ascherbrôt
stN.
in heißer Asche gebackenes Brot:
Effraym ist worden als ein ungewant aschirbrot Cranc
Os 7,8;
und salt is ezzen als ein girstin aschirbrot ebd.
Ez 4,12
MWB 1 377,43; Bearbeiter: Schnell
ascherkuochelîn
stN.
ein kleiner, in heißer Asche gebackener Kuchen:
und in dem slâfe kam ein engel und saste ime zuo ein ascherkuͦchelîn und einen kruog mit wasser PrEkkewint
225
MWB 1 377,47; Bearbeiter: Schnell
aschervar
Adj.
‘aschenfarbig’ (vgl. aschenvar):
der iachant ist ein schone stein. [...] an deme tunkelen tage. so ist der stein askeruare. so der himel ist heiter. so ist der stein livter VMos
60,3;
di uarbe di da heizet kaynos so di oben ascher uarbe ist SalArz
114,53;
wiß sin gestalt [des Wassermanns] und escherfar Mügeln
312,4
MWB 1 377,51; Bearbeiter: Schnell
aschervarwe
stF.
‘Aschenfarbe’
sin lib [Wassermann] muß wißer farbe sin / und doch nach ascherfar gestalt MügelnKranz
2549
MWB 1 377,58; Bearbeiter: Schnell
â|schildes
Adv.
‘auf der ungeschützten Seite’
Aimon Iulionin stach / aldurch den lip aschildis / vnde vuͦrtin des gevildis / also lang als sin sper was / das her tot quam uf das gras Athis
A** 69
MWB 1 377,61; Bearbeiter: Schnell
aschlouch
stM.
eine Zwiebelart, ‘Schalotte’ (Allium ascalonicum, vgl. Marzell 1,195-197):
und dar umb slâft der mensch gern von rauchigem ezzen, als knoblouch, pfarr, aschlouch und sôgtânem ding BdN
8,25;
nim aschlauch vnd minzen dar zvͦ, des krutes nim genuͦc, laz ez wol sieden in eime veizten sode BvgSp
41;
ascolinum vel asolinum id est ascheloͮch ab urbe Ascalon SummHeinr
1:202,417;
VocOpt
50.014
MWB 1 378,1; Bearbeiter: Schnell
aschman
stM.
‘Ofenheizer’
man schuof dem vürsten selh gemach / der vil gar unmære / sînem aschman wære Greg
3038
MWB 1 378,10; Bearbeiter: Schnell
â|schric
stM.
‘Versündigung, Abweichung vom rechten Weg’
liezis dv [der hl. Johannes] mih irkalden / der manigen ascricke, / der mir dickir dan dicke / der tuvil hat uerleitet, / so were mir manigen tac bereitet / die ewige uerdampnunge Litan
509
MWB 1 378,13; Bearbeiter: Schnell
â|schrôt
stMN.
→ abeschrôt
MWB 1 378,19;
â|schrœtelîn
stN.
→ abeschrœtelîn
MWB 1 378,20;
â|schrôten
V.
→ abe schrôten stV.
MWB 1 378,21;
aschstein
stM.
eine Art Kalkstein:
wen er wirt machen all di steyne des altaris alse zustosene aschsteine [
cum posuerit omnes lapides altaris sicut lapides cineris allisos
]
Cranc
Jes 27,9
MWB 1 378,22; Bearbeiter: Schnell
aschtac, aschentac
stM.
‘Aschermittwoch’
an dem aschtage schribit sente Matheus EvBerl
18,23;
ebd.
19,5;
ouch in des jâris jage / sô hin nâch dem aschtage NvJer
27626;
da von Christes geburtte waren tausent jar, zwei hundert iar und in dem neuntzgisten iar des freitages nach dem aschentag UrkCorp (WMU)
1209,15
MWB 1 378,26; Bearbeiter: Schnell
âse
swF.
