder doppeltem Akk.    2.2.1 ‘jmdm. etw. antragen, anbieten’ und truog in sînen dienest an Tr 3401; deist triuwe, diu von herzen gât; / diu treit sich uns vergebene an ebd. 12337 u.ö.; Nicômachus begunde ouch sagn / wie in daz mort was an getragen [wie er zur Mittäterschaft aufgefordert worden war] RvEAlex 19376. – mit Ersparung des Obj.: der vnterkauffel [Makler] [...] hat das guet also angetragen StRPrag 82. – mit Gen.d.S. und Akk.d.P. ‘jmdm. etw. berichten, nahelegen’ als ich ein teil hie hân geseit / des mich der schrift urkünde an treit RvEAlex 15554    2.2.2 ‘jmdm. etw. zufügen’ diz truogin [seinen Freunden] grôzen jâmer an Tr 2585; was jâmers mir in kurzen tagen / ist von dem Karlot an getragen Ottok 4858    3 ‘etw. anstiften, in die Wege leiten’ wer schol daz wenden vnde chlagen, / daz got selbe ruchet antragen, / der an niemen missetvt? Wernh D 2058; swaz der tieuil angetreit, / ih wêiz er sich niemer geleit / untzer daz uol bringet ebd. D 4851; daz all teufel nicht an truͤgen, / daz pringt si zu in churzer vrist Teichn 294,20; ich getrûwez heinlîche alsô wol an getragen: / daz Prünhilde weinen sol im werden leit NibB 873,2. 1107,1. 1116,1; HvNstAp 9209; Ottok 523; HvFreibTr 5898. – ‘mit jmdm. etw. beginnen, verabreden’ vrouwe, dâ sult ir / mit dem künege daz an tragen / [...] daz er denne rîte / gein dem blanken lande hin HvFreibTr 4209. 2360. 2376; mit dem selben man / truoc ouch herzog Otte an, / wie er über kæme / daz er niht schaden næme Ottok 86929; der selbe geistlich man / truoc die verrâtnus an / mit den unsæligen ebd. 60628

MWB 1 291,15; Bearbeiter: Diehl

anetraht stF. ‘Vorhaben’ swie sie machten die antracht, / nieman in des widervacht Pass III 568,71. – übertr. ‘Angriff’ Crist [...] von ir wolde schieben / des ungemaches antracht Pass III 642,5

MWB 1 292,12; Bearbeiter: Diehl

ane tratzen swV. ‘jmdn. herausfordern’ von Stretwic hern Dietmâr / der herzog dar sazt. / dick wart er an getrazt / von den von Rastat. / mit ellenthafter tât / widertet er daz sider Ottok 27791

MWB 1 292,16; Bearbeiter: Diehl

ane trëffen stV. ‘jmdn./etw. betreffen’ daz si daz laîsten, [...], daz si da an triffet UrkCorp (WMU) 1435/1,44,29; die sache, [...], diu vnser herschaft antriffet ebd. 935,7; e ich nu gar betichte / daz letzte capitel und gerichte, / so wil ich vor erkosen mich / mit underbunden [Ausschmückungen] suberlich, / die da min leben treffen an Minneb 3191. 4151. 4259; ein wiser mensche sol sin innerkeit in der usserkeit nút verwerffen, noch der usserkeit von der innerkeit nút verloͤickenen, sunder da es ane triffet die werk der gehorsame Seuse 470,11

MWB 1 292,20; Bearbeiter: Diehl

anetrët stM. ‘Stufe, Schwelle’ dô gieng er hin [...] für die kirchen an sîn gebet. / dâ kniete er an der swelle antret [La. an der kirchen antrit ] AlexiusB 202; die tür er ûf sliezen began. / dô vant er in ligen an sîme gebete / ûf der swelle anetrete. / er sprach im zuo [...] wol her în ebd. 216

