aschenbrennære
stM.
‘Aschenbrenner, Hersteller von Holzasche’
aschenbrenner suln abesein bei sehtzic hallern NüP
174;
vortme der geweldich waltgreve mach setzen sin eschbinre overmitz die vorstere UrkDüren
72,23
(a. 1342)
MWB 1 377,5; Bearbeiter: Schnell
aschenbrennen
swV.
‘aschenbrennen’, Holzasche herstellen:
und sal werin eschinbürnen. wer das tede, der begriffen würde, den sülde ein forstmeister binden WeistGr
6,397
(a. 1338)
MWB 1 377,10; Bearbeiter: Schnell
aschenbrodel
stM.
‘Küchenjunge’ (der mit Asche hantiert):
queme her [der Rabe] in daz kochhus, / daz in nicht triben uz / di aschenbrodele herwidere WOsw
323
MWB 1 377,14; Bearbeiter: Schnell
aschenbrot
stn
→
ascherbrôt
MWB 1 377,18;
aschenglas
stN.
aus Pottasche angefertigtes Glas:
diu glase venster wæhe, von vremden listen riche. / [...] / si waren nicht mit aschen glas verspannen, / iz waren liecht cristallen JTit
354,3
MWB 1 377,19; Bearbeiter: Schnell
aschenhûfelîn
stN.
‘Aschenhäuflein’
wie mac sich ein aschenhûfelîn gên dem [Gott] ûf gerihten mit hôhvart HvFritzlHl
321,25
MWB 1 377,23; Bearbeiter: Schnell
aschentac
stM.
→
aschtac
MWB 1 377,26;
aschenvar
Adj.
‘aschenfarbig’ (vgl. aschervar):
[der Vogel Bachad ist] aber swarz an der varb reht sam aschenvar BdN
172,29;
der vogel [der Storch] ist aschenvar, sam Isidorus spricht ebd.
175,7.
361,29;
ungelîch mîn [des Kranichs] vetke bezzer sint / (wie bleich si sîn und eschevar) / denn dîn [des Pfauen] gevider Boner
81,39
MWB 1 377,27; Bearbeiter: Schnell
aschenwaʒʒer
stN.
in Wasser gelöste Asche, die zur Herstellung einer Lauge dient:
wenn man den stain zestœzt und aschenwazzer dar auf geuzt, sô tropft gar guoteu laug dar ab, dâ mit man diu klaider und daz haupt gar rain wescht BdN
443,18
MWB 1 377,34; Bearbeiter: Schnell
aschepütsche
swF.
Transportgefäß für Salinensalz (vgl.
3asch):
swer aber ein asche puͤtschen fuͤret, der geit uͤber di pruk iii. schilling [Zoll]
UrbBayS
4,195.
4,197
MWB 1 377,39; Bearbeiter: Schnell
ascherbrôt
stN.
in heißer Asche gebackenes Brot:
Effraym ist worden als ein ungewant aschirbrot Cranc
Os 7,8;
und salt is ezzen als ein girstin aschirbrot ebd.
Ez 4,12
MWB 1 377,43; Bearbeiter: Schnell
ascherkuochelîn
stN.
ein kleiner, in heißer Asche gebackener Kuchen:
und in dem slâfe kam ein engel und saste ime zuo ein ascherkuͦchelîn und einen kruog mit wasser PrEkkewint
225
MWB 1 377,47; Bearbeiter: Schnell
aschervar
Adj.
‘aschenfarbig’ (vgl. aschenvar):
der iachant ist ein schone stein. [...] an deme tunkelen tage. so ist der stein askeruare. so der himel ist heiter. so ist der stein livter VMos
60,3;
di uarbe di da heizet kaynos so di oben ascher uarbe ist SalArz
114,53;
wiß sin gestalt [des Wassermanns] und escherfar Mügeln
312,4
MWB 1 377,51; Bearbeiter: Schnell
aschervarwe
stF.
‘Aschenfarbe’
sin lib [Wassermann] muß wißer farbe sin / und doch nach ascherfar gestalt MügelnKranz
2549
MWB 1 377,58; Bearbeiter: Schnell
â|schildes
Adv.
‘auf der ungeschützten Seite’
Aimon Iulionin stach / aldurch den lip aschildis / vnde vuͦrtin des gevildis / also lang als sin sper was / das her tot quam uf das gras Athis
A** 69
MWB 1 377,61; Bearbeiter: Schnell
aschlouch
stM.
eine Zwiebelart, ‘Schalotte’ (Allium ascalonicum, vgl. Marzell 1,195-197):
und dar umb slâft der mensch gern von rauchigem ezzen, als knoblouch, pfarr, aschlouch und sôgtânem ding BdN
8,25;
nim aschlauch vnd minzen dar zvͦ, des krutes nim genuͦc, laz ez wol sieden in eime veizten sode BvgSp
41;
ascolinum vel asolinum id est ascheloͮch ab urbe Ascalon SummHeinr
1:202,417;
VocOpt
50.014
MWB 1 378,1; Bearbeiter: Schnell
aschman
stM.
‘Ofenheizer’
man schuof dem vürsten selh gemach / der vil gar unmære / sînem aschman wære Greg
3038
MWB 1 378,10; Bearbeiter: Schnell
â|schric
stM.
‘Versündigung, Abweichung vom rechten Weg’
liezis dv [der hl. Johannes] mih irkalden / der manigen ascricke, / der mir dickir dan dicke / der tuvil hat uerleitet, / so were mir manigen tac bereitet / die ewige uerdampnunge Litan
509
MWB 1 378,13; Bearbeiter: Schnell
â|schrôt
stMN.
→ abeschrôt
MWB 1 378,19;
â|schrœtelîn
stN.
→ abeschrœtelîn
MWB 1 378,20;
â|schrôten
V.
→ abe schrôten stV.
MWB 1 378,21;
aschstein
stM.
eine Art Kalkstein:
wen er wirt machen all di steyne des altaris alse zustosene aschsteine [
cum posuerit omnes lapides altaris sicut lapides cineris allisos
]
Cranc
Jes 27,9
MWB 1 378,22; Bearbeiter: Schnell
aschtac, aschentac
stM.
‘Aschermittwoch’
an dem aschtage schribit sente Matheus EvBerl
18,23;
ebd.
19,5;
ouch in des jâris jage / sô hin nâch dem aschtage NvJer
27626;
da von Christes geburtte waren tausent jar, zwei hundert iar und in dem neuntzgisten iar des freitages nach dem aschentag UrkCorp (WMU)
1209,15
MWB 1 378,26; Bearbeiter: Schnell
âse
swF.
Holzgestell über dem Ofen oder Herd zum Trocknen (von Holz bzw. Wäsche):
ein schît ich ab der âsen nam BFrau
402;
‘war sol ich hin [...]?’ / ‘uf die asen übern hert! [...]’ HvPforzen
158;
in dem ofen und uf der asen / muzzen si die wart suchen Jüngl
414
MWB 1 378,33; Bearbeiter: Schnell
asen
swV.
→ atzen
MWB 1 378,39; |