Holzgestell über dem Ofen oder Herd zum Trocknen (von Holz bzw. Wäsche):
ein schît ich ab der âsen nam BFrau
402;
‘war sol ich hin [...]?’ / ‘uf die asen übern hert! [...]’ HvPforzen
158;
in dem ofen und uf der asen / muzzen si die wart suchen Jüngl
414
MWB 1 378,33; Bearbeiter: Schnell
asen
swV.
→ atzen
MWB 1 378,39;
âsen
swV.
1
‘jmdn. (als âs) fressen, verzehren’
2 refl. ‘zu âs werden’
1
‘jmdn. (als âs) fressen, verzehren’
er heizzet dich an den galgen hâhen, dâ beginnent dich die vogele âsen Gen
1978;
dâ muosen in die vogele âsen als ime was geskeiden ebd.
1987
2
refl. ‘zu âs werden’
wen ich han gesprochen daz / [...] / daz Michael dan blaset, / als allez vleisch sich aset / daz in der erden schulet / und zu erden ist irvulet HeslApk
20202
MWB 1 378,40; Bearbeiter: Schnell
âsenboum
stM.
→ ensboum
MWB 1 378,48;
â|setze, abesetze
Adj.
‘unbesetzt, vakant’ (vgl. abe setzen):
ob die abtige [das Amt der Äbtissin] asezze waͤre UrkCorp
N226,12;
so das romischi rich asetzi ist MGHConst
5:290,29
(a. 1316);
wirt ein [Hof] hie asezze, das in einer wil verkoufen unde einen andern gewinnen WeistGr
1,671
(a. 1320);
wer dz der lehenlúte deheiner sin guͤter absetz liess ligen jor vnd tag oder me, es ist dem probst vnd dem gotzhuse verfallen ebd.
4,95
(a. 1354).
– von Personen ‘ohne Sitz’
ist auch dehein schöffel osetze da, den sol der herre do setzen an die stat do er billich sitzen sol WeistGr
1,700
(a. 1336)
MWB 1 378,49; Bearbeiter: Diehl
asiânisch
Adj.
‘asiatisch’
her ni lîz si nî gehirmin, / vnz er gewan ci sîner hant / elliu asiânischi lant Anno
9,8
MWB 1 378,62; Bearbeiter: Diehl
asintiton
Subst.
‘Material, das Waffen und Feuer abweist’
assyntiton das hat die chraft / und ist also werhaft / das aller stachel und eyssen / muess vor im prechen und reyssen, / es lescht alles fewr gar Seifrit
4280.
4276
MWB 1 379,1; Bearbeiter: Diehl
asisch
Adj.
‘asiatisch’
Alexander der grozz kvͤnich von Chriechen der regnocht vͤber ellewͤ asischew lant zuͦ Orient GestRom
9
MWB 1 379,6; Bearbeiter: Diehl
asma
stN.
‘Asthma’
und rainigt die lungel und ist nütz für des âtem gepresten, [...], der asma haizt BdN
410,17;
si ist gut fur den husten vnde fur daz asma daz ist di chiche SalArz
104,19
MWB 1 379,9; Bearbeiter: Diehl
â|smac
stM.
‘Beigeschmack’
das von den wynkern eyn osmak der wyn gewynnet Pelzb
135,34;
wen si czwiviln, ob di vas sint reyne, so nemen sy vnde begisin di vas mit peche. do mitte benymt man den osmak des gevesis ebd.
136,19;
edel win muz nieten [hinnehmen] / von swachem vazze asmackes sich Frl
5:35,5
MWB 1 379,13; Bearbeiter: Diehl
â|smachaft
Adj.
‘mit einem Beigeschmack’
ouch sint di wyn der genantin stat der naturen, das si lichtlichin osmakhaft werdin Pelzb
136,26
MWB 1 379,20; Bearbeiter: Diehl
â|smeckec
Adj.
‘mit einem Beigeschmack, ungenießbar’
asmeckich wirt in drin tagen der visch, ouch wirt der gast vil gerne ummere Meissner
10:6,5;
[die Menschenfresser] sprechin das allis andir vleysch si osmeckic kegin menschin vleysche MarcoPolo
52,16
MWB 1 379,23; Bearbeiter: Diehl |