MWB 1 292,31; Bearbeiter: Diehl

ane trëten stV. 1 intr.
1.1 ‘beginnen’
1.2 ‘fällig sein’
2 tr.
2.1 ‘etw. beginnen’
2.2 ‘jmdn./etw. betreffen’
2.3 ‘jmdm. zuteil werden’ (mit Akk.)
2.4 ‘jmdn. überkommen’
2.5 ‘etw. auf sich nehmen’ (fraglich, ob Partikelverb)
   1 intr.    1.1 ‘beginnen’ nu ist die zit an getreten / daz ich wil dich [Jesus] [...] geweren meiner liebe Hester 24    1.2 ‘fällig sein’ der zins der trit an von iare zv iare zv sente Mertins tage UrkCorp (WMU) 777,15    2 tr.    2.1 ‘etw. beginnen’ er dô anetrat / [...] / was im und in daz beste was NvJer 1716; und die meren / werk [...], / die sie zum ersten taten, / do sie daz leben an traten HeslApk 3638; nu trat ez an ein hunger jar Vät 21545; also daz si oder ir erben [...] antreten sullen daz selbe silber inzenemen MGHConst 5:478,19 (a. 1320)    2.2 ‘jmdn./etw. betreffen’ swas [...] den bischof antrat Pass III 56,67; mit disir kunst formochte he daz irkante alliz daz Got ie geschuf und daz he noch schaffin wil, aber nicht daz sine unendelichkeit ane tridit, daz inkennit si nicht Parad 37,34; was dy provincien antrit MarcoPolo 27,1    2.3 ‘jmdm. zuteil werden’ (mit Akk.): vrunde und mage [...] / die mit geburt in traten an Pass III 415,23; der name sie [die Thebaner] ot an trat / von einer grozen houbtstat, / die was Thebea genant ebd. 485,5; Helwîge von Goltbach, / den [die Stadt] Cristburc dô trat ane NvJer 16443; waz du uns, herre, tete / und Jerusalem der stat, / die unser vetre an trat, / von rechte tete du daz Daniel 1344. daz si an ieglicher stat / bewiseten, die sie antrat [wo sie hinkamen] Pass III 636,7    2.4 ‘jmdn. überkommen’ den keiser michel not antrat Pass III 206,36. 12,57; die cristen groz not antrat Vät 38150; wenne di stat oder daz lant eine not antrittit StRFreiberg 242,22; alzu hant sie al an trat / leide, durch die rede hie Daniel 7584    2.5 ‘etw. auf sich nehmen’ (fraglich, ob Partikelverb): nu trit wider an die not! Daniel 2635

MWB 1 292,37; Bearbeiter: Diehl

ane trîben stV. 1 mit Akk.d.S.
1.1 ‘etw. fortwährend tun, immer wieder machen’
1.2 ‘etw. unterstützen, vorantreiben’
2 mit Akk.d.P. und Akk.d.S. (selten Gen.d.S.)
2.1 ‘jmdn. zu etw. bewegen, anstacheln’
2.2 ‘jmdm. etw. aufzwingen, aufdrängen’
   1 mit Akk.d.S.    1.1 ‘etw. fortwährend tun, immer wieder machen’ diß treib er so lang an das des Lyonel gewar wart Lanc 53,11. 69,2 u.ö.; si want sich unde brach ir lîp / sus unde sô, her unde dar / und treip daz an, biz si gebar / ein sünelîn mit maneger nôt Tr 1748 u.ö.; daz treib er zallen ziten an / [...] / unz er wol gelernet hate / daz selbe blatwerfen gar StrAmis 250; dî wîle sî diz tribin an NvJer 5319    1.2 ‘etw. unterstützen, vorantreiben’ Johannes baptista / und Johannes ewangelista / triben auch die bet an / die Maria hat getan HvNstGZ 7178; er was der hôstin ein, / dî dô tribin an den mein / mit valschheit ungehiure NvJer 18453    2 mit Akk.d.P. und Akk.d.S. (selten Gen.d.S.)    2.1 ‘jmdn. zu etw. bewegen, anstacheln’ daz si den tugenthaften man / solher gernde triben an, / dâ er sich leider an liez Ottok 55867; wære aber sîn ze vil, / daz ir mich an disem zil / wolt twingen unde trîben an, / sô wil ich ez wizzen lân / mînen oberisten rât ebd. 66551    2.2 ‘jmdm. etw. aufzwingen, aufdrängen’ wan wir mit vrlivge, daz vns vnd vnser gotes hvs vbel livte an triben ane reht, in grozen schvlden waren UrkCorp (WMU) 145B,36; diu funf klôster ir swære / klagten dem herzogen Albreht, / daz er si bî dem alten reht / lieze belîben. / des begunde man in trîben / grôze bete an Ottok 67628; vriunt, troumet iu? sprach Tristan / waz mære trîbet ir mich an [welche Reden führt ihr gegen mich] ? Tr 14572. 19041

MWB 1 293,8; Bearbeiter: Diehl

ane trinken stV. ane Adv., Präp. 1.1

MWB 1 293,38;

anetrit stM. ‘das Einsetzen von etw.’ mit gewaldes antrit / brich mir lib vnde lit PassI/II 119,73; sie bestund ein unruch / so hart, daz sin antrit / erschutte ein ieglich gelit / als von suchen qualden Pass III 53,11

MWB 1 293,39; Bearbeiter: Diehl

ane trühsen swV. ‘etw. betrügerisch, ehrabschneiderisch anbahnen’ (?) ir sult ouch under einander fride machen, niht einez zuo dem andern gên unde sagen bœsiu dinc unde gereizen unde gewerre machen: [...] phî trüllerin! wie stêt ez umbe dînen fride, den dû an trühsest unde trüllest? dîn fride heizet des tuivels fride PrBerth 1:56,29

MWB 1 293,44; Bearbeiter: Diehl

ane trüllen swV. ‘vorgaukeln’ PrBerth 1:56,29 → ane trühsen

MWB 1 293,51; Bearbeiter: Diehl

ane tuon V. 1 refl. ‘sich anziehen’
2 tr. ‘etw. antun’
2.1 in Bezug auf Kleidung, Rüstung, Waffen
2.1.1 ‘etw. anziehen, anlegen’
2.1.2 ‘jmdm. etw. anziehen’ (mit Dat.d.P.)
2.2 ‘jmdm. etw. antun, zufügen’ (mit Dat.d.P.)
   1 refl. ‘sich anziehen’ Basilius [...] erlich sich antet, als ein bischof zu rechte sal Pass III 129,6    2 tr. ‘etw. antun’    2.1 in Bezug auf Kleidung, Rüstung, Waffen    2.1.1 ‘etw. anziehen, anlegen’ íh bín ûze mînemo rócche geslóffan. uuîe scal íh ín uuídere áne getuon ? Will 78,2; daz igelicher [...] ûz unde ane muge tûn sîne cleider unde sîne schûhe StatDtOrd 39,11; er begunde [...] sinen halsberc ane tun Herb 14678; nu hete der rise küene sîn gewæfen an getân, / sînen helm ûf sîn houbet NibB 489,1; beide sunne inde mane, / duͦt uͥch swarze kleider ane, / ir sult bit mir bedruͤvet sin! MarlbRh 28,23. – übertr.: wat is dat manichvare kleit, / dat dich so wertlich ümbeveit, / wan aller dügde manichveldicheit, / diͤ din reinste geist ane deit? MarlbRh 113,28. – phras. (?) ‘ins Kloster gehen’ einen grawen rok antuͦn Tauler 255,17     2.1.2 ‘jmdm. etw. anziehen’ (mit Dat.d.P.): ir cleidír tatín sie ír ane Athis D 131; im waren angetan núwú minnevúrige cleider Mechth 7: 59,10; sie hetten eim ritter Lancelots wapen angethan Lanc 464,16; da enpfing die ebtißinn den knecht zu bruder und dete im geistlich cleyder ane [als Zeichen der Aufnahme in die geistl. Gemeinschaft] ebd. 16,12. – übertr.: biz daz ir angetan wert mit der chraft vz der höch EvAug 208,21    2.2 ‘jmdm. etw. antun, zufügen’ (mit Dat.d.P.): da suln wir im dhain vngemah niht antun UrkCorp (WMU) 2998,24; dar nach im och die diener sin / an tattend maͤnig grosse pin KvHelmsd 2110. 2519; Eckh 5:59,17; darnach bat er alle sin frunde das, was dot er den zwein an thete Lanc 541,5; KvHelmsd 3807; vil kræftlos von mænigem schaden / den sú im hettent an getan WernhMl 9635. 9859; des nachtes in dem ersten slaff ging Morg und ir jungfrauwen zu Lancelot und daten im so großen slaf an das yn nymand erwecken kunt Lanc 574,24. 586,25. – mit Ersparung des Dat.d.P.: etslichen angitan unrehtin BrZw 7. – Zu ane tuon in Aufforderungssätzen → ane Adv., Präp. 1.1

MWB 1 293,53; Bearbeiter: Diehl

âne tuon V. → âne 1.3.2, → tuon

MWB 1 294,30;

ane twingen stV. ‘jmdn. zwingen’ (fraglich, ob Partikelverb): wære aber sîn ze vil, / daz ir mich an disem zil / wolt twingen unde trîben an, / sô wil ich ez wizzen lân / mînen oberisten rât Ottok 66551

MWB 1 294,31; Bearbeiter: Diehl

ane urborn swV. ‘als Zinsgut anvertrauen’ (vgl. urbor): teile vns diner tugende hort / der dich ist ane gevrbort / von dem himilschlichen adel Martina 79,80

MWB 1 294,36; Bearbeiterin: Baumgarte

ane vâhen stV. 1 ‘etw. unternehmen zu tun’ (präp. Bestimmung des Beginns mit an , in und ze , des Inhalts mit mit und von )
1.1 allgemein ein Handeln anzeigend (tr.): ‘etw. (ein Verbrechen) begehen’
1.2 mit Fokussierung auf die Vorgehensweise ‘etw. (auf eine bestimmte Weise) machen, angehen’ (tr., der Akk. ist meist ein ana- oder kataphorisches Pron. [ , seltener daʒ u.ä.])
1.3 mit Fokussierung auf den Beginn eines Handelns ‘etw. beginnen, anfangen’
1.3.1 tr.
1.3.2 intr. in parataktischen Konstruktionen mit einem zweiten, die begonnene Handlung spezifizierenden Verb
2 den Beginn der räumlichen oder zeitlichen Ausdehnung bezeichnend, ‘beginnen’
2.1 intr.
2.2 refl.
3 ‘einfangen’ (tr.)
3.1 in Rechtstexten; durch Handanlegung ein eingefangenes Tier als Eigentum beanspruchen (vgl. anevanc 2.1 und anevangen 2 ; s.a. ane vallen 3.3 )
3.2 Jägerspr. (?): ‘etw. (Jagdhunde) an die Leine nehmen’ (vgl. Dalby, Mediaeval Hunt, S. 5)
   1 ‘etw. unternehmen zu tun’ (präp. Bestimmung des Beginns mit an, in und ze, des Inhalts mit mit und von)    1.1 allgemein ein Handeln anzeigend (tr.): – ‘etw. (ein Verbrechen) begehen’ wer aber, daz dar vber ieman iemanne bi gestvͦnde [...], der die vnzvͦht ane gevienge, der sol in den selben schvͦlden sin als der, der die vnzvht ane gevieng UrkCorp (WMU) 795B,34; weitere Belege WMU 1,107f. – entleert, als Füllwort auf ein anderes Verb vorausweisend: Annas Jesum angevînc / Caiphe zû senden / mit zûgebunden henden JvFrst 4910; wie getorstes du daz angevân, / daz du mir engegen soltest gân? Boner 51,21    1.2 mit Fokussierung auf die Vorgehensweise ‘etw. (auf eine bestimmte Weise) machen, angehen’ (tr., der Akk. ist meist ein ana- oder kataphorisches Pron. [, seltener daʒ u.ä.]): do deme tievel do missegie, anders er iz anevie AvaLJ 47,1; virholne sie iz ane viengen GrRud Ib 7; wie si ir red des morgens an / vor dem kunic wolden vâhen, / daz woldens überslahen / an ir gemach under in Ottok 1508. – in formelhaften Überleitungen mit Verben des Hörens und Sagens, seltener des Sehens: ich sage iu, wie erz an vie Hochz 879; Eracl 955; nu vornemet wie siz ane vinc Eilh St,7432b; Wig 3667; Eracl 3131; nu hœrent wie siuz ane vie UvZLanz 632; Herb 11263. sîn dinc ~ ‘sein Vorhaben angehen, seine Sache (in bestimmter Weise) machen’ svie si doch ire ding ane vîngen, / si muͦstin Rômêrin alle dienin Anno 21,25; Athis D 8; swer sîn ding reht anevie, / daz ez im dike wol ergie SM:Gl 2: 8,5    1.3 mit Fokussierung auf den Beginn eines Handelns ‘etw. beginnen, anfangen’    1.3.1 tr.: do vienc der vil heilige gotes trv̂t daz heilige ewangelium an Konr 3 W1,160; zu hant her an die rede vienc GrRud I 15; daz sich volende diu begunst, / die mir angevangen hât / des wîsen Barlââmes rât RvEBarl 7429; die menschen, die daz niden an den füezen anhebent, daz si an dem haupt sölten anvâhen BdN 122,22; der liegen und triegen an vienc StrAmis 41. – mit Inf. (mit und ohne ze) oder Gerundium: als ich iz schowen angevienc HeslApk 10579; und loblich an viengent / Gott loben mit glichem mund KvHelmsd 2434; Ihesus anviench ze sprechen zv der schare EvAug 22,23; daz swaz zescauenden dv anvahist BrZw Prolog. – mit Nebensatz: [den Weihnachtsstern] sæhe er gerne, / wa er an vienge, daz er uf gienge AvaLJ 22,4    1.3.2 intr. in parataktischen Konstruktionen mit einem zweiten, die begonnene Handlung spezifizierenden Verb: – Verknüpfung mit vnde: ouch uienc her ane da ce stete / vnde sagete in manige note Ägidius 590; [sie sollen 3 Tage für die Äbtissin] visschen vnd sulnt ane vahen ze Mvnstere an staphel gruͦbe UrkCorp (WMU) N306,15; an sime houbet er anevinc / vnde spilt in vf den satelbogen Herb 10306. – ohne Verknüpfung: er uieng in oben zeder achselen an, / er zetailte ros unde man Rol 4055; dirre Julius teilte iglichem manden sine tage vil ordenlich. er vienc an an dem mercen MNat 16,29; AvaLJ 206,2; Tauler 81,33 u.ö.    2 den Beginn der räumlichen oder zeitlichen Ausdehnung bezeichnend, ‘beginnen’    2.1 intr.: des lant marcke vahet an / ze dem gebirge an Caucasas RvEWchr 1421; [der Weg] der an der lantstrasse niden an vahet, da dv́ linde stuͦnt UrkCorp (WMU) 2214,40; do der abent ane vienc StrKD 161,3; Athis C* 4; MNat 7,13; GrRud H 48; hie vahent an die zinsphennige ze Endinge UrkCorp (WMU) 1103,4; nû sul wir rehte besehen, / wie ez der frouwen ergie / und wie ir dinc ane vie Eracl 644. – von Schriftstücken: hantveste UrkCorp (WMU) 542,24, brief ebd. 582AB,8, buoch Gnadenl 3:O1,1, mære RvEWchr 11090 u.ä. – Part. Präs.: und seit [sagte] im do den underscheid eins anvahenden, zuͦnemenden und volkomen menschen Seuse 113,20; Tauler 70,15    2.2 refl.: dar nâh vîng sich ane der ubile strît Anno 40,1; [der Name] sich ze latein an ainam A anvâhet BdN 427,7; deu andern sehs himlzaichen, die sich anvahent an der wag und enden sich mit den vischen KvMSph 25,23; RvEBarl 9250    3 ‘einfangen’ (tr.)    3.1 in Rechtstexten; durch Handanlegung ein eingefangenes Tier als Eigentum beanspruchen (vgl. anevanc 2.1 und anevangen 2; s.a. ane vallen 3.3): was rosse geraubet werden awf der veint gut, [...], der mag man nicht czu recht angeuahen SchöffIglau 80; subst.: van anphahen der rosse StRBrünn 402    3.2 Jägerspr. (?): ‘etw. (Jagdhunde) an die Leine nehmen’ (vgl. Dalby, Mediaeval Hunt, S. 5): nu heizt die hunde vâhen an, / ich wil in [den Hirsch] mit mir füeren hin PleierMel 2116

MWB 1 294,40; Bearbeiterin: Baumgarte

anevâhunge stF. ‘Beginn’ aber dü ding, die da behörent zuo einem schowelichen leben, [...] sint etlich anvahunge der selikeit ThvASu 168,15

MWB 1 296,6; Bearbeiterin: Baumgarte

aneval stM. ‘das Anfallen von etw.’ (vgl. anegeval) 1 allgemein
1.1 ‘Auftreten’ , im relig. Kontext ‘Versuchung’
1.2 ‘etw. von außen Herangetragenes’
2 häufig im rechtl. Kontext (vgl. DRW 1,619f. für weitere Belege)
2.1 ‘Erbteil’
2.2 ‘Anspruch auf ein Erbe oder Lehen’
2.3 ‘Nachfolge’
2.4 ‘Herrschaftsübergang’
2.5 ‘Abgabe bei Besitzübernahme’
   1 allgemein    1.1 ‘Auftreten’, im relig. Kontext ‘Versuchung’ so ist daz ein irrsal / der da hat ainn anval / unglaubens Teichn 564,3378; der heilige geist [...] benam den aneval der erbesunden HvFritzlHl 18,9; allen schaden und verlust / siner habe uber al / von ungeluckes ane val Hiob 250. 161; durch dis ertzes aneval [Vorkommen] ebd. 10670; vil groz wart der aneval [Andrang der Turnierzuschauer] Krone 2887; waz dw chirch gepoten hat, / daz ist ordenleich tat. / so haist ains ein anvall [zufälliges Ereignis] / das ist in der vreien wall Teichn 406,59; weis [eines Liedes] ist nur ein an val, / aver wort sind an beginn ebd. 440,214    1.2 ‘etw. von außen Herangetragenes’ wanne di sêle ist ein substancie, di gnâde in der sêle ist ein aneval HvFritzlHl 181,8. 181,14; dâ von kumet [...] der mensche [...] ze gotte, enkleidet von irdenschem anevalle PrEkkewint 234    2 häufig im rechtl. Kontext (vgl. DRW 1,619f. für weitere Belege)    2.1 ‘Erbteil’ do [...] sich sanctus Franciscus willeclîche hate verzigen alle sînes anevalles, dô zôch her ûz sîne kleider [...] und sprach zu ime: nimmer habe ich dînes gutis HvFritzlHl 214,7    2.2 ‘Anspruch auf ein Erbe oder Lehen’ racione hereditarie devolucionis, quod vulgariter anval nuncupatur UrkMühlh 380 (a. 1325)    2.3 ‘Nachfolge’ der groze chaam der regnyret unde helt dy herschaft ewiclich in synen kindern dy syn an val sint MarcoPolo 16,28    2.4 ‘Herrschaftsübergang’ biz daz man sit / schreib dez ersten jaris zal / des kunges Cyri, an val / riches untz an Darium Daniel 324    2.5 ‘Abgabe bei Besitzübernahme’ dc ichs [das Gut] sinen kinden sol liehen ane schaden vnd an anval UrkCorp (WMU) 434,31

MWB 1 296,10; Bearbeiter: Diehl

ane vallen stV. 1 ohne Obj. ‘anfangen, hereinbrechen’
2 mit Akk.d.P., (selten bereits wie im Frnhd. Dat.d.P. - vgl. 2.2.3 )
2.1 mit persönl. Subj. ‘jmdn. anfallen, angreifen’
2.2 mit unpersönl. Subj.
2.2.1 ‘jmdn. befallen, überkommen’
2.2.2 ‘jmdm. zukommen; jmdn. betreffen’
2.2.3 häufig ‘jmdm. (als Erbe, Besitz) zufallen’
3 mit Akk.d.S.
3.1 ‘zu etw. gehören’
3.2 ‘sich einer Sache zuwenden’
3.3 ‘etw. (gestohlenes Gut) wieder in seinen Besitz bringen’ (vgl. anevâhen 3.1 )
3.4 ‘über etw. herfallen’
   1 ohne Obj. ‘anfangen, hereinbrechen’ schire viel do die nacht an Roth 2661; dô viel sîn gæher âbent an Tr 316    2 mit Akk.d.P., (selten bereits wie im Frnhd. Dat.d.P. - vgl. 2.2.3):    2.1 mit persönl. Subj. ‘jmdn. anfallen, angreifen’ si viel in an und ergreif in bî dem mantel BuchdKg 9,8; daz daz tier starch sei und grausam, alsô daz ez alle läut anvall BdN 151,5. – mit Ersparung des Obj.: di begunden an vallen / und stigen über die mûre Ottok 57844. – ‘sich auf jmdn. stürzen (um ihn zu umarmen)’ Davit viel die frouwen an / [...] / er kust sie schôn an iren munt EnikWchr 10215; reht als on scham ein gemahil iren gemahil anvellet, helset, umbvaht, treutet und umbsleuzt AdelhLangm 93,18; [sie] viel in an vnd wolt in chuͤssen GestRom 107    2.2 mit unpersönl. Subj.    2.2.1 ‘jmdn. befallen, überkommen’ smêgint sich diu kint des rîfen, sine gefalle ane dc tuͦ der lindin nath TrudHL 7,28; dô viel der sorgen rîfe in an Tr 2080; niht sværre slaf an valle [...] vns PsM H 11,3; sterke dich selber, so dich dekain kumber an valle, mit Gottes worte PrGeorg 240,20. 246,40; alhie den lobelichen man / mit froste vil ein suchede an Elis 4588. – mit Ersparung des Obj.: so muiz di sele inplozit werdin hoffenunge, vorchte, freude, jamir, alliz des daz ane gevallin mac Parad 95,7    2.2.2 ‘jmdm. zukommen; jmdn. betreffen’ swen den e genanten graven [...] v́rlvge vnd ehaftigv́ not an gat vnd an vellet UrkCorp (WMU) 825,12; vnd verziehen vns alles des rehtes vnd der ane sprahe, die vns mohte ane vallen ebd. N268,23; sô dich kint anvallent, sô gedenkest dû: / ‘war sol ich nû? SM:Had 7: 2,1; Antemok, / Aroyme, darnach Thitan; / dise namen sint in gevallen an HeslApk 19408    2.2.3 häufig ‘jmdm. (als Erbe, Besitz) zufallen’ die erben die daz guot ane vellet SSpAug 226,9; Tr 5215; ein jungelinc, hiez Herman, / dem geviel nâch dem vater an / des vater erbe Ottok 67712. 2243; alles des rehtes vnd erbrehtes, daz die vorgnanten frowen Elsbetten an geuallen was oder angeuallen mohte von ir vater UrkCorp (WMU) 2843,26    3 mit Akk.d.S.    3.1 ‘zu etw. gehören’ von allin deme daz da lipheit anegevallin mac, alse groize, lenge, licht und swer Parad 35,13    3.2 ‘sich einer Sache zuwenden’ sîne gerten helfe decheine / nîwan dî vluht eine. / dî vîlen sî alle an JJud 1675; wen swenne der arkwillige man / den irretum gevellet an HeslApk 15864    3.3 ‘etw. (gestohlenes Gut) wieder in seinen Besitz bringen’ (vgl. anevâhen 3.1): swa ein man sin reubigez oder sin diubigez vihe vindet, [...] daz sol er anvallen mit des rihters boten StRAugsb 97,26; er vellet ez [sein Gut] [...] an. und fvͤret ez fvͥr den rihter SchwSp 139b    3.4 ‘über etw. herfallen’ vil manic frou daz golt an viel EnikWchr 15360

MWB 1 296,46; Bearbeiter: Diehl

anevalz stM. ‘Amboss’ [Sieh zu] dat du haves den anavalz der verduldicheide, / so mach du den hamer intfain bit sicherheide Lilie 16,1

MWB 1 297,38; Bearbeiterin: Baumgarte

anevanc stM. 1 zeitlich und räumlich ‘Beginn’ , gelegentl. kausal ‘Anlass, Ursache’
2 in Rechtstexten
2.1 durch Handanlegung begonnene Klage um Gut ‘Anfangsverfahren’ , Beanspruchung oder Rückforderung (gestohlenen) Gutes oder eingefangener Tiere (vgl. DRW 1,623 V., 2 HRG, 1,228-232)
2.2 eine Abgabe (vgl. DRW 1,623 III.)
   1 zeitlich und räumlich ‘Beginn’, gelegentl. kausal ‘Anlass, Ursache’ – zeitlich: aber daz muoz geschehen an dem anvang des siehtums BdN 364,11; in dem lenzen und in dem anvang des sumers ebd. 376,27. 69,36; KvMSph 20,7; Augustînus [...] hât an seinem anvanch vil gesprochen, daz er hinden nâch widersprochen hât BdN 56,33; in guot ende kanst du kêren / Êven tumben anevank SM:EvS 1: 11,12. – räumlich: der brunne ist dem vssflusse ain anfang Gnadenl 1,261; der ruck hât seinen anvanch an dem hals und strecket sein leng unz an die mistporten BdN 24,8; des selbin gebirgis strich / beginnit gein Marsilie sich / mit anvange hebin an RvEWchr 2536; auf Texte bezogen: [des Buches] ende, mittel, anevang / so hab in diner [Gottes] pfliht! SHort 4392; niht verre von dem anevange / stêt an dem buoche der gesange / daz ich nû gesprochen hân LvRegSyon 2012; SM:EvS 1:2,4. – ‘Anlass, Ursache’ wîp diu sint dar under / besunder / ganzer fröide ein anevanc KLD:Kzl 11: 1,17; ez ist der üppige gedanc / der sünden werke ein anevanc RvEBarl 6992; in dem da ward des ersten kunt / des suͤssen saiten spils suͦsser klang, / das also hat ainen anefang [Ursprungslegende] KvHelmsd 1892    2 in Rechtstexten    2.1 durch Handanlegung begonnene Klage um Gut ‘Anfangsverfahren’, Beanspruchung oder Rückforderung (gestohlenen) Gutes oder eingefangener Tiere (vgl. DRW 1,623 V., 2HRG, 1,228-232): si quis equum suum cum iusticia apud aliquem detinuerit, quod dicitur anevanck StRIglau 257; de jure, quod dicitur anevanck ebd. 290; von dem rechten, das anfang haisset ebd. 290    2.2 eine Abgabe (vgl. DRW 1,623 III.): ab [falls] hez vordiri wil, so sal he geibi sienin rechtin anivanc; daz is ein schillinc mulhuschir phennigi Mühlh 118,11. 119,9

MWB 1 297,41; Bearbeiterin: Baumgarte